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Carlos Sainz: Mir wurde gesagt, ich könnte sogar sterben!

Carlos Sainz reflektiert noch einmal die Blinddarmentzündung von Saudi-Arabien: Er wollte trotz Warnung fahren und hätte das mit dem Leben bezahlen können

Carlos Sainz: Mir wurde gesagt, ich könnte sogar sterben!

Auch ein Formel-1-Fahrer muss manchmal auf die Ärzte hören und kann nicht einfach das tun, was laut seinem Kopf von ihm verlangt wird. Dass musste Carlos Sainz beim Formel-1-Event in Saudi-Arabien spüren, als er aufgrund einer akuten Blinddarmentzündung das Rennen verpasste und bei Ferrari durch Oliver Bearman ersetzt wurde.

Wäre es nach ihm selbst gegangen, hätte Sainz das Rennen in Dschidda noch bestritten, doch das hätte fatale Konsequenzen für den Spanier haben können. In einem Podcast namens Nude Project reflektiert er noch einmal die Ereignisse von damals und sagt, dass er sogar hätte sterben können, wenn er nicht auf die Ärzte gehört hätte.

Sainz hatte am Freitag noch im Auto gesessen und beide Trainingssessions absolviert - und das auf einer physisch anspruchsvollen Strecke mit vielen schnellen Kurven. "Das waren die beiden härtesten Sessions meiner Karriere", beschreibt Sainz im Nachhinein.

 

"Ich habe nichts gegessen, ich hatte keine Energie, ich habe mehr geschwitzt als üblich. Ich habe enorm gelitten", sagt er.

Erst dachte er, dass ihn ein Virus erwischt hätte, doch am Samstagmorgen merkte er, dass es doch etwas ernster ist. Sainz wurde im Krankenhaus mitgeteilt, dass er Appendizitis habe - eine akute Blinddarmentzündung.

Sainz wurde gesagt, er müsse sich einer Not-OP unterziehen, doch selbst dabei dachte er "nur im F1-Modus", wie er sagt. Heißt: Sainz wollte das Wochenende trotzdem noch bestreiten. "Ich habe ihnen gesagt: Lasst es mich versuchen, und nach dem Rennen lasse ich mich operieren."

Doch davon rieten die Ärzte eindringlich ab: "Es gab das Risiko, dass etwas sehr Ernstes hätte passieren können und dass ich sogar hätte sterben können, wenn [der Blinddarm] explodiert wäre", erzählt Sainz.

Der Spanier ließ sich noch an Ort und Stelle operieren, sodass Oliver Bearman zu seinem Debüt kam. Der Brite machte seine Sache als Ersatzmann ordentlich und kam bei seinem ersten Formel-1-Rennen auf einen guten siebten Platz.

Sainz selbst erholte sich derweil von der OP und konnte beim nächsten Rennen in Australien sogar gewinnen.

Sainz: Am Anfang wollte ich der Freund von allen sein

Das Mindset von Sainz zeigt aber wieder den Ehrgeiz und den Egoismus, den Formel-1-Fahrer an den Tag legen. Diesen habe der Spanier während seiner Karriere lernen müssen. Denn als Kind habe er noch gedacht, dass er zu allen freundlich sein könne.

"Aber die Motorsportwelt ist eine sehr raue Welt. Bei Go-Kart-Rennen dachte ich, dass alle meine Freunde sind, aber dann haben sie mich auseinandergenommen", erzählt er. "Denn wenn du den Sohn von Carlos Sainz schlagen kannst, dann stichst du heraus."

"Aber irgendwann hat sich mein Vater mit mir hingesetzt und gesagt: 'Das Leben ist hart, und in diesem Sport kannst du entweder die anderen beißen - oder sie beißen dich'", so der Spanier. "'Im Moment beißen sie dich und machen dir das Leben schwer. Aber wenn du den Helm aufsetzt, dann stell sicher, dass du derjenige bist, der beißt!'"

"Ich wusste, dass ich keine Angst davor haben durfte, als Drecksack auf der Strecke beschimpft zu werden."

Druck vor Formel-1-Aufstieg

Am Ende führte ihn sein Weg in die Formel 1, wo er immer wieder mit Druck umgehen musste. Er selbst sagt aber, dass er mit so einem Druck zurechtkommt, denn so sei es in seiner Karriere schon häufig gewesen. "2014 hat Red Bull zu mir gesagt: 'Entweder du gewinnst, oder wir bringen dich nicht in die Formel 1. Und selbst wenn du gewinnst, gibt es vielleicht keinen Platz.'"

Damals ging es um den Titel in der Formel Renault 3.5, die Sainz in dem Jahr auch vor Pierre Gasly gewinnen sollte. Trotzdem schien die Formel-1-Chance aus den Händen zu gleiten, weil Red Bull Max Verstappen verpflichtete und für Toro Rosso vorgesehen hatte. "Damit war mein Platz weg", sagt er.

Doch die Zukunft sollte sich noch einmal glücklich wenden: Weil Sebastian Vettel zu Ferrari wechselte, wurde bei Red Bull ein Platz frei, den Daniil Kwjat einnahm. Den Platz des Russen bekam dann Sainz.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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