Carlos Sainz nach Ferrari-Debüt: Bahrain-Wochenende besser als P8 zeigt

Ferrari-Neuling Carlos Sainz ist zufrieden mit Rang acht im Grand Prix von Bahrain - In der Startphase noch ein wenig zurückhaltend - Kontakt mit Lance Stroll in T10

Carlos Sainz nach Ferrari-Debüt: Bahrain-Wochenende besser als P8 zeigt

Carlos Sainz schafft es in seinem ersten Formel-1-Rennen mit Ferrari in die Punkteränge. Beim Saisonauftakt in Bahrain wird der Spanier am Ende Achter. "Das Wochenende war insgesamt besser, als das Ergebnis zeigt", resümiert er zufrieden.

Sainz ging von Position acht in das erste Saisonrennen, jedoch verlor er direkt nach dem Start zwei Position an Fernando Alonso und Lance Stroll. "In den ersten paar Runden war ich etwas zurückhaltend. Wahrscheinlich bin ich die ersten Runden mit Ferrari etwas vorsichtig angegangen", sieht er im Nachhinein ein.

Der Umsteiger wollte sich zu Beginn aus allen Scharmützeln heraushalten und sichergehen, dass er das Rennen auch beendet. Allerdings blieb er in den ersten Runden nicht ohne Feindkontakt. Nach der VSC-Phase attackierte Sainz den Aston Martin von Stroll innen in Kurve 10.

Knapp hinter Ex-Team McLaren ins Ziel gekommen

Das Manöver misslang jedoch, der Ferrari touchierte den grünen Renner - beide konnten ihr Rennen aber unbeschadet fortsetzen. Während seine unmittelbaren Konkurrenten recht früh an die Box abbogen, verlängerte Sainz seinen ersten Stint auf dem gebrauchten weichen Reifen.

In Runde 15 holte er sich schließlich einen frischen Medium-Reifensatz an der Garage ab. Dadurch kam er wieder direkt hinter Stroll und Alonso zurück auf die Strecke. Sechs Runden später fand er sich in einem packenden Vierkampf wieder, da sich nun auch Sebastian Vettel dazugesellte.

In der unübersichtlichen Situation schnappte er sich im ersten Sektor gleich beide Ex-Weltmeister auf einen Schlag. "Als ich es dann geschafft hatte, die beiden langsameren Autos, den Aston und den Alpine, hinter mir zu lassen und saubere Luft zu bekommen, war ich eigentlich sehr zufrieden mit dem Auto", berichtet Sainz.

 

Bei freier Fahrt konnte er mehr Pace aus seinem SF21 quetschen, denn nach seinem zweiten Boxenstopp in Runde 37 fand er sich mit mehr als sieben Sekunden Rückstand hinter Red-Bull-Fahrer Sergio Perez wieder ein. Auf dem harten Reifen kam Sainz dann immer besser in Schwung.

Er jagte den von Perez ebenso überholten Aston Martin von Stroll erneut - in nur sechs Runden fuhr er eine Lücke von 6,5 Sekunde zu und attackierte den Kanadier schließlich erfolgreich. In den letzten zehn Rennrunden minimierte er außerdem seinen Rückstand auf sein Ex-Team McLaren.

Im Ziel fehlte ihm nur eine Sekunde auf Daniel Ricciardo. "Das ist sehr ermutigend, weil im Vorjahr konnte ich Charles relativ einfach überholen. Ich erinnere mich noch daran, wie groß der Unterschied zwischen McLaren und Ferrari war - und nun war ich dran, am Ende noch den McLaren zu überholen."

Ferrari mit "großem Schritt" im Vergleich zu 2020

Gegen Rennende holte er in den letzten zehn Runden 6,5 Sekunden auf den Australier in Orange auf. "Ich hatte eine bessere Pace als Daniel, ich konnte eine halbe Sekunde pro Runde rausfahren. Das sind sehr positive Zeichen. Wir habe einen großen Schritt verglichen zum Vorjahr gemacht."

Deshalb ist Sainz mit Position acht zufrieden, auch wenn dies kein "besonderes Ergebnis" zu sein scheint. Jetzt müsse er noch an vielen Details tüfteln und weiterhin mit den Ingenieuren in Maranello hart arbeiten. "Wir haben definitiv einen guten Schritt gemacht", betont er.

Für die Zukunft nimmt er mit: "In den nächsten 22 Rennen wird es Zeit sein, am Start etwas aggressiver zu sein, und in den ersten Runden muss ich das Auto noch ein bisschen besser kennenlernen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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