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Carlos Sainz: Ob Vierter oder Fünfter in der WM, ist mir egal

Ferrari-Pilot Carlos Sainz will in der Formel-1-Saison 2022 noch ein Rennen gewinnen: Ob er dabei George Russell für P4 in der WM überholt, interessiert ihn nicht

Kevin Hermann

Bearbeitet: 22.10.2022, 18:38

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Carlos Sainz: Ob Vierter oder Fünfter in der WM, ist mir egal

Carlos Sainz sagt, dass es "sein Leben als Rennfahrer nicht verändern wird", ob er in der Formel-1-Weltmeisterschaft 2022 George Russell noch für den vierten Platz überholen kann. Aktuell liegt der Ferrari-Pilot auf Rang fünf mit fünf Punkten Rückstand auf den Briten.

"Mir geht es nur darum, dass wir gewinnen und eine gute Saison haben", betont Sainz, der beim Großen Preis der USA in Austin einer der Topfavoriten auf den Sieg sein könnte, da sein Teamkollege Charles Leclerc sowie Sergio Perez von Red Bull eine Gristrafe erhalten werden.

"Ich denke, wir haben überall, wo wir hinkommen, ein konkurrenzfähiges Auto. Das ist eine Tatsache. Wir kämpfen um fast jede Poleposition, wobei Siege schwieriger sind, denn aus irgendeinem Grund gelingt es Red Bull im Rennen, einen Schritt zu machen, den wir nicht haben, oder den wir in letzter Zeit nicht so oft haben. Aber wir arbeiten daran."

Carlos Sainz: Was für Ferrari wirklich zählt

"Wir nutzen die letzten vier Rennen, um ein wenig zu experimentieren, um zu sehen, wie wir im Rennen konkurrenzfähiger sein können und wie wir unser Reifenmanagement verbessern können", erklärt Sainz.

"Ich weiß, dass dieses Jahr nicht einfach war. Der Rückschlag in Japan war auch nicht ideal. Dadurch habe ich noch mehr Punkte in diesem Kampf verloren. Wenn ich Vierter werden kann, dann nehme ich den vierten Platz, aber ich würde es vorziehen, vor Ende des Jahres ein Rennen zu gewinnen, auch wenn das nicht bedeutet, dass ich Vierter werde."

"Für uns ist es wichtig, zu versuchen, zu gewinnen, auf das Podium zu kommen und konstant zu sein. Das würde natürlich P4 bedeuten, aber ich konzentriere mich mehr darauf als auf die Platzierung in der Meisterschaft", so der Spanier.

Sainz: "Nicht mehr so einfach wie zu Jahresbeginn"

Während er in seiner ersten Saison bei Ferrari 2021 seinen Teamkollegen Charles Leclerc schlagen konnte, war sein Rückstand auf den Monegassen 2022 besonders in der ersten Saisonhälfte ziemlich deutlich. Sainz schiebt dies darauf, dass er anfangs Probleme hatte, sich an den neuen Ferrari zu gewöhnen und betont, dass er sich im weiteren Saisonverlauf stark verbessert hat.

"In den ersten sechs oder sieben Rennen, als das Auto am konkurrenzfähigsten war, stand er oft auf der Poleposition und gewann die Rennen", so Sainz. "Aber es stimmt auch, dass das Auto vielleicht nicht mehr so gut ist wie zu Beginn des Jahres, oder sagen wir, Red Bull hat sich gesteigert, und es ist nicht mehr so einfach, eine Poleposition oder einen Sieg zu holen, wie es vielleicht zu Beginn des Jahres war."

"Aber er hat in diesem Jahr eindeutig einen besseren Job gemacht als ich, sowohl fahrerisch als auch in der Rennausführung. Er fühlte sich auf Anhieb wohler mit dem Auto als ich. Und ich habe das ganze Jahr über versucht, mich auf ein ähnliches Niveau wie im letzten Jahr zu bringen. Bin ich schon so weit? Ich glaube nicht", sagt der Spanier.

"Ich glaube, ich habe immer noch ein paar Dinge mit dem Auto, die mir nicht so leicht von der Hand gehen, und ich müsste eine Menge Dinge ändern. Aber ich bin jetzt auf einem guten Niveau, bei dem ich zuversichtlich bin, dass ich einige gute Ergebnisse erzielen und konstant sein kann. Ich freue mich auch auf das Auto im nächsten Jahr und darauf, zu sehen, ob ich sofort mehr Tempo machen kann."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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