Reaktion
Formel 1 Portimao
Charles Leclerc: "Das war der beste Ferrari der Saison"
Charles Leclerc lobt seinen Ferrari als besten der gesamten Saison und träumte in Portimao sogar kurz vom Podium - Mattia Binotto betont: "Unser Weg ist richtig"
Norman Fischer
Bearbeitet: 25.10.2020, 17:47
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So ein gutes Ergebnis hatte Ferrari in der Formel 1 schon lange nicht mehr: Charles Leclerc fuhr in Portimao ein starkes Rennen und wurde dafür mit dem vierten Platz belohnt. "So müssen wir weitermachen", freut sich der Monegasse und lobt seinen Ferrari als "besten Ferrari der gesamten Saison". Der Aufwärtstrend bei der Scuderia scheint weiterzugehen.
Schon im Qualifying deutete Leclerc mit Rang vier das Potenzial des SF1000 an, doch während er am Sonntag meist zurückfiel, schnupperte er in Portugal sogar am großen Erfolg. "Irgendwann hatte ich sogar das Podium im Kopf", gibt er zu - das war am Ende aber mit 30 Sekunden Rückstand auf Max Verstappen Utopie. "Er war ein bisschen zu schnell", muss Leclerc zugeben.
"Ich denke nicht, dass das Podium heute in Reichweite war", schließt auch Teamchef Mattia Binotto einen Top-3-Platz aus. Allerdings würde ihn interessieren, wie es ausgesehen hätte, hätte Ferrari auf Soft und Medium bei den Reifen gesetzt, statt auf Medium und Hard. "Der Medium hat viel länger gehalten, und das hätten wir zu Beginn des Rennens nicht erwartet", so Binotto.
Möglicherweise hätte Leclerc dann mit Soft-Reifen zu Beginn keine Plätze verloren und ein anderes Rennen gehabt, dennoch kann der Ferrari-Pilot mit seinem Ergebnis heute gut leben. "Ich war geduldig, und das hat sich am Ende ausbezahlt. Ich konnte die Reifen wieder auf Temperatur bringen und wieder nach vorne kommen."
Binotto: "Selbst Sebastian ..."
Das Auto habe sich heute gut verhalten, freut sich auch Binotto. "Selbst Sebastian konnte von weiter hinten ein paar Positionen gutmachen und hatte einen ordentlichen Rhythmus, als er erst einmal freie Fahrt hatte", sagt er und ist gespannt, ob man die guten Eindrücke in Imola am kommenden Wochenende bestätigen kann.
Portimao war für Leclerc auf jeden Fall schon einmal ein guter Schritt: "Ich kann bestätigen, dass das der beste Ferrari der gesamten Saison war", freut er sich. "Ich bin froh, wie es gelaufen ist. Ich hatte etwas mehr Vertrauen. Das ist gut, denn die letzten Rennen waren schwierig."
Nachdem er zuletzt am Sonntag immer zurückgefallen war, erwartete er sich in Portimao mit dem neuen Heck Antworten. "Und die haben wir bekommen", lobt er. "Ich bin sehr froh und stolz auf die Arbeit, die das Team leistet."
Leclerc: "So müssen wir weitermachen"
Auch Binotto betont, dass der heutige Tag sehr wichtig für Ferrari war. Denn die mitgebrachten Entwicklungen sind auch ein Fingerzeig für das kommende Jahr. "Der Weg ist richtig", sagt Binotto. "Wir wissen, in welche Richtung wir gehen müssen und geben im Hinblick auf das kommende Jahr Vollgas."
Leclerc weiß, dass sich die meisten Fans wünschen würden, dass Ferrari einfach ein brandneues Auto bringt, mit dem man wieder siegen kann. "Aber das wird nicht passieren", winkt er ab. "Wir haben entschieden, es Schritt für Schritt anzugehen - und das funktioniert. So müssen wir weitermachen."
Und irgendwann könnte Ferrari dann wieder ein echter Herausforderer werden. Das würde sich auch Mercedes wünschen: "Ferrari wieder in den Spitzenpositionen zu sehen ist gut", sagt Motorsportchef Toto Wolff. "Wir brauchen ein starkes Ferrari, sie sind eine sehr kraftvolle Marke in der Formel 1."
Vor allem für Leclerc hat der Österreicher eine Menge Lob übrig: "Wie Sebastian schon gesagt hat, holt Charles im Moment eindeutig mehr aus dem Auto als vielleicht in ihm steckt. Er fährt sehr gut!"
Mit Bildmaterial von Motorsport Images.
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