Charles Leclerc: McLaren könnte in Brasilien vor Ferrari sein

Warum Ferrari mit starker Gegenwehr von McLaren rechnet beim Formel-1-Rennen in Brasilien und wieso man keineswegs von einer WM-Vorentscheidung spricht

Charles Leclerc: McLaren könnte in Brasilien vor Ferrari sein

In Mexiko ist Ferrari an McLaren vorbeigezogen und hat den dritten Platz in der Konstrukteurswertung übernommen. Ist das italienische Formel-1-Traditionsteam damit automatisch Favorit auf die erste Verfolgerposition von Red Bull und Mercedes beim Brasilien-Grand-Prix in Sao Paulo (alle Einheiten im kostenlosen Formel-1-Liveticker verfolgen!)? Die Fahrer-Fahrer jedenfalls geben sich pessimistisch.

Mexiko allein deute "nicht so sehr" darauf hin, was in Brasilien passieren könne, sagt Charles Leclerc. "McLaren ist stark und vielleicht stärker als wir in Brasilien."

Letzteres habe die Datenanalyse vor dem viertletzten Rennwochenende der Formel-1-Saison 2021 ergeben, meint Carlos Sainz. "Wir haben ja unsere Simulationen und Erwartungen, die mit den Eigenheiten der Strecke verknüpft sind und so weiter. Wir sehen McLaren eine halbe Zehntel vor uns, mehr nicht."

Freies Training: Ferrari ist klar schneller

Im ersten Freien Training auf dem Autodromo Carlos Pace betrug der Abstand jedoch eine halbe Sekunde, zugunsten von Ferrari und auch, weil McLaren nicht auf absolute Bestzeiten aus war. Sainz räumt ein, dass die Ferrari-Simulation "eher nicht" präzise sei. Unterm Strich könne es auf der Strecke "ein Zehntel hin oder hergehen", so der Ferrari-Fahrer. "Aber: Es wird eng."

Letzteres würde McLaren-Fahrer Lando Norris unterschreiben. Nur von der Favoritenrolle für McLaren im Kampf um P3 hinter Mercedes und Red Bull will er nichts wissen: "Ich wäre vom Gegenteil ausgegangen, um ehrlich zu sein! Aber ich weiß es nicht."

"Es wird eng, denn es ist immer eng. Und ich schätze nicht, dass es deutlich in die eine oder andere Richtung ausgeht", sagt Norris. "Aber Ferrari war zuletzt das stärkere Team. Rein von diesen Daten her muss man sie vorne sehen."

Wie sich Ferrari gesteigert hat und warum

Tatsächlich hat sich Ferrari in den vergangenen Wochen gesteigert. Leclerc spricht von "guten Fortschritten" im Team, die hauptsächlich auf das Motoren-Update zurückzuführen sei. "Das war das entscheidende Upgrade", meint er. "Hinter den Kulissen aber versucht man natürlich immer, das Set-up und das Auto zu verbessern. Das tun wir auch weiterhin."

"Aber: Wir haben die Lücke zugefahren, die sich zwischen McLaren und uns aufgetan hatte. Es sieht also gut aus. Wir müssen nur weiter zu hundert Prozent am Ball bleiben und weiterhin alles perfekt hinkriegen."

Positiv stimme ihn dabei die aktuelle Arbeitsweise von Ferrari. Leclerc erkennt eine Aufbruchsstimmung in Maranello: "So, wie wir jetzt arbeiten, sollten wir immer arbeiten. Da sind uns in den vergangenen zwei Jahren definitiv Fortschritte gelungen."

"Wir haben schwierige Zeiten durchgemacht, uns aber auch als Team gesteigert. Es fällt mir aber schwer, das in Zahlen auszudrücken, weil man ja keine Referenz zur Konkurrenz hat. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden. Und das stimmt mich zuversichtlich für 2022. Es geht in die richtige Richtung und so muss es weitergehen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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