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Charles Leclerc schmeißt Siegchance weg: "War vor allem mein Fehler"

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Charles Leclerc schmeißt Siegchance weg: "War vor allem mein Fehler"
Autor:
Co-Autor: Stefan Ehlen

An zweiter Stelle liegend rutscht Ferrari-Pilot Charles Leclerc auf dem glatten Hockenheim-Asphalt neben der Piste aus, sieht Fehler aber in erster Linie bei sich

Nachdem er im letzten Qualifying-Segment (Q3) am Samstag aufgrund eines Defekts am Benzinsystem seines Ferrari nicht hatte fahren können, musste Charles Leclerc den packenden Grand Prix von Deutschland 2019 auf dem Hockenheimring aus der fünften Reihe in Angriff nehmen.

Vom zehnten Startplatz arbeitete sich der Monegasse bei den schwierigen Streckenbedingungen zügig nach vorn. Am Ende der ersten Runde war er schon Sechster. In der 29. von insgesamt 64 Runden, nachdem er gerade auf Slicks gewechselt hatte, lag er sogar schon an zweiter Stelle und rechnete sich gute Chancen auf mindestens einen weiteren Podestplatz, wenn nicht sogar seinen ersten Sieg, aus. Doch dann ging es schief.

"Ein Fehler war genug, um alles in die Tonne zu werfen"

In der vorletzten Kurve der Strecke kam Leclerc von der Piste ab. Anders als im Falle von Spitzenreiter Lewis Hamilton eine Runde später an gleicher Stelle blieb es nicht bei einer leichten Berührung der Reifenstapel. Leclercs Ferrari schlug heftig genug in die - mit Mercedes-Werbung versehenen - Reifenstapel ein, um das Rennen an Ort und Stelle beenden zu müssen.

"Es ist einfach jammerschade. Bis dahin war es ein großartiges Rennen", ärgert sich Leclerc. "Alles lief richtig gut. Dann war ein Fehler genug, um alles in die Tonne zu werfen. Das ist es, was passiert ist und es war mein Fehler."

 

Noch im Cockpit sitzend hörte man Leclerc direkt nach dem Crash über den Boxenfunk laut fluchen. "Ja, na klar. Es tat mir einfach leid für die Fans und das Team", erklärt der 21-Jährige seinen Wutausbruch. Insgeheim wusste er in diesem Moment auch, dass Teamkollege Sebastian Vettel noch im Rennen war. Der Deutsche startete sogar vom letzten Startplatz, blieb diesmal aber fehlerlos und kam als Zweiter ins Ziel. Im Teamduell hat Leclerc nun 21 Punkte Rückstand auf Vettel.

Glatter Asphalt "unakzeptabel", aber keine Ausrede

Dass in eben jener vorletzten Kurve des Hockenheimrings neben ihm selbst auch der junge Carlos Sainz, Hamilton sowie später noch Kimi Räikkönen und Nico Hülkenberg vom rechten Weg abkamen, wobei der Abflug für Hülkenberg ebenfalls final war, tröstet Leclerc nicht.

"Diese Stelle ist ein bisschen schwierig. Ehrlich gesagt denke ich, dass der Asphalt, so wie er dort hinter dem Randstein liegt, für die Formel 1 unakzeptabel ist." Mit dieser Aussage spricht Leclerc auf den extrem glatten Asphalt der Dragster-Strecke an. Auf eben dieser, die sich direkt außerhalb der vorletzten Kurve befindet, rutschten nämlich Sainz, Leclerc, Hamilton, Räikkönen und Hülkenberg allesamt aus.

Fotos: GP Deutschland in Hockenheim

Als Ausrede für seinen Crash will Leclerc den glatten Asphalt aber nicht verstanden wissen: "Der Fehler geht in erster Linie auf meine Kappe. Ich finde aber, es wäre ein akzeptabler Fehler gewesen, wenn es dort normalen Asphalt geben würde. So aber kam es anders. Es ändert aber nichts am Endergebnis. Ich war es, der den Fehler begangen hat und dafür übernehme ich die volle Verantwortung."

Schwacher Trost: Bruder-Sieg und gute Pace

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto kommentiert Leclercs Abflug so: "Er war sehr schnell und lag dank guter Strategie und freier Fahrt an zweiter Stelle. Das war für uns eine gute Gelegenheit. Aber auf diesem Teil der Strecke ist es sehr schwierig, mit Slicks das Auto zu verlangsamen. Er hatte keine Chance mehr zu korrigieren, als er den Fehler einmal gemacht hatte. Natürlich ist er wegen des Fehlers sehr enttäuscht. Aber das ist halt Teil dieses Sports."

Charles Leclerc

Kurz vor dem F1-Start siegte Bruder Arthur Leclerc erstmals in der ADAC F4

Foto: LAT

Schwacher Trost, aber nach Bestzeiten in zwei der drei Freien Trainings, dem ersten Sieg von Bruder Arthur Leclerc in der ADAC Formel 4 wenige Stunden vor dem Rennstart, und schließlich seinem eigenen starken Vormarsch in der ersten Rennhälfte, erkennt Charles Leclerc auch positive Aspekte des für ihn mit null Punkten zu Ende gegangenen Hockenheim-Wochenendes: "Heute haben wir alles richtig gemacht. Die Strategie war unglaublich. Sie brachte mich in Position, um das Rennen gewinnen zu können."

Letzten Endes aber sitzt der Stachel der Enttäuschung doch tief, wie der Ferrari-Pilot abschließend nochmals unterstreicht: "Ich habe alles in die Tonne geworfen. Es tut mir so leid für das Team und für die Fans, die mich unterstützt haben."

Mit Bildmaterial von LAT.

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