Charles Leclerc: Seit Anfang 2020 geht's in die richtige Richtung

Gegenüber dem Vorjahr hat Ferrari sich in dieser Saison deutlich steigern können: Charles Leclerc sagt, dass der Grundstein dafür bereits Anfang 2020 gelegt wurde

Charles Leclerc: Seit Anfang 2020 geht's in die richtige Richtung

Im vergangenen Jahr schloss Ferrari die Formel-1-Saison mit 131 Punkten (bei 17 Rennen) auf einem enttäuschenden sechsten Platz in der Konstrukteurs-WM ab. Diese Saison liegt das Team nach 20 Grands Prix (zwei stehen noch aus) mit 297,5 Punkten auf dem dritten Gesamtrang - 39,5 Zähler vor McLaren.

Zwar konnte die Scuderia 2021 noch keinen Sieg verzeichnen und stand bisher auch nur viermal auf dem Podium. Dafür konnten Charles Leclerc und Carlos Sainz in den meisten Rennen aber jeweils gut punkten. Einen zusätzlichen Schub gab die Einführung einer neuen Power-Unit in der zweiten Saisonhälfte.

Auf die positive Formkurve bei Ferrari angesprochen, analysiert Leclerc: "Von 2019 bis 2020 gab es natürlich einen Schritt zurück. Aber dann, ab 2020, gleich von Anfang an, haben wir sehr, sehr gut gearbeitet. Und ich konnte schon in der Saison 2020 spüren, dass wir in die richtige Richtung arbeiten."

"Auch wenn die Upgrades kleine Schritte waren, so waren es doch kleine Schritte in die richtige Richtung. Und das ist für mich immer ein gutes Zeichen. Es gab also keinen Durchbruch bei all diesen Verbesserungen. Aber es war eine konstante Verbesserung seit Anfang 2020, wo wir als Team bestmöglich reagiert haben."

Und der Ferrari-Pilot bestätigt: "Seit zwei oder drei Rennen hat uns die neue Power-Unit einen weiteren Schub gegeben, der für unsere Jagd nach dem dritten Platz in der Konstrukteurswertung von enormer Bedeutung war." In Sotschi kam das leistungsstärkere Aggregat bei Leclerc erstmals zum Einsatz.

In der Türkei waren erstmals beide Fahrer damit unterwegs. Doch das sei nur das offensichtlichste Puzzleteil im Entwicklungsprozess von Ferrari, meint auch Sainz. "Seit ich zum Team gekommen bin, hat sich das Team ständig weiterentwickelt, nicht nur in Bezug die Entwicklung des Autos mit dem Motor", sagt er.

Auch in operativer Hinsicht sieht der Spanier Verbesserungen. "Ich habe das Gefühl, dass wir in Bezug auf die Strategie, die Boxenstopps und die Art und Weise, wie das Team insgesamt arbeitet, große Fortschritte gemacht haben. Und wir führen die Wochenenden auf eine viel stärkere Art und Weise durch."

"Natürlich hilft ein stärkeres Paket", weiß Sainz. "Aber das Team selbst arbeitet auf einem sehr hohen Niveau, wie ich finde, wenn man den Vergleich zum Saisonbeginn zieht." In der Fahrerwertung liegt der Ferrari-Neuzugang nur 6,5 Punkte hinter Teamkollege Leclerc auf dem siebten Gesamtrang.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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