Charlie Whiting: Keine Sicherheitsvorrichtung wird jemals jeden Unfall abdecken

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Charlie Whiting: Keine Sicherheitsvorrichtung wird jemals jeden Unfall abdecken
Jonathan Noble
Autor: Jonathan Noble
08.05.2016, 13:51

Formel-1-Renndirektor Charlie Whiting findet, dass es ruhig ein paar Sekunden länger dauern dürfe, bis die Fahrer aus ihren Autos aussteigen können, wenn „Halo“ oder „Aeroscreen“ zum Schutz des Kopfes beitragen.

Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB12, mit Cockpitschutz
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB12, mit Cockpitschutz
Kimi Räikkönen, Ferrari SF16-H mit Cockpitschutz
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB12, mit Cockpitschutz
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H mit dem Halo-Cockpit-Cover
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H mit Halo-Cockpit-Cover
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H mit Halo-Cockpit-Cover
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H mit Halo-Cockpit-Cover
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB12 mit dem Aeroscreen
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB12 mit dem Aeroscreen
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB12 mit dem Aeroscreen
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB12 climbs the aeroscreen
Kimi Räikkönen, Ferrari SF16-H mit dem F1 Halo Cockpit System

Ab 2017 soll entweder der „Halo“ von Ferrari oder der „Aeroscreen“ von Red Bull der Standard-Cockpitschutz in der Formel 1 werden. Argumente, dass ein solcher Schutz sogar zur Gefahr werden könnte, lässt Renndirektor Charlie Whiting nicht gelten. Die schnelle Bergung eines Fahrers aus dem Cockpit nach einem Unfall sei zwar wichtig, die sei jedoch durch keine der beiden Lösungen beeinträchtigt.

Bildergalerie: Halo und Aeroscreen

Ausstiegstest

Whiting sagte ebenfalls, dass Red-Bull-Racing-Pilot Daniel Ricciardo in Russland einen Test gemacht habe, schnellstmöglich aus dem Cockpit auszusteigen und den nach den FIA-Richtlinien bestanden hätte.

„Wir haben Daniel am Donnerstag einen Ausstiegstest machen lassen und der lief okay. Er fuhr nur eine Runde, aber man weiß nie, was passieren könnte“, sagte Whiting. „Wir wollten sicher sein, dass er in der vorgeschriebenen Zeit aus dem Auto aussteigen könnte. Er konnte es und es wird mit der Zeit noch besser.“

 

„Dir Teams werden Systeme entwickeln, die es für die Fahrer einfacher machen, auszusteigen. Falls wir aber schließlich doch ein paar Sekunden mehr erlauben müssten, die sie zum Aussteigen haben, wäre das ein geringer Preis dafür, dass der Kopf der Fahrer besser geschützt ist.“

Crash Test

Whiting sagte auch, dass die FIA keine Bedenken habe, wenn ein Rad den Helm bei einem Crash Test mit dem Areroscreen leicht streife.

„Der Helm ist bei diesen Tests nicht fixiert“, sagte er. „Der Kontakt mit dem Kopf des Fahrers war in diesem speziellen Fall absolut minimal. Trotzdem wird keine Sicherheitsvorrichtung jemals jeden Unfall abdecken. Das ist nun mal so im Leben.“

 

„Man fügt immer mehr Dinge hinzu und macht alles immer sicherer. Die Halteseile der Räder sind im Laufe der Jahre immer stärker geworden und trotzdem reißen Räder unter extremen Umständen immer noch ab. Man verringert nur das Risiko, dass es passiert und das ist bei jeder Sicherheitsvorrichtung der Fall.“

Mit Informationen von Jonathan Noble

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Urheber Jonathan Noble
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