Chefdesigner macht Schluss! Red Bull muss neuen Personalabgang verkraften
Kurz vor dem diesjährigen Formel-1-Saisonstart muss Red Bull einen teuren Abschied verkraften: Chefdesigner Craig Skinner verlässt das Team mit sofortiger Wirkung
Chefdesigner Craig Skinner verlässt Red Bull mit sofortiger Wirkung
Foto: Mark Mark
Das Stühlerücken bei Red Bull geht auch kurz vor dem diesjährigen Saisonstart munter weiter: Am Dienstagmorgen bestätigte der Rennstall von Max Verstappen und Isack Hadjar, dass man sich mit sofortiger Wirkung von Chefdesigner Craig Skinner verabschieden muss.
Der Brite, der bereits zur Saison 2006 gemeinsam mit Adrian Newey zum Team aus Milton Keynes stieß, verlässt Red Bull auf eigenen Wunsch. Die genauen Gründe sind unbekannt, allerdings soll sein Abschied nicht im Zusammenhang mit den Abgängen von anderen Führungskräften in den letzten Monaten stehen.
Technik-Genie Newey wechselte zu Aston Martin, während der sportliche Direktor Jonathan Wheatley mittlerweile das Formel-1-Team von Audi leitet. Chefstratege Will Courtenay ist vor der Saison 2026 zu McLaren gewechselt, und auch Teamchef Christian Horner musste seinen Posten im vergangenen Jahr räumen.
Craig Skinner verlässt Red Bull nach 20 Jahren
Skinner, erfolgreicher Maschinenbau-Absolvent der Universität Glasgow, arbeitete vor seiner Karriere bei Red Bull bereits für Jordan und Williams. Bei den roten Bullen war der Brite zunächst als CFD-Ingenieur tätig, bevor er in leitende Positionen innerhalb der Aerodynamik-Abteilung aufstieg.
Nach vier Jahren als Leiter der Aerodynamik übernahm Skinner in der Saison 2022 die Position des Chefdesigners und arbeitete eng mit Newey und Technikdirektor Pierre Wache zusammen. Skinner verantwortete unter anderem die Gestaltung des RB19, mit dem Verstappen in der Saison 2023 seinen dritten WM-Titel holte.
"Nach 20 Jahren mit dem Team wird unser Chefdesigner Craig Skinner das Red-Bull-Technologie-Team verlassen", heißt es in einer offiziellen Mitteilung. "Craig war ein integraler Teil unseres Teams und des Erfolgs. Wir danken ihm für seine harte Arbeit und seine Hingabe. Das gesamte Red-Bull-Team wünscht ihm für die Zukunft das Beste."
Welche Folgen der Ausstieg von Skinner für Red Bull haben wird, muss sich erst noch zeigen. Bei den Testfahrten hinterließ das Team bisher einen soliden Eindruck, und auch die selbst entwickelte Antriebseinheit hat bei den ersten Testfahrten in Barcelona und Bahrain bislang alle Erwartungen übertroffen.
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