Christian Horner: "Ich rufe auch nicht Hamiltons Vater an…"

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Christian Horner:
Jonathan Noble
Autor: Jonathan Noble
Übersetzung: Stefan Ehlen
12.11.2016, 14:53

Weil Mercedes-Sportchef Toto Wolff versucht hat, via Jos Verstappen auf Formel-1-Fahrer Max Verstappen Einfluss zu nehmen, findet dessen Teamchef Christian Horner deutliche Worte.

Toto Wolff, Mercedes, Motorsportchef
Max Verstappen, Red Bull Racing, mit Vater Jos Verstappen
Max Verstappen, Red Bull Racing RB12. 11.11.2016. Formula 1 World Championship, Rd 20, Brazilian Gra
Max Verstappen, Red Bull Racing RB12. 11.11.2016. Formula 1 World Championship, Rd 20, Brazilian Gra
Max Verstappen, Red Bull Racing

"Ich bin überrascht darüber, dass Toto den Vater eines Piloten aus einem anderen Team anruft", sagte er bei Sky.

"Ich mache dergleichen nicht. Toto scheint aber eine gewisse Notwendigkeit verspürt zu haben, es zu tun."

"Ich habe sicher nicht vor, Lewis' Vater anzurufen. Und ich habe die Nummer von Keke nicht, also kann da schon mal nichts passieren."

Anschließend gab es noch eine Breitseite in Richtung Wolff und Mercedes: "Ich finde, das ist Mist. Jeder kann sein Rennen fahren. Aber wenn Toto will, dann können wir am Sonntag um 11 Uhr ein Fahrerbriefing einberufen, ehe wir um 14 Uhr das Rennen fahren."

Ernsthaft fügt Horner hinzu: "Daniel und Max geben da draußen ihr Bestes, um das bestmögliche Ergebnis einzufahren. Dafür werden sie bezahlt."

"Natürlich wird um die Meisterschaft gefahren, aber das ist eine Sache der betroffenen Fahrer. Unser Interesse gilt dem Rennen und einem guten Ergebnis – wie in jedem anderen Rennen auch. Seine Gegner behandelt man immer mit Respekt."

Eben diesen Respekt hatte Wolff offenbar von Verstappen einfordern wollen. "Jos und ich sind befreundet", meint Wolff. "Ich habe mich nicht bei ihm beschwert. Ich habe keinerlei Problem mit Max."

Allerdings soll Wolff im Telefonat mit Verstappen Sr. sehr wohl darauf hingewiesen haben, Verstappen Jr. möge sich doch bitte aus dem Titelkampf heraushalten – wahrscheinlich mit Blick auf den Großen Preis von Mexiko, als es zu einer Berührung zwischen Verstappen und Rosberg gekommen war.

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