Christian Horner: "Max war 2022 wirklich herausragend"

Red-Bull-Teamchef Christian Horner rekapituliert die Rekordsaison von Max Verstappen und verrät, welche Rennen er in besonderer Erinnerung hält

Christian Horner: "Max war 2022 wirklich herausragend"
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Er holte einen Rückstand von 46 Punkten auf und münzte ihn in einen Vorsprung von 146 Punkten um. Er stand bei 17 von 22 Grands Prix auf dem Podium und stellte mit 15 Siegen in einer Saison einen neuen Allzeitrekord auf. Die Zahlen zu Max Verstappens Formel-1-Saison 2022 sprechen für sich.

Nach einem schwierigen Start in die ersten Rennen war der Red-Bull-Pilot auf den meisten Strecken das Maß der Dinge und machte seinen zweiten Titel in Japan bei noch vier ausstehenden Rennen perfekt. Im Vergleich zum Vorjahr, wo die Entscheidung im letzten Rennen fiel, also eine klare Sache.

Auf diesen Vergleich angesprochen, sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner: "2021 war ein episches Jahr, das in die Geschichte eingehen wird. Und ich denke, dass Max, nachdem er das durchgemacht und am Ende triumphiert hat, einen weiteren Schritt gemacht hat. Man vergisst ja oft, wie jung er noch ist."

Horner: "Er hat weiter und weiter geliefert"

Doch trotz seiner erst 24 Jahren habe der Niederländer beim Fahren eine enorme Reife an den Tag gelegt, findet Horner. "Er hat dieses Jahr einfach eine neue Ebene erreicht, wenn man sich die Grands Prix ansieht, die er gewonnen hat - gerade zu Beginn."

"Der Doppelsieg in Imola (im Sprint und im Hauptrennen; Anm. d. R.) war spektakulär", erinnert der Teamchef an Verstappens ersten Saisonsieg im vierten Rennen. "Auch der Kampf mit Charles (Leclerc) in Miami mit Charles war atemberaubend."

"Und dann hat er einfach weitergemacht, wie ein Metronom, er hat weiter geliefert. Und je mehr Druck es gab, desto mehr hat er geliefert. Es gab einige unglaubliche Siege. Da fällt mir Ungarn ein, wo er eine Strafe hinnehmen und sich durch das Feld arbeiten musste. Oder Spa, da war er total dominant", so Horner.

"Dann der Druck in Zandvoort (beim Heimrennen). Die Liste ließe sich also endlos fortsetzen. Ich denke, er war in diesem Jahr wirklich herausragend. Es war eine unglaubliche Saison für ihn. Es war eine unglaubliche Saison für das Team."

Japan-Sieg samt Titel "etwas ganz Besonderes"

Den titelentscheidenden Sieg in Japan, auf der Heimstrecke von Honda, vier Rennen vor Schluss hebt Horner auch noch einmal als "eine ganz besondere Leistung" hervor.

"Trotz der Verwirrung, ob er tatsächlich gewonnen hatte oder nicht, sind wir sehr dankbar dafür, dass Dietrich Mateschitz die Möglichkeit hatte, zu sehen, wie Max den Titel verteidigen konnte." Es war das letzte Formel-1-Rennen, dass der Red-Bull-Gründer miterlebte. Er erlag kurz darauf einem Krebsleiden.

"Das war also das Positive daran, die Mission Titelverteidigung in Japan vorzeitig beenden zu können. Es war etwas ganz Besonderes für Max und für das Team, und wie gesagt, ich denke, dass er in diesem Jahr wirklich herausragend war", bekräftigt Horner.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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