"Cooler Zustand": Oscar Piastri spricht über seinen mentalen Durchbruch
Oscar Piastri hat im Vorjahr seine bisher stärkste Formel-1-Saison bestritten: Wie sich dabei auch das Selbstbewusstsein des McLaren-Piloten deutlich verändert hat
Oscar Piastri fuhr 2025 seine bisher stärkste Formel-1-Saison
Foto: Getty Getty
McLaren-Pilot Oscar Piastri hat offen darüber gesprochen, wie ein mentaler Wandel in der Saison 2025 seine gesamte Herangehensweise in der Formel 1 verändert hat und welchen entscheidenden Einfluss diese Veränderung für ihn hatte.
In seiner dritten Formel-1-Saison gelang Piastri der Durchbruch auf ein neues Leistungsniveau: Gesamtplatz drei, sieben Grand-Prix-Siege und neun Podestplätze sprechen eine klare Sprache. Zum Vergleich: 2024 hatte der Australier die Saison noch auf dem vierten Rang abgeschlossen, mit lediglich zwei Siegen und sechs Podiumsresultaten.
Im Gespräch mit Quad Lock räumt der 25-Jährige ein, dass ihn das Ausmaß dieses Fortschritts selbst überrascht hat: "Insgesamt war der Schritt, den ich von 2024 auf 2025 gemacht habe, wahrscheinlich größer, als ich und ziemlich viele andere erwartet hatten", sagt Piastri.
Piastri wusste: "Kann jedes Wochenende gewinnen"
Ausschlaggebend sei dabei vor allem ein mentaler Wandel gewesen. "Es war wirklich eine coole Sache, diesen Fortschritt zu machen und in die Rennwochenenden zu gehen", schildert der McLaren-Pilot und deutet an, wie stark sich vor allem sein Selbstverständnis als Siegkandidat verändert hat.
"Ich glaube, das war das erste Jahr, in dem ich in jedes Rennwochenende gehen konnte und wusste: Wenn ich meine Aufgabe gut genug erledige und nahe an mein Potenzial komme, kann ich jedes Wochenende gewinnen", ergänzt der aktuelle WM-Sechste.
In den Jahren zuvor habe es zwar immer wieder einzelne Wochenenden gegeben, an denen dieses Gefühl vorhanden war, jedoch nie über eine komplette Saison hinweg. "Und gleichzeitig war da immer diese Frage: Was muss ich als Nächstes lernen oder verbessern?"
Oscar Piastri: "Das ist ein ziemlich cooler Zustand"
Dieser Prozess sei nie abgeschlossen. "Man versucht immer, sich weiterzuentwickeln", betont Piastri, der 2025 dennoch einen Unterschied gespürt hat. "Auf einem Niveau zu sein, auf dem ich an die meisten Wochenenden gehen konnte mit dem Gedanken: Wenn ich das abrufe, wozu ich fähig bin, kann ich gewinnen. Das ist ein ziemlich cooler Zustand."
Umso härter gestaltet sich nun der Start in die Formel-1-Saison 2026, denn nach den ersten drei Rennen hat Piastri lediglich 21 Punkte auf seinem Konto. In Australien konnte er nach einem Unfall in der Erkundungsrunde gar nicht erst starten, in China wurde er durch einen technischen Defekt gestoppt.
Erst beim Großen Preis von Japan griff Piastri wieder aktiv ins Renngeschehen ein - und fuhr prompt auf den zweiten Rang. Damit ist klar: Das Potenzial ist weiterhin vorhanden, doch die Saison 2026 fordert dem Australier schon früh ein Höchstmaß an Resilienz ab.
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