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Coulthard: Red Bull steckt wegen Lambiase-Wechsel in der Zwickmühle

Der Wechsel von Gianpiero Lambiase zu McLaren bringt Red Bull in Schwierigkeiten: David Coulthard erklärt, warum die Übergangsphase problematisch werden könnte

Coulthard: Red Bull steckt wegen Lambiase-Wechsel in der Zwickmühle

Der Wechsel von Lambiase könnte Red Bull in Schwierigkeiten bringen

Foto: LAT Images

Die Ankündigung von Gianpiero Lambiase, nach der Saison 2027 zu McLaren zu wechseln, ist eine Hiobsbotschaft für Red Bull. Zwar bleibt der langjährige Verstappen-Ingenieur den Bullen vorerst noch erhalten, allerdings könnte das früher oder später für Probleme sorgen, meint Ex-Formel-1-Pilot David Coulthard.

"Er hat noch einen Vertrag mit Red Bull. Wir gehen davon aus, dass er diesen Vertrag auch weiterhin erfüllen wird", sagt der Brite im Podcast Up To Speed. "Aber natürlich ist einer der kniffligen Punkte für Red Bull, dass er am Ende des Jahres nicht mit einem Laptop voller Daten aus dem Werk gehen kann."

"Was er sich aber im Kopf gemacht hat, darf er mitnehmen. Also wird es einen Punkt geben, an dem sie sagen: 'Du kannst eigentlich nicht mehr an diesem Auto arbeiten, oder du kannst definitiv nicht mehr an irgendwelchen Diskussionen über Entwicklungen für 2027 und darüber hinaus teilnehmen.'"

"Das wird dann zu einer unangenehmen Situation", weiß Coulthard, der aus eigener Erfahrung spricht, denn "ich war selbst schon in dieser Situation." Was der Schotte damit genau meint? Nach der Formel-1-Saison 1995 hat Coulthard einen Wechsel von Williams zu McLaren vollzogen und dem britischen Traditionsrennstall den Rücken gekehrt.

Coulthard überzeugt: "Das belastet die Beziehung"

"Ende 1995 hatte ich bereits unterschrieben, zu McLaren zu wechseln, und man geht trotzdem ganz normal durch das Rennwochenende", erinnert sich der heute 55-Jährige. "Aber ich durfte bestimmte Bereiche in der Fabrik bei Williams nicht mehr betreten, verständlicherweise, weil ich zu einem anderen Team wechsle."

"Das belastet die Beziehung und führt zu Kompromissen." Genau das könnte auch bei Lambiase, liebevoll auch "GP" genannt, zutreffen. Der Verstappen-Ingenieur werde jedenfalls nicht bis zum Schluss intensiv bei Red Bull arbeiten dürfen, glaubt der Ex-Pilot.

"Was McLaren sich sicher erhoffen würde, ist, dass Red Bull GP frühzeitig aus seinem Vertrag entlässt, die Verpflichtung zur Gehaltszahlung aufhebt und ihm erlaubt, früher zu McLaren zu wechseln", sagt Coulthard. "Aber andererseits: Warum sollte man irgendetwas tun wollen, das den Konkurrenten einen Vorteil verschafft?"

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