Coulthard warnt Aston Martin: "Massive Strafen" drohen bei Honda-Aufholjagd
Nach schwachem Saisonstart steht Aston Martin unter Druck: Ex-Formel-1-Fahrer David Coulthard warnt vor Budgetstrafen und sieht Alonso am Ende seiner Karriere
Fernando Alonsos Formel-1-Karriere nähert sich einem tragischen Ende
Foto: Formel 1
Der schwierige Start von Aston Martin in die Formel-1-Saison 2026 sorgt im Fahrerlager für Diskussionen. Besonders die Probleme mit der neuen Honda-Powerunit könnten für das Team langfristige Folgen haben. Der frühere Formel-1-Pilot David Coulthard ist zwar überzeugt, dass sich Aston Martin und Honda wieder erholen werden - allerdings könnte der Weg dorthin teuer werden.
Coulthard verweist auf die Budgetobergrenze als entscheidenden Faktor. Wenn Honda den Motor schnell verbessern will, könnte das Kostenlimit zum Problem werden. "Sie werden zurückkommen", sagt Coulthard im Podcast Up To Speed. "Aber mit massiven Strafen, weil sie über die Budgetobergrenze gehen müssen, um diesen Motor zu entwickeln."
Der Schotte erinnert dabei an Hondas schwierige Vergangenheit in der Formel 1. "Das letzte Mal hatten wir solche Probleme, als Honda McLaren mit Motoren versorgt hat - und diese Beziehung endete bekanntlich nicht gut." Damals führte die Krise letztlich zu einer erfolgreichen Partnerschaft mit Red Bull.
Coulthard: Letzte Chance für Alonso
Auch die Zukunft der Fahrer bei Aston Martin wird bereits diskutiert. Coulthard glaubt, dass Fernando Alonso sich trotz der schwierigen Situation auf seine eigene Leistung konzentrieren muss. "Als Fahrer musst du dich auf deinen Job konzentrieren", sagt er. "Du entwickelst weder den Motor noch das Auto."
Gleichzeitig sieht Coulthard den Spanier am Ende seiner Karriere. "Das ist der letzte Chance-Salon für Fernando Alonso", erklärt er. "Wenn seine Aston-Martin-Zeit vorbei ist, geht er nicht mehr zu Ferrari oder Red Bull." Mit Blick auf Alonsos Alter wird Coulthard deutlich: "Er ist 45 Jahre alt. So brillant er ist - das ist das letzte oder vorletzte Jahr seiner Karriere."
Stroll bleibt wohl bei Aston Martin
Bei Lance Stroll stellt sich die Situation laut Coulthard anders dar. Der Kanadier dürfte kaum die Möglichkeit haben, zu einem anderen Team zu wechseln. "Was soll er sagen? Dass er für ein anderes Team fahren will?", fragt Coulthard. "Erstens: Wer würde ihn nehmen? Und zweitens wird er das nicht sagen."
Seiner Meinung nach wird Stroll einfach weiterfahren, bis Aston Martin ein konkurrenzfähiges Auto baut. Coulthards Podcast-Kollegin Naomi Schiff glaubt, dass vor allem Team-Besitzer Lawrence Stroll zunehmend frustriert sein dürfte.
"Sie haben unglaublich viel Geld in dieses Team investiert", sagt sie. Neue Fabriken, ein moderner Windkanal und zahlreiche Top-Ingenieure sollten Aston Martin eigentlich an die Spitze bringen. Auch der Transfer von Stardesigner Adrian Newey wurde als großer Coup gefeiert.
Umso größer sei nun die Enttäuschung. "Dann kommst du zum Saisonstart mit einem Motor, der einfach nicht funktioniert", sagt Schiff.
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