Damon Hill: Frank Williams hasste es, Fahrer zu bezahlen

Im Team von Frank Williams erlebte Damon Hill seine beste Zeit in der Formel 1 - Der verstorbene Teamchef sei bei den Fahrergehältern aber recht geizig gewesen

Damon Hill: Frank Williams hasste es, Fahrer zu bezahlen

Von 1993 bis 1996 fuhr Damon Hill für das Williams-Team. In dieser Zeit lernte der Brite auch den legendären Teamchef Frank Williams kennen und schätzen. Nach zwei Vizemeisterschaften 1994 und 1995 gelang Hill 1996 schließlich der ersehnte WM-Titel, ehe sich die Wege von Fahrer und Team trennten.

Anlässlich des Todes von Frank Williams sprach Hill im Podcast 'F1 Nation' über seinen ehemaligen Chef und erinnerte sich, dass dieser bei der Frage der Fahrergehälter ziemlich geizig war. "Er hasste es, Fahrer zu bezahlen. Er dachte, das sei rausgeschmissenes Geld, das man eher ins Auto stecken sollte", sagt Hill mit einem Lachen.

Williams führte das Team damals mit seiner Frau Viginia, genannt Ginny. "Er und Ginny waren der Meinung, dass Fahrer nur Angestellte sind. Er selbst hat die Rolle des Fahrers als wichtigen Teil immer heruntergespielt", blickt Hill zurück.

Williams selbst jedoch, weiß der heute 61-Jährige, wäre sehr gerne selbst Rennfahrer in seinem eigenen Auto gewesen, so wie auch die legendären Jack Brabham und Bruce McLaren. "Er wäre selbst sehr gerne ein Fahrer gewesen, wie alle anderen auch. Sie alle haben es geliebt, in ihrem Auto zu sitzen. Wer auch nicht? Aber leider war es ihm nicht vergönnt", so Hill.

Nach einem schweren Autounfall 1986 war Williams querschnittsgelähmt. Dennoch baute er das Team zu einer der dominanten Kräfte der frühen und mittleren 1990er-Jahre auf. Im Alter von 79 Jahren war er in der vergangenen Woche in einem Krankenhaus gestorben.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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