Dan Fallows: Hatte mit Aston Martins "Red-Bull-Seitenkasten" nichts zu tun

Kurz nach der Ankunft von Ex-Red-Bull-Aerodynamiker Dan Fallows kam Aston Martin mit einer ähnlichen Version des AMR22 um die Ecke, doch damit habe er nichts zu tun

Dan Fallows: Hatte mit Aston Martins "Red-Bull-Seitenkasten" nichts zu tun
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Kaum taucht Red Bulls früherer Aerodynamik-Chef Dan Fallows bei Aston Martin auf, bringt der Rennstall einen überarbeiteten Boliden, der deutliche Ähnlichkeiten mit dem RB18 aufweist. Doch der neue Technikchef bei Aston Martin betont, dass das nichts mit ihm zu tun habe.

Fallows wurde Mitte der vergangenen Saison von Red Bull zu Aston Martin abgeworben und durfte nach einer Auszeit zu Beginn des Jahres in Silverstone anfangen. Sportlich war das für ihn erst einmal ein Rückschritt. Denn während Red Bull 2022 wohl beide WM-Titel holen wird, ist sein aktueller Rennstall nur am Ende des Feldes zu finden und kämpft darum, nicht in Q1 auszuscheiden.

"Als ich den AMR22 zum ersten Mal sah, unterschied er sich deutlich von der Philosophie von Red Bull", sagt Fallows. Er kannte natürlich die Pläne von Red Bull, weil die Arbeiten am RB18 schon weit fortgeschritten waren, als er Red Bull verließ. "Daher habe ich ein ziemlich gutes Verständnis dafür, was sie gemacht haben und wie sie an die Dinge herangegangen sind."

Zwar würde er nicht sagen, dass er den AMR22 auf den ersten Blick nicht für schnell hielt, "aber ich dachte, dass es eine Herausforderung sein würde, die Art von Leistung zu erreichen, die Red Bull mit dem Konzept ihres Autos erreichen wollte".

"Ich war neugierig auf die Denkweise hinter der AMR22-Philosophie, aber als ich ankam, war das Team bereits zu dem Schluss gekommen, dass sie eine alternative Designlösung verfolgen mussten", so Fallows.

Mit dem ursprünglichen Konzept fuhr Aston Martin der Konkurrenz hinterher. In Barcelona stellte das Team dann eine runderneuerte Version des Boliden vor, die große Ähnlichkeiten mit dem Red-Bull-Konzept aufwies. Zufall? Oder hatte Fallows schon seine Finger im Spiel?

"Nein, überhaupt nicht", betont er. "Das Upgrade war bereits geplant, bevor ich ankam. Ich verstehe vollkommen, warum das Team es getan hat. Das Auto wurde immer mit zwei Konzepten im Hinterkopf entwickelt, und ich hatte schon sehr früh das Gefühl, dass es in die falsche Richtung ging."

Er gibt aber zu, dass ihm der Wechsel des Konzepts geholfen habe, sich schneller in seiner Rolle zurechtzufinden. "Ich habe mehr von dem Konzept verstanden, das wir beim Großen Preis von Spanien vorgestellt haben, als von dem vorherigen Konzept."

Den großen sportlichen Erfolg brachte das Upgrade trotzdem nicht: Noch immer liegt Aston Martin nur auf dem neunten Rang in der Konstrukteurs-WM.

Mit Bildmaterial von Red Bull.

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