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Dan Towriss: Ablehnung der anderen Teams hat Cadillac besser gemacht

Formel-1-Neueinsteiger Cadillac war im Starterfeld anfangs unerwünscht, hat sich aber durchgesetzt: CEO Dan Towriss glaubt, dadurch sogar besser geworden zu sein

CEO Dan Towriss: Ablehnung der anderen Teams hat Cadillac besser gemacht

Cadillac kämpft aktuell noch um den Anschluss

Foto: LAT Images

Die anderen zehn Teams haben lange dagegen angekämpft, dass ein elftes Team in die Formel 1 einsteigt, doch am Ende hat es Cadillac geschafft. Das US-Team ist in diesem Jahr neu dabei. "Ja, sie haben sich vehement dagegen gewehrt", blickt Geschäftsführer Dan Towriss vor allem auf die vergangenen beiden Jahre zurück.

Die Bewerbung von Andretti wurde Anfang 2024 sogar abgelehnt; und erst mit General Motors (GM) im Rücken wurde schließlich doch noch grünes Licht für den Einstieg in die Königsklasse erteilt. "Aber jetzt, wo die Teilnahme genehmigt ist, fühlen wir uns im Fahrerlager akzeptiert", ergänzt Towriss im Podcast Beyond the Grid.

Der Empfang sei "großartig" gewesen, erinnert der Geschäftsführer des neuen Formel-1-Teams an den Saisonstart in Australien. Dass Cadillac mittlerweile auch von der Konkurrenz respektiert wird, liege vor allem an Teamchef Graeme Lowdon, meint Towriss.

"Graemes Beziehungen in der Formel 1 sind ja schon lange etabliert, und ich denke, er hat da hervorragende Arbeit geleistet", ergänzt der US-Amerikaner. "Ja, wir fühlen uns von den Teams definitiv akzeptiert - im Sinne von: Ihr seid jetzt Konkurrenten, also werden wir euch auf der Strecke schlagen, und das ist völlig in Ordnung."

Cadillac will "die richtige Basis schaffen"

"Und ehrlich gesagt: Selbst wenn ich an den Widerstand zurückdenke, sehe ich das heute sogar positiv, weil wir dadurch besser geworden sind", schmunzelt der Boss des neuen Formel-1-Teams, das sich vom Gegenwind der anderen Teams eher motiviert fühlte.

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"Ich denke, das Team ist mit jedem Schritt besser geworden", sagt Towriss. Allerdings ist sein neues Team bei den ersten beiden Rennen in Australien und China bislang noch chancenlos hinterhergefahren und hat sich lediglich mit Aston Martin duelliert. "Es ist die Formel 1. Nichts davon sollte einfach sein."

Es sei wichtig, "keine willkürlichen Erwartungen an eine bestimmte Platzierung oder Punktzahl stellen", betont der US-Amerikaner. "Es geht vielmehr um Entwicklung. Wir engagieren uns langfristig in der Formel 1 und wollen daher die richtige Basis schaffen."

"Das klingt jetzt vielleicht etwas langweilig: ein sicheres, zuverlässiges Auto - dann die Leistung. Und ich bin eigentlich ziemlich zufrieden damit, wie wir in Bahrain und bei den Tests aussahen. Jetzt fangen wir also an, dieses Auto weiterzuentwickeln."

Cadillac muss sich möglichst schnell weiterentwickeln

Immerhin, so erinnert der Cadillac-Verantwortliche, sei das Auto komplett am Computer entworfen worden. "Es gab keine Streckendaten, um dieses Auto zu entwickeln, was unglaublich ist, wenn man es so betrachtet. Jetzt, da die Daten eintreffen, kalibrieren und optimieren wir die Tools."

Entscheidend wird also sein, wie schnell sich Cadillac in diesem Jahr weiterentwickelt, doch genau hier steckt das neue Formel-1-Team aktuell in einem Teufelskreis. "Wir wollen nicht wie ein Team im ersten Jahr wirken. Wir wollen die Erwartungen übertreffen."

"Unser Ziel ist es, gegen andere Autos zu fahren. Wir wollen nicht nur im hinteren Feld herumfahren, sondern aktiv Rennen fahren. Das ist unser Ziel", stellt Dan Towriss klar. "Und diese Entwicklungsgeschwindigkeit des Teams wird in diesem Jahr entscheidend sein."

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