Daniel Abt verwundert über F1-Kritik: "Verstehe ich gar nicht!"
Ex-Fahrer Daniel Abt kann die Aufregung um das neue Formel-1-Reglement nicht verstehen und glaubt, dass es nach Änderungen immer Nörgler gibt
Daniel Abt fuhr in der Formel E unter anderem für Audi
Foto: LAT
Das neue Formel-1-Reglement 2026 hat in den ersten drei Rennen für eine Menge Diskussionen gesorgt. Für den früheren Formel-2- und Formel-E-Piloten Daniel Abt ist die ganze Kritik von außen jedoch nicht nachzuvollziehen. "Ganz ehrlich? Ich verstehe die ganze Aufregung gar nicht", schreibt der Deutsche auf seinem LinkedIn-Profil.
Die Formel-1-Saison 2026 hat den Fans ein komplett anderes Racing als in den vergangenen Saisons beschert. Durch die neuen Features wie Overtake-Mode, aktiver Aerodynamik oder Boost gibt es nun wieder mehr Überholmanöver.
Allen voran das Thema Energiemanagement hat für mehr Positionsveränderungen und Zweikämpfe gesorgt - aber auch für Kritik. Viele Fans sind der Meinung, dass die Manöver unecht seien, weil ein Fahrer mit einer leeren Batterie wehrlos ist und die Duelle durch einen Jojo-Effekt künstlich verlängert werden.
Doch Abt geht die Dauernörgelei zu weit: "Ist das hier nicht das Ergebnis dessen, was wir die letzten Jahre gefordert haben?", meint er. "Alle wollten mehr Überholmanöver, mehr Variabilität und weniger DRS-Zug. Jetzt kommt ein neues Reglement, das genau das erzwingt. Und anstatt uns darüber zu freuen, fallen wir wieder in dieselbe Falle - und plötzlich ist es wieder nicht richtig."
Für ihn ist es typisch, dass nach einer großen Veränderung sofort wieder die Empörung kommt: "Wir wollen Veränderung, aber wollen auch nicht wirklich, dass sich etwas verändert", so Abt.
Er sagt: "Die Formel 1 war noch nie ein 'fairer' Sport. Der Wettbewerb bestand schon immer darin, als Team die Regeln besser zu interpretieren als alle anderen." Abt weiter: "Und auch wenn Mercedes gerade ein dominantes Auto hat, ist das nichts, was es nicht schon mal gab. Das gehört nun mal zu diesem Sport dazu."
Er persönlich findet die Formel-1-Rennen "deutlich offener und unterhaltsamer im Vergleich zu früher", wie er betont.
Abt kann sich die Rennen mittlerweile in Ruhe im Fernsehen anschauen, denn seine eigene Fahrerkarriere hatte er 2020 für beendet erklärt. Der 33-Jährige war nach seinem Meistertitel in der ADAC Formel Masters Vizemeister in der Deutschen Formel-3-Meisterschaft und der GP3-Serie geworden.
Nach zwei Jahren in der GP2-Serie, dem Vorgänger der Formel 2, fuhr er sechs Jahre lang in der Formel E, wo er zwei Rennen für Audi gewinnen konnte, darunter sein deutsches Heimspiel in Berlin.
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