Daniel Ricciardo: Lando Norris erinnert mich an meine dritte Saison

Warum sich McLaren-Fahrer Daniel Ricciardo bei seinem Formel-1-Teamkollegen Lando Norris in der Saison 2021 an sich selbst erinnert fühlt

Daniel Ricciardo: Lando Norris erinnert mich an meine dritte Saison

"Lando erlebt in dieser Saison seinen Durchbruch", sagt McLaren-Fahrer Daniel Ricciardo über seinen Teamkollegen Lando Norris. Und das komme für ihn nicht überraschend: "Er hatte schon 2020 einige starke Ergebnisse, aber in diesem Jahr kommt es gehäuft." In der Tat: In bisher 17 Rennen stand Norris bereits vier Mal unter den Top 3 und belegt vor dem Mexiko-Grand-Prix P5 in der Fahrerwertung. Und all das im ersten dritten Jahr in der Formel 1.

Deshalb fühlt sich Ricciardo bei Norris an seine eigene Laufbahn erinnert. Er meint: "Ich erkenne Ähnlichkeiten zu meiner dritten Saison in der Formel 1. Da machst du einen Schritt beim Selbstvertrauen. Du fährst auch gut und dein Fahrkönnen wird besser. Das ist ganz natürlich, wenn du mehr Zeit in der Formel 1 hast."

Im Gegensatz zu Norris hatte Ricciardo im dritten Formel-1-Jahr aber schon einen Teamwechsel hinter sich gebracht: Nach einer halben Saison bei Hinterbänkler-Team HRT wechselte Ricciardo für 2012 zu Toro Rosso, von dort nach zwei Jahren weiter zu Red Bull. In seiner dritten kompletten Formel-1-Saison fuhr er erstmals für ein Topteam und erzielte prompt drei Siege als Teamkollege von Sebastian Vettel.

Ricciardo: Gehe immer von einem starken Gegner aus

Gewonnen hat sein aktueller Teamkollege Norris zwar noch nicht, doch Ricciardo zweifelt nicht am Können des anderen McLaren-Fahrers: "Ich wusste schon immer, dass er schnell und talentiert ist. Wie sehr, das weit du nicht, bis du ihn als Teamkollegen hast. Ich gehe aber immer davon aus, dass der andere Kerl das Beste ist seit der Erfindung von geschnittenem Brot. So gesehen gibt es keine Überraschungen."

Wenn, dann hätten die Erwartungen an 2021 nur in seinem eigenen Fall nicht gepasst. Ricciardo ist in der ersten Saisonhälfte schließlich mehrheitlich hinter Norris geblieben. Das sei "schwer zu akzeptieren" gewesen, räumt Ricciardo nun ein. Seit der Sommerpause aber erkennen er und Teamchef Andreas Seidl einen Aufwärtstrend. Ricciardo selbst meint, es "läuft besser".

Die Ergebnisse geben ihm Recht: Seit Spa hat Ricciardo in sechs Rennen vier Top-5-Resultate eingefahren, darunter den ersten McLaren-Sieg seit 2012, wohingegen Norris nur einmal unter die besten Fünf fuhr.

Aber: Teamintern sei alles im Lot, besonders bei der Weiterentwicklung, betont Ricciardo. Er spricht von einer "ziemlich starken Arbeitsbeziehung" zwischen ihm und Norris. "Lando und ich aber streben in 99 Prozent der Fälle nach den gleichen Schritten. Das dürfte entscheidend zur Entwicklung und den Upgrades [in diesem Jahr] beigetragen haben. Da sind wir also gut aufgestellt." Und die WM-Gesamtwertung sieht McLaren mit Ricciardo und Norris aktuell als besten Verfolger von Mercedes und Red Bull.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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