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Dank Corona-Protokoll: Formel 1 kann laut FIA "überall Rennen fahren"

Die FIA ist überzeugt, dank des von ihr eingeführten Corona-Protokolls mit der Formel 1 überall fahren zu können, sofern die örtlichen Regierungen es zulassen

Dank Corona-Protokoll: Formel 1 kann laut FIA "überall Rennen fahren"

Dank eines strengen Hygiene-Konzeptes und engmaschiger Tests konnte die Formel 1 einen Corona-Ausbruch im Paddock bisher verhindern. Und die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass das trotz steigender Infektionszahlen in vielen Ländern auch weiterhin gelingen wird, ganz egal, wo man gerade gastiert.

"Das einzige Problem sind aus meiner Sicht die Reisebeschränkungen der Regierungen", sagt Bruno Famin, operativer Direktor der FIA, im Interview mit 'Motorsport.com'. "Wir sind bereits in einigen Ländern oder in einigen Regionen Rennen gefahren, in denen die COVID-Situation ziemlich schlecht war, und wir haben es geschafft."

Dies wertet Famin als Beleg dafür, dass man mit den bestehenden Verfahren jetzt überall auf der Welt eine Veranstaltung ausrichten kann. "Das Problem ist die rechtliche Frage, die Reisebeschränkungen. Ob wir unter Quarantäne gestellt werden müssen oder nicht, und ob der örtliche Organisator die Genehmigung erhalten hat. Das ist der entscheidende Punkt. Es geht nicht um das Protokoll selbst."

Planung neuer Events braucht sechs Wochen Vorlauf

Mit Blick auf die nächste Saison hofft die Formel 1, einen normaleren Kalender zusammenstellen zu können. Allerdings ist momentan noch unklar, wie viele der regulären Veranstaltungen grünes Licht erhalten werden, da ungewiss bleibt, wie sich die Coronavirus-Pandemie in den nächsten Monaten entwickeln wird.

Laut Famin wird für die Planung neuer Rennen in der Zukunft eine Vorlaufzeit von bis zu sechs Wochen benötigt: "Wir müssen die Abläufe mit den lokalen Behörden organisieren. Wir müssen wissen, wie wir mit den Testzentren zusammenarbeiten werden. Und wir müssen wissen, wo die Grenzen liegen, wer wohin gehen darf und wie wir die Temperaturkontrolle durchführen. Es sind all diese Details."

Zwar hat es auch im Formel-1-Umfeld zuletzt einen Aufwärtstrend bei den positiven Fällen gegeben. Die Betroffenen zählten vornehmlich zum Hilfspersonal, das mit der Formel 1, der FIA oder den Teams nicht direkt in Verbindung steht. Trotz dieses Anstiegs zeigt sich Famin mit dem Stand der Dinge aber zufrieden.

Famin: "Es ist ganz normal, positive Fälle zu haben"

"Schon zu Beginn der Saison, als wir in Österreich wieder an den Start gingen, bestand die Herausforderung nicht darin, positive Fälle zu vermeiden", sagt er und erklärt: "Es ging natürlich auch darum. Aber das Wichtigste waren Prozesse, die es uns ermöglichen, weiter Rennen zu fahren und das auch bei positiven Fällen, ohne dass es zu Ausbrüchen im Fahrerlager oder in der örtlichen Bevölkerung kommt."

Denn positive Fälle zu haben, sei normal. "Die Herausforderung besteht darin, es zu bewältigen, den engen Kontakt zu identifizieren, den engen Kontakt zu isolieren, den Beginn eines möglichen Ausbruchs zu verhindern, ohne weitere Probleme zu haben. Das ist wirklich die Herausforderung, bei all den Events, auf die wir zusteuern."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Urheber Juliane Ziegengeist