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"Das Auto fährt sich gut": Das Mercedes-Fazit zum F1-Shakedown

George Russell im Mercedes W17 beim Formel-1-Shakedown 2026

Foto: Mercedes-Benz

Mit über 2.300 Kilometern hat Mercedes beim Formel-1-Shakedown 2026 in Barcelona (den letzten Tag hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) einen hervorragenden Start in das neue Formel-1-Jahr hingelegt. Entsprechend zufrieden zeigen sich die Beteiligten: Kaum ein Gesicht in der Mercedes-Box, das nicht freudig grinsen würde. Der neue Mercedes W17 scheint sich von Anfang an zu bewähren.

"Insgesamt war es gut. Wir gehen definitiv mit viel Selbstvertrauen und großen Hoffnungen zu den Tests nach Bahrain", sagte Mercedes-Fahrer Andrea Kimi Antonelli nach Abschluss der Probefahrten. "Wir haben viele Runden zurückgelegt und hatten eine sehr gute Laufleistung, haben dabei viel über das Auto gelernt. Denn unser Hauptziel waren Longruns."

"Wir haben aber auch verschiedene Einstellungen getestet, um mehr über die Hybridkomponenten und deren Verhalten zu erfahren, wie das Auto reagiert und wie der Antrieb mit höheren Kurvengeschwindigkeiten umgeht." All das habe "sehr interessante" Erkenntnisse geliefert, sagte Antonelli.

Nur kleine Probleme - und die sind schon gelöst

Sein Mercedes-Teamkollege George Russell spricht nach drei Fahrtagen in Barcelona ebenfalls von einem "positiven Shakedown" für Mercedes und meint: "Das Auto fährt sich gut. Noch wichtiger ist jedoch, dass wir viele Kilometer zurücklegen konnten, ohne dass größere Probleme aufgetreten sind. Die kleinen Probleme konnten wir lösen, was ja auch der Zweck solcher Testfahrten ist."

Ganz nebenbei war Mercedes oft vorne dabei: Platz zwei am ersten Tag, Platz eins am dritten und erneut am vierten Tag der Testwoche. Dazu kamen die Dauerläufe mit dem neuen Mercedes-Antrieb im Heck. (Hier alle Testergebnisse zum Shakedown in Barcelona abrufen!)

Mercedes scheut die Favoritenrolle

Was das wert ist? Laut Russell noch nicht allzu viel: "Das Auto funktioniert gut, aber es geht nicht darum, dass das Auto gut funktioniert, sondern darum, wie schnell es ist. Diesbezüglich haben wir noch keine Anhaltspunkte. Daher müssen wir bis Bahrain warten, um einen Eindruck von der relativen Rangordnung zu bekommen."

Mercedes dürfe jedoch schon jetzt "zufrieden sein" mit der Basis, die man in Barcelona geschaffen habe. Doch Russell betont auch: "Drei Testtage in einer Saison mit 24 Rennwochenenden sind noch keine belastbare Grundlage, um zu viele Schlüsse zu ziehen."

Was Mercedes für die Testfahrten in Bahrain plant

Was bleibt, ist also vor allem die Gewissheit, alle wichtigen Punkte der eigenen To-Do-Liste abgehakt zu haben. Die Testwoche in Spanien sei so verlaufen, "wie wir es uns vorgestellt hatten", erklärte Andrew Shovlin, leitender Mercedes-Ingenieur an der Rennstrecke.

Auch er will die bisherige Leistung nicht überbewerten: "Wir haben uns in Barcelona wirklich nur darauf konzentriert, den W17 zu testen. In Bahrain werden wir uns dann dem Set-up widmen, was bei den kalten Temperaturen hier nicht möglich ist. So werden wir ein viel besseres Bild von den Möglichkeiten des Autos bekommen."

Bei den weiteren Formel-1-Tests in Bahrain werde Mercedes dank der Vorarbeit aus Barcelona "mehr oder weniger direkt loslegen können", sagte Antonelli. Das bedeutet laut Shovlin: Das Team arbeitet dort vor allem auf die Abläufe an einem Grand-Prix-Wochenende hin. "Der finale Test wird dann deutlich stärker im Zeichen der Rennvorbereitung stehen", erklärte Shovlin.

Doch auch dann werden Fragezeichen zum Kräfteverhältnis bleiben. Deshalb sagte Russell: "Ich freue mich auf die Tests in Bahrain, aber ehrlich gesagt freue ich mich jetzt einfach darauf, endlich Rennen zu fahren und wirklich zu sehen, wo wir alle stehen." Das dürfte sich erst im Qualifying zum Auftaktrennen in Australien zeigen.

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