Das elektronische Überwachungssystem: Lob und Kritik der Top-Piloten

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Das elektronische Überwachungssystem: Lob und Kritik der Top-Piloten
Autor: André Wiegold
22.07.2016, 08:00

Die Top-Piloten der Formel 1 haben unterschiedlich Meinungen zum neuen elektronischen Überwachungssystem zur Einhaltung der Streckenbegrezung geäußert.

Randsteine am Hungaroring
Sebastian Vettel, Ferrari
Randsteine am Hungaroring
Randsteine am Hungaroring
Letzte Kurve und Eingang der Boxengasse auf dem Hungaroring
Letzte Kurve und Eingang der Boxengasse auf dem Hungaroring
Tracklimit-Sensoren in Kurve 4 auf dem Hungaroring
Tracklimit-Sensoren in Kurve 4 auf dem Hungaroring
Tracklimit-Sensoren in Kurve 4 auf dem Hungaroring
Tracklimit-Sensoren in Kurve 4 auf dem Hungaroring
Tracklimit-Sensoren in Kurve 4 auf dem Hungaroring
Tracklimit-Sensoren in Kurve 4 auf dem Hungaroring
Tracklimit-Sensoren in Kurve 4 auf dem Hungaroring
Tracklimit-Sensoren in Kurve 4 auf dem Hungaroring

In Kurve 4 und 11 hat der Automobil-Weltverband (FIA) ein System installiert, das die Rennleitung alarmiert, wenn ein Fahrer die Strecke mit allen vier Rädern verlässt.

Quellen bei der FIA haben bestätigt, dass das System, wenn es in Ungarn gut funktioniert, auch auf anderen Rennstrecken zum Einsatz kommen wird.

Weltmeister Lewis Hamilton lobt die Neuerung: „Wenn wir uns Vorteile verschaffen, dann muss reagiert werden. Es ist ein Schritt vorwärts.“

„Hoffentlich wird es so für die Rennleitung deutlich einfacher, die Strafen während des Rennens zu managen, denn sie müssen nicht mehr Wiederholungen anschauen und entscheiden ob jemand die Strecke verlassen hat oder nicht. Ich denke, es wird gut sein.“

Auch Fernando Alonso unterstützt die Idee: „Ich glaube, dass es gut ist. So sind wir nicht von den Sportwarten oder den TV-Bildern abhängig.“

Bildergalerie: Die Formel 1 gastiert in Ungarn

„Es ist gut, ein automatisiertes System zu haben. Es gibt bereits die Technologie und deshalb ist es positiv, sie auch in der Formel 1 einzusetzen. Wir sollten in allen Bereichen das Maximum rausholen.“

Jensen Button hat sich ebenfalls lobend geäußert: „Es ist eine tolle Idee. Hoffentlich arbeitet das System korrekt. Ich denke, alle würden es vorziehen, überhaupt kein System haben zu müssen, aber es ist notwendig.“

„Die Kerbs auf den Rennstrecken sind mittlerweile alle sehr ähnlich und es ist ein Leichtes, im Kurvenausgang über sie drüber zu fahren. Deshalb brauchen wir ein Limit, das uns daran hindert, sie zu überfahren.“

„Das Lustige ist ja, dass die Piloten in Silverstone trotz der Androhung von Strafen über die Begrenzung gefahren sind. Das lag daran, dass diese Regelübertretungen schwierig zu beurteilen sind.“

Der größte Gegner des neues Systems ist Sebastian Vettel: „Ich denke die FIA ist für all das verantwortlich. Sie haben Strecken gebaut, auf denen man schneller ist, wenn man sie verlässt.“

„Ich denke, das Ziel sollte sein, Strecken zu bauen, die so konzipiert sind, dass ein Pilot auf der Strecke bleiben muss. Es ist keine Lösung, uns zu verbieten die Strecke zu verlassen und Sensoren zu installieren.“

Zudem kritisiert der Ferrari-Pilot die Randsteine: „Die Kerbs definieren den Charakter, die Seele der Strecke. Wenn wir auf allen Strecken die gleichen Kerbs verwenden, dann fühlen sich alle Strecken ähnlich an, nur mit anderen Arten von Kurven.“

„Es sind nicht nur die Kurven, sondern auch die Randsteine, die es uns im Auto ermöglichen, mehr aus uns herauszuholen. Mit einheitlichen Kerbs auf jeder Strecke, nimmt man uns diese Möglichkeit.“

„Es ist eine Schande, dass wir überall die typischen Kerbs verlieren. Zusammengefasst bin ich kein Fan davon.“

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