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Wieder keine Antwort am Funk: Vettel in Barcelona "angekratzt"

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Wieder keine Antwort am Funk: Vettel in Barcelona "angekratzt"
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Sebastian Vettel fragte sein Team am Funk, nach welcher Strategie er fahren soll: Die Antwort kam erst mit deutlicher Verspätung - Riskante Strategie geht zumindest auf

Nein, die Kommunikation zwischen Sebastian Vettel und Ferrari stimmt überhaupt nicht! Doch nachdem Sebastian Vettel in Silverstone und gestern im Qualifying von Barcelona den Schweiger gab, war es heute die Ferrari-Crew, die im Rennen von Spanien die notwendigen Antworten "verweigerte".

"Ihr müsst mir jetzt sagen, welche Pace ich fahren soll", funkte Vettel in der Mitte des zweiten Stints an seine Crew. Bis auf ein "Verstanden" von Renningenieur Riccardo Adami erhielt er aber keine zufriedenstellende Antwort. Erst rund fünf Runden später wurde Vettel gefragt, was er davon hält, mit den weichen Reifen bis zum Ende durchzufahren.

Vettels schnippischer Konter: 'Ah, das habe ich dich doch vorhin gefragt", ärgerte er sich und schickte noch ein paar ausgepiepste Worte in Richtung Kommandostand. Nett dürften die Worte damit nicht ausgefallen sein.

 

Vettel: "War ein bisschen angekratzt ..."

Nach dem Rennen erklärt er am Mikrofon von 'Sky': "Ich war ein bisschen angekratzt, denn ich hatte vorher ein paar Mal gefragt vorher, was genau wir vorhaben. Ich hatte schon im Kopf, dass wir vielleicht bis zum Ende gehen können mit den Reifen. Und dann war die Antwort, dass ich pushen soll. Das habe ich dann auch getan."

Die Rundenzeiten seien zu dem Zeitpunkt auch recht gut gewesen, doch wenig später schien Ferrari seine Meinung geändert zu haben und wollte es bei einem Boxenstopp belassen. "Dann war ich halt bisschen angekratzt, denn genau das habe ich mir vorher gedacht und versucht zu fragen", sagt Vettel. "Aber das hätte jetzt glaube auch nicht so viel geändert."

 

Doch auch wenn es sportlich nicht viel geändert haben mag, lässt die erneute Fehlkommunikation bei Ferrari tief blicken. "Sorry, Ferrari, das tut mir leid, das geht gar nicht", meint Ex-Pilot Ralf Schumacher. "Er hat überhaupt nicht verstanden, was Sebastian vorher gemeint hatte. Er hat überhaupt nicht begriffen, dass er seinen eigenen Ingenieur fragt, bitte sag mir, wie schnell ich fahren muss."

Für den Deutschen ist das schon "tragisch", wie Ferrari in diesem Fall agiert. Die Scuderia hat den Anspruch, um die WM zu kämpfen, scheint aber nicht in der Lage sein, richtig mit seinem Fahrer zu kommunizieren. "Das ist schon ein bisschen schlimm", so Schumacher.

Strategie geht auf: "Hatten nichts zu verlieren ..."

Sportlich kann man Vettel und Ferrari in Barcelona aber keinen Vorwurf machen. Die Einstoppstrategie ist am Ende aufgegangen und der viermalige Weltmeister konnte immerhin Rang sieben nach Hause bringen. "Wir sind viel Risiko eingegangen, andererseits hatten wir aber auch nichts zu verlieren", sagt Vettel.

Denn der Ferrari-Pilot war nach enttäuschenden Rennen in Silverstone nur von Rang elf in den Grand Prix gegangen. Die Konkurrenten um ihn herum stoppten alle zwei Mal, und Vettel wollte nach seinem Wechsel auf Soft-Reifen in Runde 29 etwas anderes wagen. Zwar waren noch 37 Runden auf dem weichen Reifen zu fahren, doch das Risiko wollte man eingehen.

 

"Wir haben dann einfach gesagt, wir haben nichts zu verlieren, bleiben draußen. Sonst wären wir irgendwie auf Platz elf rausgekommen", sagt er. "Und ob wir dann drei oder vier Autos überholt hätten, wage ich zu bezweifeln."

"Letzten Endes ist es sehr schwer, einen Unterschied zu machen, wenn man von der Pace her ähnlich ist. Ich glaube die McLaren, der zweite Red Bull, wir, auch die AlphaTauris und auch die Renaults waren ungefähr auf gleicher Höhe", so Vettel.

"Man sieht's ja: Der Daniel (Ricciardo) hat auch einen Einstopp gemacht und kam nicht in die Punkte. Wir hatten auch ein bisschen Glück."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Event Barcelona
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Fahrer Sebastian Vettel
Teams Scuderia Ferrari Mission Winnow
Urheber Norman Fischer