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Das größte Problem bei den Updates für 2026 ist nicht technischer Natur

Die Weiterentwicklung der Autos wird 2026 zum zentralen Thema: Welche Hürden die Teams bremsen und warum die Einführung von Updates am Budget scheitern könnte

Das größte Problem bei den Updates für 2026 ist nicht technischer Natur

Die Einführung neuer Teile könnte 2026 zum Problem werden

Foto: circuitpics.de circuitpics.de

Ob ungewöhnliche Seitenkästen bei Audi, drehbarer Heckflügel bei Ferrari oder innovatives Motorenkonzept bei Mercedes: Das neue Reglement öffnet den Formel-1-Teams die Türen zu neuen Lösungen, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Und das Entwicklungsrennen wird während der Saison 2026 kontinuierlich weitergehen.

In einem Punkt sind sich deshalb alle Teams einig: Die Autos, die beim Finale in Abu Dhabi (6. Dezember) in der Startaufstellung stehen, werden ganz anders aussehen als jene, die kommende Woche beim Auftakt in Melbourne (8. März) starten. Genau diese Dynamik aber bereitet den Verantwortlichen derzeit Kopfzerbrechen.

Der Grund: die Budgetobergrenze. Denn inzwischen fallen auch die Versandkosten unter den Kostendeckel, ebenso wie die Entwicklung neuer Komponenten. Das zwingt die Teams, ihren Upgrade-Plan sorgfältig zu überdenken, um neue Teile zu logistisch optimalen Zeitpunkten einzuführen.

"Das sind Zehntausende, und wenn man so etwas vernachlässigt, verbrennt man schnell sein Geld. Ja, ehrlich gesagt, es betrifft das ganze Paket", betont Alpine-Geschäftsführer Steve Nielsen. "Es geht sogar so weit, wie teuer es ist, die Teile zu verschicken - denn das fällt alles unter das Cap."

Wie kleinere Updates transportiert werden

"Vor fünf Jahren hat man darauf nicht geachtet. Aber diese Kartons, über die wir morgens stolpern, wenn man ins Fahrerlager kommt, die kosten Geld, um hierherzukommen - und zwar viel. Und das ist alles Teil deiner Ausgaben. Du kannst etwas nicht zu einem Rennen bringen, wenn es per Flugzeug transportiert werden muss."

Natürlich existieren alternative Wege, um kleinere Komponenten zu transportieren. Beim Großen Preis von China 2013 wohnte der Autor dieses Artikels zufällig im selben Hotel wie Mitglieder eines Teams und fuhr mit einigen von ihnen im Minibus vom Flughafen, wobei ihr Gepäck deutlich das Maß überstieg, das man für ein Wochenende erwarten würde.

"Neue Aero-Teile", sagte einer von ihnen mit einem gewissen Understatement zur Erklärung. Doch es gibt physikalische und praktische Grenzen: Einen neuen Unterboden bekommt man nicht in seinen Koffer - egal, wie sorgfältig man ihn mit Socken und Unterwäsche polstert.

Für größere Updates bleiben Seefracht oder Straßentransport, doch beides ist langsamer und meist auf Europa-Rennen beschränkt. Gleichzeitig verschärft der sportliche Wettbewerb die Situation zusätzlich. Bleibt ein Team hinter den Erwartungen zurück, kann es entscheiden, dass der potenzielle Performancegewinn eines vorgezogenen Updates die zusätzlichen Kosten rechtfertigt.

Budgetobergrenze als Hürde für die Teams

Doch selbst diese Entscheidung zieht oft weitere, nicht kalkulierte Ausgaben nach sich. "Es ist eine Abwägung", ergänzt Nielsen. "Wenn es 20 Punkte Abtrieb bringt, fliegst du es natürlich ein. Wenn es nur geringfügig ist, tust du es nicht. Ich weiß nicht, ob andere Teams das so handhaben, aber wir haben kürzlich begonnen, sämtliche Ausgaben genau zu betrachten."

"Wie geben wir Geld aus? Fertigen wir etwas im eigenen Haus oder extern? Selbst wenn man externe Dienstleister nutzt - und das tun wir gelegentlich -, gibt es Phasen, in denen sie stark ausgelastet sind, dann ist der Preis entsprechend hoch, und Phasen, in denen weniger los ist, dann ist es günstiger. Selbst das fließt in die Maximierung deines begrenzten Budgets ein."

Die Budgetobergrenze wurde ursprünglich Ende der 2000er-Jahre vom damaligen FIA-Präsidenten Max Mosley ins Spiel gebracht, setzte sich zunächst jedoch nicht durch. Die Wettbewerber begegneten dem Konzept mit deutlicher Skepsis, selbst während der globalen Finanzkrise. Erst besonnenere Stimmen und die existenzielle Bedrohung durch die COVID-19-Pandemie führten schließlich zu einer Einigung.

Ferrari-Teamchef Vasseur: Man muss clever sein!

Ab 2021 wurde das Budgetlimit auf 145 Millionen Dollar pro Jahr festgelegt, mit einer schrittweisen Absenkung auf 135 Millionen Dollar ab 2024 (zuzüglich 1,8 Millionen Dollar pro Rennen für jedes Grand-Prix-Wochenende über einer Basiszahl von 21). Inzwischen wurde es auf 215 Millionen Dollar angepasst.

Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine reale Erhöhung, sondern um eine Anpassung an Inflation und Wechselkursschwankungen. Zudem haben sich in diesem Jahr mehrere Parameter verschoben: etwa die Regelungen für Sprints und zusätzliche Rennen sowie verschiedene Bereiche, die zuvor vom Cap ausgenommen waren, nun aber darunterfallen, wie die Transportkosten.

"Das bedeutet, wir müssen clever sein, um das Budget, das wir für die Entwicklung haben, optimal zu nutzen und innerhalb dieses Rahmens Upgrades einzuführen", sagte Ferrari-Teamchef Fred Vasseur schon im Vorjahr. "Je früher, desto besser - und je größer der Effekt, desto besser."

"Aber es ist keineswegs selbstverständlich, dass man in den ersten beiden Rennen vier oder fünf Updates bringt", betonte der Franzose damals. "Wenn man einen Unterboden nach Japan oder China schicken muss, verbrennt man die Hälfte seines Entwicklungsbudgets ..."

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