David Coulthard sicher: Darum brennt Lewis Hamilton auf den achten Titel
Nach dem schwierigen Start in Maranello meldet sich Lewis Hamilton zurück - David Coulthard erklärt, warum das Feuer im Briten noch brennt
Lewis Hamilton auf dem Podium: Wendet sich jetzt das Blatt?
Foto: LAT Images
War der Wechsel zu Ferrari ein Fehler? Stand Lewis Hamilton nach den schwierigen Anfangswochen in Maranello bereits vor dem Karriereende? Spätestens seit dem Großen Preis von China 2026 sind diese Spekulationen verstummt. Für Ex-Formel-1-Pilot David Coulthard ist das erste Ferrari-Podium des ehemaligen Weltmeisters der ultimative Beweis: Hamilton hat sein Feuer nicht verloren.
Nach einem holprigen Start in die Saison 2025, geprägt von der Anpassung an das neue Umfeld in Rot, schossen die Gerüchte ins Kraut. Mit 41 Jahren, so die Kritiker, könnte Hamilton am Ende der Saison 2026 den Helm an den Nagel hängen. Doch der dritte Platz in Shanghai markiert womöglich den Wendepunkt.
"Ich glaube nicht daran [an ein nahes Ende]", stellt Coulthard im Podcast Up To Speed klar. "Der Kopf eines Sportlers, speziell eines Rennfahrers, lebt im Hier und Jetzt." Dass Hamilton die Entscheidung, Mercedes verlassen zu haben, bereuen könnte, glaubt der Schotte nicht. "Vielleicht reflektiert er über solche Entscheidungen, wenn seine Karriere irgendwann vorbei ist. Aber momentan steckt er im Hamsterrad. Er ist Teil des Ganzen."
Hamilton half Mercedes indirekt
Interessant ist Coulthards Ansicht zur Trennung von den Silberpfeilen. Seiner Meinung nach hat Hamilton seinem Ex-Chef Toto Wolff einen schwierigen Moment erspart.
"Er hat es Mercedes einfacher gemacht, indem er zu Ferrari gegangen ist", analysiert Coulthard. "Es wäre für Toto schwierig geworden, irgendwann zu sagen: 'Lewis, wir müssen weitermachen. Wir brauchen die nächste Generation.'" Durch den Wechsel sei dieser Punkt abgehakt und Mercedes "befreit".
Gleichzeitig beweise Hamilton gerade allen Zweiflern das Gegenteil: "Vergangenes Jahr war emotional enttäuschend. Wir alle haben uns gefragt: Ist er fertig? Er hat uns gezeigt, dass er es nicht ist. Aber das ist das ewige Spiel, oder?"
Ferrari brennt für mehr
Hamilton selbst gibt sich nach dem persönlichen Reset kämpferisch. Die Bilder aus Shanghai, wo er sich harte Duelle mit Teamkollege Charles Leclerc lieferte, untermauern seinen neuen Enthusiasmus.
"Platz drei in Shanghai! Es war ein Kampf von Anfang bis Ende, aber eines der unterhaltsamsten Rennen, die ich seit Jahren hatte", jubelte Hamilton nach dem Podium. Besonders der teaminterne Schlagabtausch scheint ihn zu beflügeln: "Ich habe jedes Duell mit Charles geliebt - wir pushen uns gegenseitig, um besser zu werden."
Für Coulthard ist die Rechnung simpel: Wenn Hamilton diese Form hält, Podestplätze einfährt oder gar einen Sieg holt, wird die Gier nach dem achten Titel wieder vollends entfacht. Die Frage nach der Rente stellt sich dann vorerst nicht mehr.
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