Formel 1

David Coulthard sieht Aston Martin nach Tiefpunkt auf dem Weg zurück

Aston Martin steckt 2026 tief in der Krise, doch laut Ex-Formel-1-Pilot David Coulthard könnte das Schlimmste bereits überstanden sein

Juliane Ziegengeist Lydia Mee

Bearbeitet: 03.09.2026, 16:03

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David Coulthard sieht Aston Martin nach Tiefpunkt auf dem Weg zurück

Fernando Alonso fuhr in Zandvoort zuletzt seine beste Saisonplatzierung ein

Foto: LAT Images

Aston Martin hat laut David Coulthard den Tiefpunkt der schwierigen Formel-1-Saison 2026 durchschritten. Er erkennt beim Team aus Silverstone inzwischen einen positiven Trend und sieht Parallelen zur Entwicklung von McLaren, das sich nach einem Tiefpunkt zurück an die Spitze kämpfte.

"Es gibt eine Veränderung der Dynamik. Sie haben den Tiefpunkt erreicht", erklärt Coulthard im Podcast Up To Speed mit Blick auf die Entwicklung bei Aston Martin.

Als Beispiel verweist der 13-malige Grand-Prix-Sieger auf McLaren: "Wenn wir uns an McLaren erinnern ... Was ist das jetzt, drei Saisons her? Sie waren praktisch an ihrem Tiefpunkt und sind anschließend zurückgekommen und Weltmeister geworden."

Aston Martin bislang abgeschlagen

Die Ausgangslage des britischen Teams ist tatsächlich schwierig. Aston Martin belegt nach dem bisherigen Saisonverlauf mit lediglich drei Punkten den zehnten und damit vorletzten Platz in der Konstrukteurswertung. Sämtliche Zähler gehen auf das Konto von Fernando Alonso, Lance Stroll blieb bisher punktelos.

Dabei waren die Erwartungen vor Beginn der Saison 2026 groß. Aston Martin startete mit einer neuen Partnerschaft mit Honda bei der Antriebseinheit in das Jahr. Zudem war der neue Formel-1-Bollide das erste Aston-Martin-Formel-1-Auto, das unter der technischen Leitung von Adrian Newey entwickelt wurde.

Die Realität sah zunächst jedoch anders aus. In der ersten Saisonhälfte kämpfte Aston Martin mit erheblichen Problemen am Fahrzeug und an der Power-Unit.

Erst mit einem umfangreichen B-Spec-Auto in Ungarn und weiteren Verbesserungen an der Antriebseinheit in den Niederlanden konnte das Team neue Impulse setzen. Doch auch beim Grand Prix in Zandvoort zeigte sich, dass Aston Martin noch längst nicht alle seine Schwierigkeiten überwunden hat.

Fortschritte trotz weiterer Probleme

Naomi Schiff, Ex-W-Serie-Pilotin und Sky-Analystin sowie Coulthards Co-Moderatorin im Podcast, bezeichnet die aktuelle Phase deshalb als einen Entwicklungsprozess.

"Im Moment ist es für sie ein Prozess der Weiterentwicklung, oder? Es geht vor allem ums Lernen", so Schiff. Das Sprint-Wochenende in Zandvoort habe die Situation zusätzlich erschwert. "Es ist schwierig, dort große Upgrades mitzubringen, Veränderungen vorzunehmen und gleichzeitig das eigene Paket richtig zu verstehen."

Dennoch habe Aston Fortschritte gemacht, wenngleich Fragezeichen bleiben. So berichteten beide Fahrer von Problemen beim Herunterschalten und bei der Fahrbarkeit des Motors.

"Ich bin mir sicher, dass sie all diese Daten mit nach Hause genommen und einige Anpassungen vorgenommen haben, die wir wahrscheinlich in Monza sehen werden", erklärt Schiff mit Blick auf den bevorstehenden Grand Prix von Italien.

Alonso holt Maximum heraus

Besonders positiv bewertet Schiff die Leistung von Alonso in den Niederlanden. Der Spanier brachte Rang neun ins Ziel und holte damit wichtige Punkte für das Team.

"Er hat eine unglaubliche Leistung gezeigt und dieses Auto auf Platz neun gebracht", sagt Schiff. Zwar profitierten die Aston-Martin-Verantwortlichen dabei auch von sechs Ausfällen, doch Schiff relativiert den Einfluss der zahlreichen DNFs.

"Es gab sechs Ausfälle, aber wenn man sich anschaut, wer nicht ins Ziel gekommen ist, dann war natürlich Max [Verstappen] dabei, der wahrscheinlich vor ihm gelandet wäre. Bei den anderen kann man jedoch darüber diskutieren, ob sie tatsächlich vor Fernando gelegen hätten oder ungefähr dort gelandet wären, wo er war."

Vorerst befindet sich Aston Martin weiterhin am Ende der Konstrukteurswertung, doch die jüngsten technischen Schritte nähren die Hoffnung auf eine Verbesserung. Coulthard sieht eine neue Dynamik. Ob der Hersteller langfristig einen ähnlich Turnaround wie McLaren schafft, bleibt jedoch abzuwarten.

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