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David Coulthard enthüllt, wie Ayrton Senna ihm den Weg in die Formel 1 ebnete: Die Legende legte vor ihrem Tod bei Frank Williams ein gutes Wort für ihn ein

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Ayrton Senna und David Coulthard bei Testfahrten in Estoril 1994

Foto: LAT Images

Der ehemalige Grand-Prix-Pilot David Coulthard hat sich über den Einfluss geäußert, den Ayrton Senna auf seine Karriere hatte, und darüber gesprochen, wie es für ihn war, nach dem Tod der Legende dessen Cockpit bei Williams zu übernehmen.

Coulthard fungierte in den Jahren 1993 und 1994 als Testfahrer für Williams. Nach dem tragischen Unfalltod von Senna beim Großen Preis von San Marino 1994 erhielt der Schotte die Gelegenheit zu Testfahrten in Jerez. Er gab daraufhin in Spanien sein Debüt, wurde jedoch nach zwei Rennen aufgrund des Drucks von Motorenpartner Renault durch Nigel Mansell ersetzt.

In einem Auftritt im Podcast The Red Flags verriet Coulthard nun, dass Senna eine entscheidende Rolle bei seiner Beförderung spielte. "Ich weiß nachträglich durch Julian Jakobi, der damals bei meinem Management IMG war und der dann Ayrtons Manager wurde, dass Ayrton mich beobachtet hatte", sagt Coulthard. Senna habe einige Testtage mit dem Schotten verbracht, ihm zugehört und zugesehen, um herauszufinden, ob ihm gefiel, was der Nachwuchsfahrer tat.

"Ich weiß, dass er mit Julian und mit Frank Williams gesprochen hat und sagte, dass er der Meinung sei, ich würde eine Chance in der Formel 1 verdienen", erklärt Coulthard weiter.

Dies habe sicherlich eine Rolle dabei gespielt, dass Williams das Risiko einging, einen unerfahrenen Rookie zu befördern, anstatt auf einen der zahlreichen verfügbaren Fahrer mit Grand-Prix-Erfahrung zu setzen, die den Rest der Saison hätten bestreiten können.

Coulthard betont, dass seine Karriere nicht nur auf der Tragödie von Imola fußt. "Der Grund, warum ich hier sitze, ist nicht nur Ayrtons Tod, sondern es sind seine Worte, bevor er starb. Wenn er gedacht hätte, ich wäre ein Idiot, dann hätte ich als Rennfahrer nie das Licht einer Grand-Prix-Strecke gesehen."

Sennas Fähigkeit zur Teamführung

Der 13-fache Grand-Prix-Sieger hob zudem Sennas Interesse an allen Teammitgliedern als einen entscheidenden Faktor für dessen Erfolg bei Toleman, Lotus, McLaren und Williams hervor.

"Er war sich eines jeden Einzelnen sehr bewusst und wusste, was ihre Aufgaben waren. Er wollte wissen, was jeder tat und warum er dort war, um herauszufinden, ob sie wirklich Teil des Teams waren", so Coulthard. Ein Team müsse sich gegenseitig den Rücken stärken, und in einem guten Team gebe es öffentlich keine Politik.

Coulthard führt aus: "Wenn die großen Teams gewinnen, stehen sie eng zusammen, und keine Informationen dringen nach außen. Wenn Teams nicht gewinnen und die Schuldzuweisungen beginnen, dann beginnt die Politik, und das ist der Moment, in dem der Zerfall des Teams sichtbar wird. Er verstand es, das Team zusammenzubringen." Es sei daher kein Zufall, dass der Brasilianer bei all seinen Teams erfolgreich war.

Eine Marke größer als Hamilton oder Verstappen

Auch fast 30 Jahre nach seinem Tod sieht Coulthard in Senna eine Ausnahmestellung im Sport. "Ist Senna nicht einer der bekanntesten Namen? Es ist ein bisschen so, wie Ferrari die bekannteste Marke im Automobilbereich ist. Senna ist wohl bekannter als selbst Hamilton, der offensichtlich viel mehr Meisterschaften gewonnen hat, oder Verstappen."

Die Tatsache, dass er heute noch gefeiert werde, zeige über alle Worte hinaus, wie besonders er war. Coulthard betrachtet es als eines der großen Privilegien seines Lebens, mit Fahrern wie Senna, Alain Prost und Mansell gearbeitet zu haben. Doch Senna stach für ihn heraus.

"Senna hatte eine Eleganz. Er hatte Klasse. Er hatte einen Look. Ich würde normalerweise nicht die Schönheit anderer Männer anerkennen, aber er hatte ein Aussehen, bei dem es sehr schwer wäre, es nicht attraktiv zu finden", schließt Coulthard.

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