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Davide Brivio: In der MotoGP ist alles "ein bisschen langsamer" als in der F1

Was den langjährigen MotoGP-Teammanager Davide Brivio zum Wechsel in die Formel 1 bewogen hat und wie unterschiedlich dort gearbeitet wird

Davide Brivio: In der MotoGP ist alles "ein bisschen langsamer" als in der F1

Was wohl der größte Unterschied ist zwischen einem Formel-1-Auto und einem Rennmotorrad? Davide Brivio will es "ganz einfach" ausdrücken und meint: "Es gibt viel mehr Teile!" Doch der langjährige MotoGP-Teammanager und neue Rennleiter bei Formel-1-Team Alpine erkennt noch weitere unterschiedliche Facetten in der Welt von Vier- und Zweiradsport.

"Der große Unterschied ist das Design und die Entwicklung des Autos. All das ist natürlich weitaus komplexer als in der MotoGP", erklärt Brivio bei der Vorstellung des neuen Alpine A521. "Und in der Formel 1 will jeder so schnell wie möglich gewinnen. Alles wird nach dem Motto gemacht: so schnell wie möglich, so gut wie möglich."

In der Motorrad-Weltmeisterschaft dagegen gehe es "ein bisschen langsamer zu", so meint Brivio. "Man versucht, innerhalb eines bestimmten Zeitraums an Leistung zu gewinnen. In der Formel 1 sind diese Zeiträume einfach kürzer." Das bedeute auch für ihn persönlich eine große Umstellung, schließlich arbeite er künftig in einem dynamischeren Umfeld.

Formel 1 war immer schon ein Thema für Brivio

Die Formel 1 habe ihn aber immer schon gereizt, sagt Brivio weiter: "Wann immer ich konnte, habe ich die Rennen verfolgt. Ich habe mich [von der Formel 1] inspirieren lassen und habe Ideen aufgeschnappt, von denen ich glaubte, sie wären auch gut für die MotoGP. In meiner jetzigen Rolle lerne ich natürlich noch viel mehr, was total faszinierend ist. Und ich glaube: Es gibt vieles, was sich transferieren lässt."


Alpine A521

Alpine A521
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Foto: Alpine

Der neue Alpine A521 ist da! Hier die ersten Fotos des neuen Formel-1-Autos von Fernando Alonso und Esteban Ocon ansehen - und mehr über den 2021er-Rennwagen erfahren!

Alpine A521

Alpine A521
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Foto: Alpine

Und eine Überraschung gleich vorneweg: Der A521 ist nicht der erste Formel-1-Wagen von Alpine. Die Marke hatte in den 1970er-Jahren bereits den ersten Renault gebaut, Projektname A500. Diese Bezeichnung wurde für 2021 aufgegriffen und im Autonamen verewigt.

Alpine A521

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Foto: Alpine

Damit weiter zur Technik des A521. Er basiert natürlich auf dem Renault R.S.20 aus dem Vorjahr und stellt lediglich eine Weiterentwicklung dar. Alpine ist schließlich kein "echtes" neues Team, sondern wurde nur umbenannt. Das Team dahinter in Enstone (England) und Viry (Frankreich) ist das gleiche wie bisher.

Alpine A521

Alpine A521
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Foto: Alpine

Für seine ausladenden Motorhauben und großen Airboxen war schon Renault bekannt. Auch bei Alpine bleibt dieses Merkmal, wie die Vogelperspektive auf den A521 zeigt. Die 2021er-Lösung wirkt sogar noch wuchtiger als bisher.

Alpine A521

Alpine A521
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Foto: Alpine

Neu dagegen sind die Farben. Man setzt auf Metallic-Blau, etwas Rot und etwas Weiß, also die französischen Nationalfarben. Kein Wunder: Alpine versteht sich als französische "Nationalmannschaft".

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Foto: Alpine

Ganz vorne am Auto sieht man vieles, was schon 2020 da war - und noch früher bei Mercedes: Die Nase ist ganz klar beim WM-Team der vergangenen Jahre abgeschaut, dazu auch die "Cape"-Konstruktion unterhalb der Frontpartie.

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Foto: Alpine

Bei den seitlichen Windabweisern hat Alpine das Design im Detail verfeinert - wie die meisten Teams, die bisher ihre Neuwagen gezeigt haben.

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Foto: Alpine

Per Reglement muss der Unterboden vor den Hinterrädern jetzt schmaler sein. Das hat Alpine am A521 natürlich umgesetzt.

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Foto: Alpine

Ob der Heckflügel mit seiner doppelten Schwanenhals-Halterung so bleiben wird? Meist zeigen die Teams bei ihren Autopräsentationen noch nicht die finalen Konstruktionen, die dann auch ins Rennen gehen.

Alpine A521

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Foto: Alpine

Klar ist aber: Der Mann mit der Nummer 14 ist wieder da. Alonso kehrt in die Formel 1 zurück, als Teamkollege von Ocon. Und: Ex-Red-Bull-Mann Daniil Kwjat wird Test- und Ersatzfahrer.

Formel 1 und MotoGP seien zum Beispiel beide Sportarten, in denen die richtige Teamstruktur zum Erfolg führe, so Brivio. "Es gibt Personengruppen, die zusammen eine Arbeitsumgebung schaffen. Und selbst die Fahrer haben ähnliche Probleme und ähnliche Lösungsansätze", erklärt er.

Wie anders die Formel 1 ticke, das wisse er aber noch nicht zu sagen. "Vielleicht kann ich mir in einem Jahr ein Urteil erlauben", sagt Brivio. "Generell aber glaube ich, es ist wahrscheinlich schwieriger, wenn du von der MotoGP in die Formel 1 kommst, weil die Formel 1 der größere Apparat ist, und komplexer. Ich sehe aber auch viele Gemeinsamkeiten."

Warum Brivio das neue Abenteuer nicht scheut

Letzteres sei einer der Gründe gewesen, warum er sich zum Abschied aus der Motorrad-Welt durchgerungen habe. Vor exakt 20 Jahren hatte Brivio im Yamaha-Werksteam seinen Posten als Teammanager angetreten. "Die Formel 1 aber war schon lange mein Traum", sagt er.

"Natürlich war es nicht einfach, mein früheres Team zu verlassen, eine Umgebung, die ich gut kannte. Ich finde es allerdings spannend, noch einmal etwas komplett Neues anzufangen."

Den dahinterstehenden Aufwand scheue er nicht, beteuert Brivio und meint: "Ich muss logischerweise vieles lernen, aber das ist mein Adrenalin, mein Sauerstoff. Ich musste diese Gelegenheit einfach ergreifen, sonst hätte ich es wahrscheinlich bereut."

"Hier also bin ich. Und ich werde versuchen, mein Bestes zu geben, in der Hoffnung, Alpine mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können. Einfach wird es nicht, es braucht Zeit, aber ich will mich bestmöglich einbringen."

Mit Bildmaterial von Alpine.

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Teams Alpine
Urheber Stefan Ehlen