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"Den Kannibalen vorgeworfen": Toto Wolffs Urteil über Antonellis Rookie-Jahr

Toto Wolff zieht eine ehrliche Bilanz zu Kimi Antonellis Rookie-Saison: Zwischen Podium, Fehlern und enormem Druck bei Mercedes

"Den Kannibalen vorgeworfen": Toto Wolffs Urteil über Antonellis Rookie-Jahr

Toto Wolff blickt positiv auf die Entwicklung von Andrea Kimi Antonelli

Foto: Sutton Images

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat die Rookie-Saison von Andrea Kimi Antonelli in der Formel-1-Weltmeisterschaft bewertet. Dabei betonte der Österreicher, dass der italienische Nachwuchsfahrer gelernt habe, mit dem immensen Druck in der Königsklasse umzugehen.

"Es ist einfach so, dass man in der Formel 1 den Kannibalen vorgeworfen wird", erklärte Wolff in einem Debrief-Video von Mercedes. "Der intensive Druck der Medien, die Verantwortung gegenüber Mercedes und den vielen Menschen, die alles geben, um dir einen Motor und ein Auto zur Verfügung zu stellen."

Antonelli stieß vor der Saison 2025 zum Team aus Brackley und ersetzte den siebenmaligen Weltmeister Lewis Hamilton, der zu Ferrari gewechselt war. Der 19-Jährige startete stark in seine Rookie-Saison und belegte beim Saisonauftakt in Australien den vierten Platz. Zudem sicherte er sich seine erste Poleposition in einem Sprintrennen sowie sein erstes Grand-Prix-Podium mit einem dritten Platz beim Großen Preis von Kanada.

Doch mit den Höhen kamen für Antonelli auch Tiefen, da er dem intensiven Druck standhalten musste, für ein Spitzenteam wie Mercedes zu fahren. "Als wir letztes Jahr bekannt gaben, dass er das Auto fahren würde, habe ich gesagt, dass wir Höhen und Tiefen erleben werden. Momente der Brillanz und dann andere Momente, in denen man sich die Haare raufen möchte", so Wolff.

Daher war Wolff nicht davon ausgegangen, dass für Antonelli im ersten Formel-1-Jahr alles rund läuft. "Man nennt sie Lernprozesse, aber eigentlich sind es Fehler, genau das ist es. Und ich denke, wir haben genau das gesehen. Wir haben sehr starke Rennen zu Beginn der Saison gesehen und besonders gegen Ende. Aber wir haben nie an seinem Speed, seinem Talent und seinen Fähigkeiten gezweifelt."

Gerade in der schwierigen Zeit im Frühjahr und Sommer habe der junge Italiener am meisten gelernt: "Und ich denke, das war wohl die Lehre, die er während der Saisonmitte ziehen musste, besonders in Europa, wo jeder etwas von dir will", so Wolff. "Und er ist ein guter Mensch. Also wollte er auch nicht nein sagen."

Abschließend blickt Wolff optimistisch in die Zukunft: "Insgesamt würde ich sagen, eine gute Saison voller Lektionen und eine starke Basis, um von hier aus weiterzumachen und 2026 mit einem neuen Auto zu starten, das für alle neu ist. Man weiß, was einen erwartet."

Antonelli beendete die Saison auf dem siebten Platz der Fahrerwertung mit 150 Punkten und trug dazu bei, dass Mercedes den zweiten Platz in der Konstrukteursmeisterschaft belegte.

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