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Der Preis der Königsklasse: Acht Millionen bis zur Formel 1

Motorsport bleibt ein teurer Sport - David Coulthard beschreibt, wie schnell die Kosten steigen und welche Folgen das für aufstrebende Talente hat

Der Preis der Königsklasse: Acht Millionen bis zur Formel 1

David Coulthard

Foto: LAT Images

Der ehemalige Formel-1-Fahrer David Coulthard hat die steigenden Kosten im Nachwuchsbereich des Motorsports thematisiert und dabei eine Summe von rund acht Millionen Pfund als notwendig bezeichnet, um den Weg bis in die Formel 1 zu finanzieren. Seine Einschätzungen äußerte der 13-fache Grand-Prix-Sieger im Podcast Up To Speed gemeinsam mit Naomi Schiff.

"Wenn du Glück hast, dann sind es etwa acht Millionen Pfund, um sich vom Karting aus in eine Position zu bringen, bereit für die Formel 1 zu sein", erklärte Coulthard. Er beschrieb den klassischen Karriereweg vom Kartsport über die Formel 4 bis hin zu Formel 3 und Formel 2 und verwies auf die enormen Kosten in jeder einzelnen Kategorie.

Kosten steigen mit jeder Karrierestufe

Laut Coulthard fallen bereits im Kartsport hohe Summen an: "Ich kann dir keine genaue Aufschlüsselung geben und auch nicht sagen, wie viele Jahre das im Kartsport sind, aber sagen wir mal von acht bis 15 Jahren, ungefähr so. Dann geht es in die Formel 4, wahrscheinlich ein oder zwei Jahre dort, dann in die Formel 3 mit etwa anderthalb Millionen, und anschließend in die Formel 2 mit gut zwei Millionen."

Die Kosten würden dabei rasch ansteigen. "Also steigt das Ganze sehr schnell an. Aus meiner eigenen Erfahrung mit meinem Sohn Dayton weiß ich: Im Kartsport sind es Hunderttausende, und sobald man in Autos wechselt, wird es noch mehr." Coulthard verwies zudem was dies für junge Talente bedeutet: "Es ist also ein teurer Sport, und deshalb schaffen es einige große Talente nie über den Kartsport hinaus, weil ihnen die finanziellen Mittel fehlen."

Fehlende Kostenbegrenzung im Nachwuchs

Auch Naomi Schiff äußerte sich kritisch zur finanziellen Entwicklung im Motorsport. "Wenn man diese Zahlen hört, ist das einfach unglaublich. Egal, wie man es betrachtet: Motorsport wird immer ein teurer Sport sein, oder? Jemand muss die Reifen bezahlen, jemand muss den Treibstoff bezahlen, jemand muss für diese brillanten Köpfe zahlen."

Gleichzeitig stellte sie die Frage nach möglichen Regulierungen. "Warum gibt es an der Spitze des Sports eine Kostenobergrenze, aber nicht im Nachwuchsbereich? " Schiff schilderte eigene Erfahrungen aus ihrer Kartkarriere und verwies auf ungleiche Voraussetzungen zwischen den Fahrern.

Chancengleichheit bleibt ein zentrales Thema

Nach Ansicht von Schiff verschiebt sich der Fokus zunehmend vom Talent hin zu finanziellen Möglichkeiten. "Denn am Ende geht es mehr ums Geld und weniger ums Talent. " Sie verwies darauf, dass viele aktuelle Fahrer aus wohlhabenden Familien stammen oder familiäre Verbindungen zum Motorsport haben. Nannte jedoch auch Ausnahmen im aktuellen Starterfeld der Königsklasse, wie Esteban Ocon, Pierre Gasly, Lewis Hamilton und Fernando Alonso.

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