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Der stille Machtwechsel bei Mercedes nimmt Fahrt auf

Montoya analysiert das interne Mercedes-Duell und sieht in Antonelli einen Fahrer, der Russell im direkten Vergleich mental unter Druck setzen könnte

Der stille Machtwechsel bei Mercedes nimmt Fahrt auf

Der mental starke Kimi Antonelli

Foto: Getty Getty

Der frühere Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya sieht bei Kimi Antonelli einen möglichen mentalen Vorteil gegenüber seinem Mercedes-Teamkollegen George Russell, sollte der Italiener auch beim Grand Prix von Kanada die Oberhand behalten.

Montoya erklärte im Rahmen der Formel-1-Übertragung nach dem Rennen in Miami, dass ein weiterer Sieg von Antonelli gegen Russell an einer Strecke, auf der der Brite bereits erfolgreich war, eine besondere Wirkung haben kann.

"Wenn er George dort schlagen kann, hat er ihn mental im Griff und das ist eine große Sache", sagt Montoya mit Blick auf den bevorstehenden Kanada-Grand-Prix.

Antonelli baut WM-Führung weiter aus

Antonelli hatte zuvor beim Rennen in Miami seinen dritten Sieg in Folge eingefahren und seine Führung in der Fahrer-Weltmeisterschaft auf zwanzig Punkte ausgebaut. Russell hingegen erlebt ein schwieriges Wochenende am Miami International Autodrome.

Trotz der aktuellen Rückschläge zeigt sich Russell zuversichtlich und mit lobenden Worten für seinen 19-jährigen Teamkollegen. "Er ist ein fantastischer Fahrer und von Beginn an extrem schnell gewesen. Er hat als junger Fahrer alle Meisterschaften gewonnen", sagt Russell gegenüber Sky Sports F1.

"Ich habe weiterhin Vertrauen in mich selbst und war auch schon dort. Ich habe nicht vergessen, wie man fährt. Es ist nur eine etwas schwierige Phase, aber wir sind erst vier Rennen in der Saison, es ist noch ein langer Weg und ich denke, wir werden die Situation in den kommenden Wochen neu bewerten", so der Brite weiter.

Russell vor richtungsweisendem Wochenende in Kanada

Vor dem Start in die Saison 2026 galt Russell als einer der Favoriten. Sein Teamkollege Antonelli hat sich jedoch bereits nach wenigen Rennwochenenden als ernsthafter Herausforderer etabliert. Beim kommenden Grand Prix von Kanada, wo Russell im Jahr 2025 gewinnen konnte, will der Brite die Dominanz seines Teamkollegen stoppen.

Juan Pablo Montoya

Montoya spricht über mentale Stärken im Mercedes-Team

Foto: circuitpics.de

Montoya sieht dabei nicht nur die sportliche Leistung als entscheidend an, sondern auch die Auswirkungen der technischen Updates. "Das andere ist, dass alle, die hier Updates gebracht haben, bei einem davon das Auto nicht funktioniert hat. Das wird eine große Frage sein. Wenn man Updates ans Auto bringt, wird es schneller, aber es verhält sich anders. Wem wird das Auto gefallen?"

In Montreal dürfte sich nun früh in der Saison abzeichnen, wer mit dem wachsenden internen und auch externen Druck besser umgeht. Gerade im direkten Vergleich kann sich dort erstmals deutlich zeigen, ob das Nachwuchstalent Antonelli oder der erfahrende Russell die stärkeren Nerven im entscheidenden Moment besitzt.

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