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Red Bull ging bei der Vorstellung seines Designs für die Formel-1-Saison 2026 wieder einmal ins Risiko und ließ das Auto durch ein Kunstflug-Manöver enthüllen

Der waghalsige Stunt bei Red Bulls Show und warum er fast schief ging

Red Bull ließ das Tuch spektakulär mit einem Flugzeug vom Auto ziehen

Foto: Red Bull Content Pool

Red Bulls Lackierung für 2026 wurde auf genau die Art enthüllt, die man von der Energydrink-Marke erwarten würde: durch ein adrenalingeladenes Kunstflugmanöver. Der tschechische Kunstflug-Spezialist und Red-Bull-Air-Race-Weltmeister von 2018, Martin Sonka, nutzte ein niedriges "Cobra"-Manöver, um die Abdeckung des RB22-Showcars vor dessen Enthüllung in Detroit zu zerreißen.

Für Sonka war der Spielraum für Fehler so gering wie bei einem Rennen in Monaco, da das Heck seines Flugzeugs tief genug fliegen musste, um die Abdeckung zu erfassen, dabei aber weder den Boden noch das Auto berühren durfte.

Die Vorbereitungen begannen bereits Monate zuvor, wobei der eigentliche Dreh des Stunts im November des Vorjahres am Flughafen Jindrichuv Hradec stattfand - also lange vor der jüngsten Enthüllung.

Die gefährliche Choreografie wurde schrittweise aufgebaut, während der Pilot sich mit dem Manöver vertraut machte. Zunächst übte er das Cobra-Manöver allein, danach wurde ein kleines Tuch ohne Auto verwendet, dann ein größeres, und erst danach kam das Fahrzeug selbst hinzu.

Um dem Piloten zusätzliche Orientierung zu geben, wurde ein LiDAR-basiertes System eingebaut, das akustische und visuelle Hinweise zur Bodenfreiheit lieferte.

Doch die minimale Flughöhe war nicht die größte Sorge. Eine potenzielle Gefahr bestand darin, wie sich die Plane beim Abziehen über das Auto hinweg lösen würde. Sollte sie sich an einem Flügel oder Spiegel verfangen, hätte das böse enden können.

Deshalb musste ein spezieller Auslösemechanismus entwickelt werden, der damit klarkam, dass das Material in weniger als einer Sekunde von 0 auf rund 150 bis 200 km/h beschleunigt wurde.

Am Drehtag selbst lagen die Temperaturen bei bis zu -3 Grad Celsius. Es war eiskalt im unbeheizten Flugzeug, und durch die Form der Cockpithaube verlor Sonka etwa 200 Meter vor dem Cobra-Manöver die Sicht auf das Auto.

"So tief in dieser Geschwindigkeit zu fliegen, fühlt sich an, als würde man blind einen Faden durchs Nadelöhr führen", sagt er. "200 km/h, kaum 1,5 Meter über dem Boden. Der Abstand zwischen Propeller und Asphalt war minimal."

Das Auto wurde anschließend vor Zuschauern in der "Motor City" präsentiert und zeigte eine Lackierung mit einer weißen Basis in Heritage-Optik sowie einem jacquardblauen Glanzmuster, das auch auf der Teamkleidung wiederzufinden ist.

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