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Formel-1-Ingenieure 2026: Wer zieht bei den Teams die Strippen?

Laura Müller: Sie gehört zu den Renningenieuren der Formel 1

Foto: LAT Images

Sie sind die unentbehrliche Verbindung zwischen dem Cockpit und der Garage: Die Renningenieure der Formel 1. Wenn die Fahrer auf der Strecke am Limit agieren, sind sie der Rückhalt an der Boxenmauer. Doch wer flüstert den Stars in dieser Saison eigentlich die entscheidenden Anweisungen ins Ohr?

Mehr denn je fungieren sie als das Rückgrat der Fahrer. Die gesamte Kommunikation - egal ob technische Details oder strategische Entscheidungen - läuft über den Renningenieur. In diesem Jahr, mit dem neuen Reglement rund um das Energiemanagement und zusätzlichen Aufgaben im Cockpit, ist diese Rolle wichtiger denn je. Wir werfen einen Blick auf die Köpfe hinter den Stimmen am Funk, die oft ein enges Vertrauensverhältnis zu ihren Schützlingen pflegen.

McLaren: Will Joseph - Lando Norris

"Never change a winning team": Lando Norris vertraut seit seinem Formel-1-Debüt auf Will Will Joseph. Joseph ist seit zwei Jahrzehnten fester Bestandteil von McLaren und arbeitete bereits mit Kalibern wie Lewis Hamilton und Fernando Alonso zusammen. Ein kurzes Experiment mit einem Rotationssystem im Jahr 2023 wurde schnell wieder verworfen - Norris und Joseph gehören einfach zusammen.

McLaren: Tom Stallard - Oscar Piastri

Tom Stallard ist eine Ausnahmeerscheinung im Paddock: Er ist Olympia-Teilnehmer. Der Brite gewann 2008 in Peking Silber im Rudern. Bei McLaren blickt er auf eine lange Historie zurück und betreute bereits Jenson Button, Stoffel Vandoorne, Carlos Sainz und Daniel Ricciardo. Seit Piastris Debüt 2023 bilden die beiden ein Gespann, das auch 2025 und darüber hinaus Bestand hat.

Mercedes: Peter Bonnington - Andrea Kimi Antonelli

Andrea Kimi Antonelli mit seinem Mercedes-Renningenieur Peter

Andrea Kimi Antonelli mit seinem Mercedes-Renningenieur Peter "Bono" Bonnington

Foto: LAT Images

"Bono" ist Kult - spätestens seit er mit seinem neuen Schützling Antonelli auf dem Podium stand. Seine Karriere startete bei Jordan, führte über Honda zu Brawn GP,wo er Performance-Ingenieur von Jenson Button war, und schließlich zu Mercedes. Nach der Ära mit Michael Schumacher und den Erfolgsjahren mit Lewis Hamilton ist er nun die entscheidende Instanz im Ohr von Toptalent Andrea Kimi Antonelli.

Mercedes: Marcus Dudley - George Russell

Wie Bonnington begann auch George Dudley 2006 bei Honda. Über Stationen wie Marussia landete er 2013 bei Mercedes. Dort arbeitete er mit Nico Rosberg und war Teil des Lewis-Hamilton-Teams, wo er Bono gelegentlich vertrat. Seit 2023 ist er die feste Stimme an der Seite von George Russell.

Red Bull: Gianpiero Lambiase - Max Verstappen

Gianpiero Lambiase und Max Verstappen

Gianpiero Lambiase und Max Verstappen

Foto: Getty Images Europe

Die wohl bekannteste "Ehe" im Grid. Gianpiero Lambiase kam über Jordan/Midland/Force India zu Red Bull. Nachdem er zunächst Daniil Kwjat betreute, übernahm er 2016 mit dem Wechsel von Max Verstappen zu den Bullen das Funkgerät des Niederländers. Eine Partnerschaft, die nun bereits in ihr zehntes Jahr geht.

Red Bull: Richard Wood - Isack Hadjar

Richard "Woody" Wood ist zwar neu in der Rolle des leitenden Renningenieurs, gehört aber seit 2012 zum Inventar von Red Bull. Vier Jahre lang war er Performance-Ingenieur von Sergio Perez, 2025 betreute er Liam Lawson und später Yuki Tsunoda. In dieser Saison übernimmt er mit Rookie Isack Hadjar eine neue Herausforderung.

Ferrari: Carlos Santi - Lewis Hamilton

Eine interessante Personalie: Carlos Santi, langjähriger Wegbegleiter von Kimi Räikkönen, war eigentlich schon im "Ingenieurs-Ruhestand". Für Lewis Hamilton kehrte er im vergangenen Winter an die Strecke zurück. Nachdem die Zusammenarbeit zwischen Hamilton und Riccardo Adami in der letzten Saison nicht wie erhofft zündete, soll Santi nun die Übergangslösung sein, während Ferrari nach einer langfristigen Besetzung - eventuell Cedric Michel-Grosjean - sucht.

Ferrari: Bryan Bozzi - Charles Leclerc

Der dänisch-italienische Ingenieur Bryan Bozzi ist mit 36 Jahren vergleichsweise jung, aber bereits seit 2012 bei Ferrari. Er startete als Praktikant in der Aero-Abteilung und stieg zum Performance-Ingenieur von Leclerc auf. Im Mai 2024 übernahm er den Posten von Xavi Marcos - prompt gewann Leclerc kurz darauf sein Heimspiel in Monaco.

Williams: James Urwin - Alexander Albon

Seit Albons Wechsel zu Williams im Jahr 2022 ist James Urwin sein treuer Begleiter. Urwin arbeitete sich klassisch über die ELMS und die BTCC hoch und ist seit 2014 bei Williams, wo er unter anderem Lance Stroll und George Russell betreute.

Williams: Gaetan Jego - Carlos Sainz

Der Franzose Gaetan Jego blickt auf Stationen bei Renault und ART (GP2, DTM, WEC) zurück, bevor er 2020 bei Williams anheuerte. Er war der Mann am Funk für Nicholas Latifi, Logan Sargeant und Franco Colapinto. Seit letztem Jahr bildet er ein Gespann mit Carlos Sainz.

Racing Bulls: Alexandre Iliopoulos - Liam Lawson

Alexandre Iliopoulos ist seit zehn Jahren in Faenza tätig. Der Grieche, der zuvor für Michelin arbeitete, durchlief verschiedene Rollen bis zum Senior-Performance-Engineer. In diesem Jahr gibt er sein Debüt als leitender Renningenieur für Liam Lawson.

Racing Bulls: Pierre Hamelin - Arvid Lindblad

Pierre Hamelin wechselt von Isack Hadjar zum britischen Youngster Lindblad. Seine Formel-1-Laufbahn startete bei Renault, seit 2016 gehört er zum Stammpersonal bei den Racing Bulls und arbeitete bereits mit Namen wie Pierre Gasly, Daniel Ricciardo und Nyck De Vries zusammen.

Aston Martin: Chris Cronin / Andrew Vizard - Fernando Alonso

Fernando Alonso setzt auf geballte Erfahrung. Andrew Vizard (ex McLaren, Manor, Williams) teilt sich die Rolle mit Chris Cronin. Letzterer wurde zum Senior-Renningenieur für beide Autos befördert, bleibt dem Spanier aber in Teilzeit am Funk erhalten.

Aston Martin: Gary Gannon - Lance Stroll

Der US-Amerikaner Gary Gannon startete in der CART-Serie, bevor er 2010 den Sprung in die Formel 1 zu Virgin und später Haas wagte (dort u.a. für Nico Hülkenberg und Mick Schumacher tätig). Seit vergangenem Jahr ist er die Bezugsperson für Lance Stroll.

Haas: Laura Müller - Esteban Ocon

Esteban Ocon und Laura Müller in der Haas-Garage

Esteban Ocon und Laura Müller in der Haas-Garage

Foto: LAT Images

Die Münchnerin Laura Müller hat sich rasant hochgearbeitet. Nach dem Studium an der TU München und Stationen im Langstreckensport kam sie 2022 als Performance-Ingenieurin zu Haas. 2025 folgte die Beförderung zur Renningenieurin von Esteban Ocon. Kurios: In Melbourne wurde sogar eine Kurve nach ihr benannt.

Haas: Ronan O'Hare - Oliver Bearman

Der Nordire Ronan O'Hare ist ein erfahrener Mann (ex Brawn, Mercedes, Toro Rosso, Williams). Bei Haas war er maßgeblich an der Entwicklung von Hülkenberg und Schumacher beteiligt, bevor er vergangenes Jahr zum Renningenieur von Oliver Bearman aufstieg.

Audi: Jose Manuel Lopez - Gabriel Bortoleto

Jose Manuel Lopez kennt seinen Schützling bestens: Der Spanier arbeitete bei McLaren eng mit Bortoleto zusammen, als dieser in der Formel 2 glänzte. Zur Saison 2025 wechselten beide im Doppelpack zum neuen Audi-Projekt.

Audi: Steven Petrik - Nico Hülkenberg

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Der US-Amerikaner Steven Petrik kam über Ferrari (Performance-Ingenieur für Sebastian Vettel und Carlos Sainz) zu Sauber. Dort übernahm er zunächst die Betreuung von Valtteri Bottas und ist nun der strategische Partner von Nico Hülkenberg.

Alpine: Josh Peckett - Pierre Gasly

Josh Peckett feierte mit Esteban Ocon 2021 den Sieg in Ungarn. Nach Ocons Abschied und einem Intermezzo mit Jack Doohan ist er nun die rechte Hand von Pierre Gasly.

Alpine: Stuart Barlow - Franco Colapinto

Stuart Barlow bringt Le-Mans-Siegerehrung-Erfahrung (mit Audi Joest) mit zu Alpine. Seit 2019 ist er in Enstone und stieg über die Rolle des Performance-Ingenieurs zum Renningenieur auf, wo er nun Rookie Franco Colapinto betreut.

Cadillac: John Howard - Valtteri Bottas

John Howard ist ein Urgestein aus Enstone (16 Jahre Lotus/Renault/Alpine). Nach seiner Zeit mit Sainz, Hülkenberg und Alonso wechselte er 2025 zum Neueinsteiger Cadillac, um dort Valtteri Bottas mit seiner Routine zu unterstützen.

Cadillac: Carlo Pasetti - Sergio Perez

Ein bekanntes Gesicht für "Checo": Carlo Pasetti und Sergio Perez kennen sich bestens aus Racing-Point-Zeiten. Der Italiener war der Performance-Ingenieur bei Perez' erstem Sieg in Sachir 2020. Nach Jahren bei Aston Martin folgt nun die Reunion beim Cadillac-Projekt.

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