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Formel 1 Melbourne
Diskussion um "Mission Winnow": Ferrari-Sponsor sieht kein Problem
Im Hause Philip Morris ist man überzeugt davon, dass der "Mission Winnow"-Schriftzug auf den Ferraris nicht gegen das Tabakwerbeverbot in Australien verstößt
Markus Lüttgens Jonathan Noble
Bearbeitet: 09.02.2019, 12:40
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Trotz einer behördlichen Untersuchung ist sich Ferrari-Sponsor Philip Morris sicher, dass die "Mission Winnow"-Logos auf den Formel-1-Autos von Ferrari nicht gegen das in Australien geltende Tabakwerbeverbot verstoßen. "Die Initiative sowie die Symbole und Logos, die auf der Aufmachung der Scuderia Ferrari Mission Winnow und der Website verwendet werden, entsprechen den Gesetzen, die für unsere Aktivitäten in Australien und im Staat Victoria gelten", sagt Tommas di Giovanni, internationaler Kommunikationschef von Philip Morris, zu 'Motorsport-Total.com'.
In dieser Woche hatten australische Medien berichtet, dass die Gesundheitsbehörden des Staates Australien und des Bundesstaats Victroria, in dem Melbourne liegt, Untersuchungen wegen des "Mission Winnow" -Sponsorings eingeleitet haben. Geprüft werden soll, ob der Schriftzug zu sehr an das rot-weiße Logo der Zigarettenmarke Marlboro erinnert und damit möglicherweise gegen die gültigen Werbevorschritten verstößt.
Außerdem sollen auch australische Medien ins Visier der Gesundheitsbehörden geraten sein, weil sie das betreffende Logo bei TV-Übertragungen gezeigt hatten. All das sorgt bei Philip Morris aber nicht für Verunsicherung.
"Wir kennen die Debatte über die Mission Winnow in Australien und arbeiten mit den Organisatoren des lokalen Grand Prix zusammen, um die Anliegen der Behörden zu verstehen und ihnen eine Antwort zu geben", versichert di Giovanni.
"Mission Winnow wirbt nicht für die Produkte oder Produktmarken unseres Unternehmens. Vielmehr soll es über unser Engagement sprechen, uns in allem, was wir tun, zu verbessern", sagt di Giovanni über die Image-Kampagne des Tabakkonzerns, für die seit dem Japan-Grand-Prix 2018 auf den Ferrari geworben wird und die 2019 auch Bestandteil des offiziellen Teamnamens ist.
Doch nicht alle Kritiker lassen sich mit diesen Erklärungen überzeugen. Der australische Arzt und Anti-Raucher-Aktivist John Cunningham aus Melbourne, auf dessen Initiative die Behörden in der Angelegenheit aktiv wurden, erhebt in der Tageszeitung 'The Age' schwere Vorwürfe gegen Philip Morris.
"Diese Website macht es tatsächlich viel klarer, was sie zu erreichen versuchen, und welche Art von Geschäft sie betreiben", sagt er über den Internetauftritt von Mission Winnow. "Es hat nichts mit Formel-1-Autos zu tun, das ist sicher."
"Tabakunternehmen geben endlich zu, dass ihr einziges finanzielles Überleben darin besteht, Menschen vom Nikotin abhängig zu machen, und sie werden Geld in die Erforschung investieren, wie sie das am effektivsten tun können - nicht zum Nutzen ihrer süchtigen Kunden, sondern zum Nutzen ihrer Gewinne und Aktionäre", so Cunningham.
Weitere Co-Autoren: Gabriele Testi. Mit Bildmaterial von Motorsport Images/Piola.
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