Diskussionen um Frontflügel: So erklärt Mercedes den Grund für die Aufregung
Die Diskussionen um den Frontflügel von Mercedes haben schon am Donnerstag ein frühes Ende gefunden: Die Silberpfeile erklären sich, die FIA akzeptiert die Lösung
Mercedes hat eine Erklärung für die Diskussionen um den Frontflügel geliefert
Foto: LAT Images
Kurz vor dem Großen Preis von Japan (alle Sessions im Formel-1-Liveticker!) hat der Frontflügel von Mercedes für Diskussionen gesorgt: Die Konkurrenz witterte einen Regelverstoß bei der Verstellung des Flügels, die in zwei Stufen und über einen zu langen Zeitraum erfolgte.
Nun liefern die Silberpfeile eine Erklärung: Nach Informationen von Motorsport-Total.com handelt es sich nicht etwa um eine clevere Lösung, um sich einen Vorteil zu verschaffen, sondern um ein technisches Problem, das vermutlich im Zusammenhang mit einem Mangel an hydraulischem Druck steht.
Deshalb dauerte es länger als die erlaubten 400 Millisekunden, wenn sich der Frontflügel vom "Straight-Mode" in den "Corner-Mode" stellt. Auch die "zweistufige" Verstellung lässt sich darauf zurückführen, dass möglicherweise nicht genügend Hydraulikdruck vorhanden war, um den Flügel schnell genug wieder in seine ursprüngliche Position zurückzuführen.
Offenbar hat der Automobil-Weltverband FIA die Begründung von Mercedes akzeptiert, zumal ein Vorteil wohl auszuschließen ist. Im Gegenteil: Weil sich der Frontflügel deutlich langsamer als geplant vom "Straight-Mode" in den "Corner-Mode" stellte, könnte die aerodynamische Balance des Fahrzeugs vor der Bremszone sogar gestört gewesen sein.
Mercedes sucht bereits nach einer Lösung
Die Silberpfeile sind auch deshalb bemüht, eine schnelle Lösung des Problems zu finden. Mit Konsequenzen muss Mercedes im Nachhinein allerdings nicht mehr rechnen, auch wenn die Verstellung des Frontflügels in China aufgrund des Problems wohl länger als erlaubt dauerte und deshalb streng genommen ein Regelverstoß vorlag.
Nach dem Rennen in Shanghai waren Videoaufnahmen aufgetaucht, auf denen zu sehen war, wie sich der Frontflügel von Kimi Antonelli am Ende der Geraden offenbar in zwei separaten Phasen schloss. Das löste verschiedene Theorien darüber aus, ob die Silberpfeile möglicherweise eine Grauzone ausnutzen, um sich einen Vorteil zu verschaffen.
Mindestens ein konkurrierendes Team hatte beim Weltverband FIA deshalb um eine Klarstellung gebeten, weil der Mercedes-Frontflügel gegen Paragraf C3.10.10 verstoßen sollte. Unklar ist, von wem die Anfrage gestellt wurde. Ferrari hat inzwischen allerdings bestritten, hinter den Diskussionen zu stehen.
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