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Doch kein "Macarena"-Flügel: Warum Ferrari auf den Japan-Einsatz verzichtet

Eigentlich wollte Ferrari den "Macarena"-Heckflügel im Freien Training zum Großen Preis von Japan noch einmal testen: Warum der Flügel aber nicht zum Einsatz kam

Japan-Training: Darum hat Ferrari den "Macarena"-Heckflügel nicht getestet

Ferrari-Pilot Charles Leclerc im Freien Training zum Großen Preis von Japan 2026

Foto: LAT Images

Die Ferrari-Fans rieben sich am Freitag verwundert die Augen: Eigentlich hatte die Scuderia angekündigt, den innovativen "Macarena"-Heckflügel im Freien Training zum Großen Preis von Japan (alle Sessions im Formel-1-Liveticker) noch einmal zu testen, doch dazu kam es letztlich nicht.

Obwohl Ferrari den Heckflügel mit nach Suzuka gebracht hat und genügend Ersatzteile für beide Autos vorhanden gewesen wären, entschied sich das Team gegen seinen Einsatz. Stattdessen konzentrierten sich die Italiener lieber auf die Feinabstimmung der Boliden.

Der "Macarena"-Flügel wird bis zum Großen Preis von Miami auf dem statischen Prüfstand in Maranello weiterentwickelt. Die Lösung befindet sich noch in der ersten Entwicklungsphase und muss zunächst sämtliche Zuverlässigkeitstests bestehen, bevor weitere Anpassungen und Verbesserungen erfolgen können.

Denn die Basisversion brachte zwar eine höhere Höchstgeschwindigkeit bei geöffnetem Flügel, sorgte beim Anbremsen auf die Kurven jedoch für Instabilität, weil das Timing mit dem Frontflügel noch nicht optimal passt. Aus diesem Grund ging Ferrari in Japan kein Risiko ein.

Dennoch gilt der drehbare Heckflügel weiterhin nicht als Fehlentwicklung, sondern ist einfach noch nicht ausgereift genug. Gleiches gilt für den kleinen Flügel am Halo-System, der seit China weiterentwickelt wurde, in Japan jedoch ebenfalls nicht zum Einsatz kommt.

Der SF-26 blieb im Vergleich zum China-Wochenende unverändert. Die Ferrari-Ingenieure konzentrierten sich in den vergangenen beiden Wochen vor allem auf die Optimierung der Antriebseinheit, mit dem Ziel, die im Vergleich zu Mercedes eher schwache Batterieladekapazität zu verbessern.

Doch eine Revolution gibt es nicht, und das Motorkonzept der Scuderia bleibt unverändert. Ferrari will künftig jedoch versuchen, den Verbrennungsmotor noch aggressiver einzusetzen, um den Rückstand auf die Silberpfeile damit aufholen zu kommen.

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