Donington hat kein Interesse am Formel-1-Grand-Prix von Großbritannien

Donington Park hat kein Interesse daran, den Grand Prix von Großbritannien auszutragen, falls man in Silverstone beschließt, nicht mehr Gastgeber für die Formel 1 zu spielen.

Wie bereits berichtet, überlegt der British Racing Drivers' Club (BRDC), Besitzer der Rennstrecke in Silverstone, die Ausstiegsklausel in seinem Vertrag mit der Formel 1 zu nutzen und den Grand Prix 2019 zum (vorerst) letzten Mal auszutragen.

Spekulationen, dass Donington einspringen könnte, erteilte der Geschäftsführer der Anlage eine Absage.

"Absolut nicht", stellte Christopher Tate klar. "Wir haben ein sehr klares Ziel, die Strecke so zu lassen, wie sie ist. Wir haben kein Interesse daran, moderne Hochgeschwindigkeits-Formelautos zu haben, weil wir Donington Park dann komplett umbauen müssten."

Tate kritisierte auch die Bedingungen, unter denen die Rennstrecken die Grands Prix veranstalten müssen. Er glaubt aber, dass Liberty Media gewillt sei, einige Verträge abzuändern, um den Strecken zu helfen. "Das Geschäftsmodell ergibt keinen Sinn und das ganze Hin und Her mit dem Formel-1-Kalender hat eine furchtbare Auswirkung auf den Motorsport."

"Ich hoffe, dass es ein komplett anderes Geschäftsmodell geben wird und Liberty hat auch schon die richtigen Aussagen über Traditionsrennen gemacht", sagte Tate weiter. "Ich glaube, dass die neuen Besitzer verstehen, wie es sein muss, denn sie sind Medienprofis. Auf der Basis wie jetzt kann es nicht weitergehen."

Donington war 1993 beim berühmten Regenrennen mit 64 Boxenstopps Gastgeber des Grand Prix von Europa, scheiterte aber mit einer Bewerbung um weitere Formel-1-Rennen Ende des vergangenen Jahrzehnts.

Einen Kommentar schreiben
Kommentare anzeigen
Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Artikelsorte News
Tags donington, formel 1, silverstone