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Jack Doohan in der Haas-Garage

Foto: Haas/Audi Haas/Audi

Jack Doohan hat sein langfristiges Ziel klar definiert: Die Rückkehr als Stammfahrer in die Formel 1. Doch bevor es soweit ist, will der Australier 2026 vor allem eines - Rennen fahren.

"Racing ist zu 100 Prozent die Priorität. Ich werde dieses Jahr auf jeden Fall fahren", betont Doohan. Sein ursprünglich angedachtes Programm sei "am Ende nicht der ideale Weg" gewesen. Stattdessen habe er sich für eine Alternative entschieden, die es ihm ermögliche, möglichst viel Zeit an der Strecke und im Werk zu verbringen - und gleichzeitig "race sharp" zu bleiben.

Der 23-Jährige absolvierte bislang sieben Grands Prix für Alpine - sein Debüt gab er in Abu Dhabi 2024, anschließend bestritt er die ersten sechs Rennen der Saison 2025 an der Seite von Pierre Gasly. Nach mehreren Unfällen und fehlender Pace wurde er jedoch durch Franco Colapinto ersetzt. Aktuell ist Doohan wieder Ersatzfahrer, dieses mal bei Haas.

LMP2 und Le Mans als realistische Option

Klar ist: Nur Reservist zu bleiben, reicht ihm nicht. "Mein Ziel ist es, in der Formel 1 zu fahren - nicht nur Reservefahrer zu sein", stellt Doohan klar. "Ich habe mit Haas eine Plattform bekommen, um mich zu zeigen, und darauf freue ich mich."

Parallel arbeitet er an einem Rennprogramm für 2026. Anfang der Woche testete er bereits zwei Tage lang ein LMP2-Fahrzeug für Algarve Pro Racing. Eine Saison in der European Le Mans Series (ELMS) inklusive möglichem Start bei den 24 Stunden von Le Mans gilt als wahrscheinlich.

"Im Moment ist es Mitte Februar, das ist ziemlich spät, um ein Rennprogramm festzulegen", sagt Doohan. Die Auswahl sei begrenzt, entscheidend sei aber vor allem eines: "Ich brauche Kilometer und Runden. Natürlich ist konkurrenzfähiges Material wichtig - aber nach nur sechs Rennen im vergangenen Jahr ist Fahrzeit für mich die Nummer eins."

Die ELMS biete dabei einen guten Kompromiss aus Einsatzzeit und Terminflexibilität. "Für Fahrzeit und vom Kalender her passt das ziemlich gut", bestätigt er.

Super Formula vom Tisch - 2027 im Visier

Ein Engagement in der japanischen Super Formula hatte Doohan im Winter ebenfalls geprüft. Im Dezember testete er in Suzuka, sorgte jedoch unfreiwillig für Schlagzeilen: An drei aufeinanderfolgenden Tagen crashte er jeweils in derselben Kurve.

Trotz des positiven Eindrucks vom Fahrzeug kam ein Programm letztlich nicht zustande. "Das Auto ist generell fantastisch", sagt Doohan. "Aber aus verschiedenen Gründen hat es zeitlich nicht gepasst. In Kombination mit meinen Aufgaben im F1-Umfeld war es nicht die ideale Lösung."

Sein Blick geht deshalb klar nach vorne. Auf die Frage, ob 2027 das Ziel für eine Rückkehr ins Formel-1-Starterfeld sei, antwortet Doohan ohne Zögern: "Definitiv."

Er weiß jedoch, dass dafür Geduld nötig ist: "Rückschläge gehören dazu. Wichtig ist, eine starke Plattform zu haben, um sich wieder zu zeigen." 2026 soll genau das Jahr werden, in dem er sich diese Basis neu aufbaut - egal in welcher Serie.

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