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Bradley Lord lobt den rasanten Aufstieg von Andrea Kimi Antonelli - Der Mercedes-Youngster lernte in einem Jahr so viel wie andere Piloten in drei

Drei Jahre in einem: Der irre Reifeprozess des Antonelli

Andrea Kimi Antonelli: So schnell schaffte er den Aufstieg in der Formel 1

Foto: LAT Images

Bradley Lord, der stellvertretende Teamchef von Mercedes, ist überzeugt: Andrea Kimi Antonelli hat in seiner Debütsaison einen Reifeprozess durchlaufen, der normalerweise drei Jahre in Anspruch nimmt. Der Italiener stieß 2025 zum Team aus Brackley und trat damit das schwere Erbe des siebenmaligen Weltmeisters Lewis Hamilton an.

Direkt ins Rampenlicht eines Topteams geworfen, hielt Antonelli dem Druck seiner neuen Rolle stand und beendete die Fahrerwertung mit 150 Punkten auf dem siebten Rang. Dabei sicherte er sich beim Großen Preis von Kanada 2025 seinen ersten Podestplatz in der Königsklasse und ließ in Brasilien sowie Las Vegas zwei weitere Podiumsplatzierungen folgen.

"Es war wirklich toll zu sehen, wie Kimis Selbstvertrauen allmählich mit dem Vertrauen gleichzog, das das Team in ihn gesetzt hat", erklärte Lord in der Mercedes Nu Silver Arrows Radio Show.

Die Achterbahnfahrt der Rookie-Saison

"Von außen betrachtet oder als Beobachter ist es sehr leicht anzunehmen, dass jeder Fahrer zu jeder Zeit perfektes Selbstvertrauen hat und felsenfest daran glaubt, es schaffen zu können", so Lord weiter. "Aber zu sehen, wie Kimi diesen Glauben an sich selbst erst aufbauen musste - gerade nach der schwierigen Phase in der vergangenen Saison, die sicher ein Stück weit am Selbstbewusstsein genagt hat - war beeindruckend."

Besonders der Endspurt des Youngsters hat die Verantwortlichen überzeugt: "Zu beobachten, wie du die nötigen Hebel umgelegt hast, um das mit Baku, Las Vegas und Brasilien sowie diesen extrem starken Leistungen am Saisonende wieder aufzubauen, das war das Positive."

Drei Jahre Lernen im Zeitraffer

Lord zieht einen interessanten Vergleich zur Entwicklung des Italieners: "Man spricht oft vom schwierigen zweiten Album oder der schwierigen zweiten Saison eines Fahrers. Mir kam es so vor, als hätte Kimi im vergangenen Jahr den Lernstoff von etwa drei Jahren in ein einziges Jahr gepackt."

Dabei spielten auch die äußeren Umstände eine Rolle: "Vielleicht lag es auch daran, in einem Topteam zu sein und unter dem Druck des Kampfes um Platz zwei in der Konstrukteurswertung zu stehen - das ist nichts, womit sich ein Rookie normalerweise auseinandersetzen muss."

Das Ergebnis dieser harten Schule zeigt sich für Lord nun in der aktuellen Kampagne: "Wenn wir jetzt den Kimi sehen, der in das Jahr 2026 gestartet ist, den Winter-Reset hinter sich hat, dann fühlt es sich - zumindest für mich - so an, als hättest du mehr als nur eine Saison Erfahrung auf dem Buckel. Du hast letztes Jahr im Eiltempo enorm viel gelernt."

Der Aufwärtstrend ist messbar: Antonelli sicherte sich beim Großen Preis von China 2026 seinen ersten Grand-Prix-Sieg und übernahm mit einem weiteren Erfolg in Japan die Führung in der Weltmeisterschaft.

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