Drittes Auto: Widerstand gegen Toto Wolffs Idee

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Drittes Auto: Widerstand gegen Toto Wolffs Idee
Autor: Christian Nimmervoll
Co-Autor: Adam Cooper
10.09.2018, 05:49

Christian Horner, Claire Williams und Zak Brown sprechen sich gegen die Idee von Toto Wolff aus, in der Formel 1 künftig drei Autos pro Team einzusetzen

Die Idee von Toto Wolff, den Formel-1-Teams zu erlauben, ein drittes Auto einzusetzen, stößt auf breiten Widerstand. Der Mercedes-Teamchef hatte in Monza laut überlegt, wie er in der Formel 1 Platz für seine Junioren finden könnte. Und da sei ein drittes Auto die wesentlich günstigere Variante als ein eigenes B-Team, wie es etwa Red Bull mit Toro Rosso betreibt.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner findet Wolffs Idee "interessant", sagt aber gegenüber 'Motorsport-Total.com': "In der Praxis - denken wir nur an die Boxenstopps - ist es eine komplizierte Angelegenheit. Interessantes Konzept, aber sehr kompliziert, wenn es an die praktische Umsetzung geht. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass das Mittelfeld darüber besonders happy wäre."

Kein Wunder: Haben Teams wie Force India oder Haas im Normalfall schon jetzt bestenfalls die Chance auf Platz sieben, wenn die drei Topteams ihre Autos ins Ziel bringen, so wären bei drei Fahrzeugen pro Team die ersten neun Positionen belegt. Das kann nicht im Interesse der Mittelständler und Kleinen sein.

"Wir wären nicht dafür, drei Autos zu erlauben", sagt Claire Williams gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Wir haben eh schon Kooperationen unter den Teams, und dann auch noch drei Autos: Wo hört das auf? Es wäre ein weiterer Schritt in die falsche Richtung."

McLaren-Teamchef Zak Brown hingegen gefällt die Idee, aber auch er sagt: "Wie managen wir das? Ich glaube, in der Startaufstellung hätten wir noch ein bisschen Platz. Aber wahrscheinlich nicht genug, damit jedes Team ein drittes Auto einsetzen kann. Vielleicht bei manchen Rennen, aber es müsste gleich verteilt und fair sein."

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Rennserie Formel 1
Urheber Christian Nimmervoll
Artikelsorte News