"Druck zu groß": Jacques Villeneuve schreibt Pierre Gasly schon ab

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"Druck zu groß": Jacques Villeneuve schreibt Pierre Gasly schon ab
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10.04.2019, 11:51

Wird Pierre Gasly 2019 regelmäßig hinter Max Verstappen landen? Jacques Villeneuve glaubt jedenfalls nicht, dass der Franzose eine gute Saison fahren wird

Pierre Gasly hatte nicht den besten Start bei Red Bull. Der Franzose crashte bei den Wintertests gleich zweimal und kam auch in Melbourne und Bahrain nie so wirklich in Fahrt. Für Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve Grund genug, den neuen Teamkollegen von Max Verstappen nach gerade einmal zwei Saisonrennen bereits abzuschreiben. "Das Red-Bull-Team ist um Verstappen aufgebaut", erinnert Villeneuve im Gespräch mit 'RacingNews365'.

"Deshalb hat Gasly keine Chance, Max dieses Jahr zu schlagen", ist der Weltmeister von 1997 überzeugt. Außerdem habe Gasly bereits 2018 bei Toro Rosso gezeigt, dass er noch "nicht konstant" genug sei. "Dieses Jahr scheint der Druck zu groß für ihn zu sein", glaubt Villeneuve. In den ersten beiden Saisonrennen holte Gasly gerade einmal vier WM-Punkte - Teamkollege Verstappen satte 27.

Dazu kommt, dass Gasly durch seine beiden Unfälle in Barcelona auch noch das Programm von Red Bull bei den Wintertests nachhaltig einschränkte. Villeneuve glaubt, dass man ihm das im Team übelnimmt. "Wenn die Dinge nicht gut für dich laufen, wenn dein Teamkollege zu stark für dich ist, und wenn man dich für die schlechte Leistung des ganzen Teams verantwortlich macht, dann ist das zu viel für so einen jungen Fahrer", so Villeneuve.

Felipe Nasr, Jacques Villeneuve

Jacques Villeneuve (rechts) ist für seine deutlichen Worte bekannt

Gasly habe mit Verstappen einen zu starken Teamkollege und müsse hinter den Kulissen auch noch den Druck durch Helmut Marko aushalten. "Ich erwarte nicht, dass er in dieser Saison nah an Max herankommen wird", prophezeit Villeneuve und ergänzt: "Außerdem kann Gasly keine Hilfe von Verstappen erwarten. Max wird seine Zeit nicht damit verbringen, seinem Teamkollegen zu helfen - und das ist auch richtig so."

"Wir reden hier über die Formel 1, und auf diesem Level geht es darum, seinen Teamkollegen so klar wie möglich zu schlagen", erklärt der Ex-Champion. Adrian Newey erklärte im Podcast 'In the Pink' zuletzt, dass Gasly seine beiden Unfälle in Barcelona "psychologisch" zurückgeworfen hätten. "Er weiß, dass es für ihn gar nicht gut wäre, wenn er noch einmal crasht", so Newey.

Mit Bildmaterial von LAT.

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