Formel-1-Liveticker: Mintzlaff versichert Verstappen-Verbleib
Dschidda in der Analyse: Verstappen entging noch härterer Strafe
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Feierabend
Hier bei uns und auch in Saudi-Arabien ist inzwischen der Montag angebrochen, und damit drehen wir unseren Ticker erst einmal zu, bevor wir uns in ein paar Stunden schon wieder mit unserer regulären Montagsausgabe zurückmelden.
Für euch geht es wie versprochen gleich noch weiter auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de mit der großen Videoanalyse zum Rennen und den folgenden Themen:
-Kurve 1 & Strafe
-Ergebnis & WM-Stand
-Lando Norris
-Ferrari & Mercedes
-Fragen der Kanalmitglieder
Viel Spaß mit den Kollegen Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll und bis später!
Schnellste Runde
"Trostpreis" für Lando Norris: Der Brite schaffte es zwar nicht aufs Podium, sicherte sich dafür aber die schnellste Rennrunde. Einen Zusatzpunkt in der WM gibt es dafür seit diesem Jahr allerdings nicht mehr.
Die komplette Runde gibt es hier noch einmal im Video:
Piastri: Bester Start seit Mika Häkkinen
Und noch eine kleine Statistik zum Rennsieger: Oscar Piastri ist der erste McLaren-Pilot seit 27 Jahren, der mit drei Siegen in den ersten fünf Rennen in eine neue Saison gestartet ist.
Zuvor gelang das zuletzt Mika Häkkinen, der 1998 ebenfalls drei der ersten fünf Rennen gewann - und am Ende des Jahres seinen ersten WM-Titel. Vielleicht also ein gutes Omen für Piastri ...
Foto: LAT
P10: Hadjar rechnete nicht mit Punktgewinn
Damit fehlen uns noch die Racing Bulls, wo Isack Hadjar heute mit P10 sein zweites Top-10-Ergebnis in der Formel 1 erzielte. "Es war ein solides Rennen von uns und ich bin wirklich zufrieden", so der Rookie.
"Wir hatten dieses Mal einen guten Start, die Strategie war gut und das war das Ziel. Wir waren auf der alternativen Strategie mit dem Ziel, [den ersten Stint] zu verlängern, und das haben wir auch getan", so Hadjar, der auf den harten Reifen gestartet war.
"Ich wusste nicht, dass Punkte möglich sind, aber wir hatten eine wirklich gute Pace, und wir haben es geschafft", jubelt er und erklärt, dass sogar noch mehr möglich gewesen wäre, wenn die Williams-Piloten nicht zusammengearbeitet hätten.
"Wenn sie keine Teamkollegen wären, hätten wir P8 erreichen können", so Hadjar. Teamkollege Liam Lawson blieb dagegen auch im fünften Saisonrennen wieder ohne Punkte. Dafür gab es eine Zehn-Sekunden-Strafe und am Ende P12.
"Heute war es schwierig, und obwohl wir während des gesamten Rennens eine sehr gute Pace hatten, hatten wir den größten Teil des Rennens mit Verkehr zu tun, egal was wir taten", ärgert sich der Neuseeländer.
Auch Alpine wieder ohne Punkte
Die Franzosen blieben im fünften Saisonrennen zum vierten Mal ohne Zähler. Für Pierre Gasly war das Rennen gleich zu Beginn nach dem Crash mit seinem ehemaligen Teamkollegen Yuki Tsunoda vorbei.
"Der Kontakt mit ihm ist unglücklich verlaufen, aber so ist der Rennsport, und so geht es manchmal eben", zuckt er die Schultern. Teamkollege Jack Doohan gehörte zu den Fahrern, die ebenfalls früh unter dem Safety-Car stoppten.
Auch bei ihm ging diese Strategie nicht auf. "Obwohl sich das Auto in den Kurven gut anfühlte, konnten wir die Autos vor uns nicht überholen", schildert der Rookie sein größtes Problem.
Und später wurde er dann selbst von anderen Autos überholt, "als sie mit einer anderen Strategie an die Box kamen, um frische Reifen zu holen." Er selbst musste später noch ein zweites Mal stoppen und wurde 17. und Vorletzter.
Auch in der WM bleibt Alpine mit nur sechs Zählern Vorletzter, punktgleich mit Schlusslicht Sauber.
Haas-Nullnummer: Einfach nicht schnell genug
Erstmals seit dem Saisonauftakt in Melbourne muss Haas die Heimreise nach einem Rennen ohne WM-Punkte antreten. "Wir hatten ein wenig zu kämpfen, vor allem im ersten Stint mit der Balance, deshalb konnte ich heute nicht viel tun", so Oliver Bearman nach P13.
Teamkollege Esteban Ocon gehörte zu den Fahrern, die gleich zu Beginn hinter dem Safety-Car stoppten. Er landete am Ende sogar noch eine Position hinter Bearman und erklärt: "Wir haben mit der Strategie versucht, in die Punkteränge zu kommen, wenn etwas passiert."
Doch auch dieser Plan ging nicht auf, so dass Haas es heute weder über die Pace noch über die Strategie in die Top 10 schaffte. "Wir haben heute unser Bestes gegeben, aber letztendlich hatten wir einfach nicht das Tempo, um zu punkten", fasst Ayao Komatsu zusammen.
Das Ergebnis gehe daher so in Ordnung, gesteht der Teamchef.
Stella: Haben das Rennen beim Start gewonnen
Helmut Marko hat ja vorhin erklärt, dass man das Rennen beim Start verloren habe. Andrea Stella sieht das auch so - nur eben aus der Perspektive des Gewinners.
"Ich denke, dass Oskar heute das Rennen mit einem großartigen Start und einem perfekten Management von Kurve 1 gewonnen hat", lobt der McLaren-Teamchef.
"Es war knifflig neben Verstappen", weiß Stella, "aber er schaffte es, am Scheitelpunkt ein kleines Stück voraus zu sein und das Auto auf der Strecke zu halten."
"Er hatte es verdient, die Führung zu übernehmen", betont Stella und lobt: "[Oscar] sieht aus wie ein Veteran, dabei ist es erst das 51. Rennen in der Formel 1."
Teamwork bringt Williams P5 zurück
Nach der Nullnummer in Bahrain brachte Williams heute beide Autos in die Punkte - und holte sich damit den fünften Platz in der Weltmeisterschaft zurück. Damit ist man jetzt wieder "Best of the Rest" hinter den vier Topteams.
Entscheidend dafür war die Zusammenarbeit der beiden Piloten, denn Carlos Sainz spendete Alexander Albon am Ende DRS, damit dieser sich gegen Isack Hadjar verteidigen konnte.
Teamchef James Vowles jubelt: "Wir haben das Glück, zwei Weltklassefahrer zu haben, [...] und heute hat man gesehen, wie sich das auszahlt. Heute ging es um das Team, nicht um einen Einzelnen, und ich könnte nicht stolzer sein."
Sainz selbst sagt über das DRS-Spiel: "Es war nicht einfach, denn auf dieser Strecke mit drei DRS-Zonen kann der kleinste Fehler sehr teuer sein. Aber wir haben es perfekt hinbekommen."
Für den Spanier selbst war es mit P8 sein bislang bestes Ergebnis für Williams.
Leclerc: P3 "war das absolute Maximum"
Weil wir gerade schon im Verfolgerfeld sind: Charles Leclerc hat Ferrari mit P3 das erste Podium der Saison beschert. "Ich bin sehr, sehr glücklich mit dem, was wir heute erreicht haben. Es war das absolute Maximum", sagt der Monegasse nach dem Rennen.
Der Grundstein für Leclercs Podiumsplatzierung wurde durch eine strategisch durchdachte Herangehensweise gelegt. Während viele seiner Konkurrenten wie George Russell früh zum Reifenwechsel kamen, blieb Leclerc mit seinen Medium-Reifen bis zur 29. Runde draußen - länger als jeder andere Medium-Starter im Feld.
Diese Entscheidung ermöglichte es ihm, in freier Luft ein beachtliches Reifendelta aufzubauen und so gleich zwei Gegner strategisch auszumanövrieren.
Alle Hintergründe könnt ihr hier nachlesen!
Ergebnis final
Kleine Randinfo: Die FIA hat inzwischen das finale Endergebnis des Rennens veröffentlicht. Das bedeutet, dass alle Untersuchungen abgeschlossen sind und es keine weiteren Strafen oder Disqualifikationen mehr geben wird.
Hier im Ticker geht es aber natürlich trotzdem noch etwas weiter, und ich verweise noch einmal darauf, dass in knapp zwei Stunden ja auch noch unsere große Liveanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de ansteht.
Russell: Reifen sind "komplett eingebrochen"
Erst zum zweiten Mal nach Japan verpassten die Silberpfeile in diesem Jahr das Podium. George Russell erklärt: "Heute Abend drehte sich alles um die Reifen, und leider überhitzten unsere."
"Zu Beginn des zweiten Stints habe ich versucht, mit Verstappen mitzuhalten, aber es wurde schnell klar, dass wir nicht mithalten konnten", so der Brite, dem die Reifen später "komplett eingebrochen" seien.
"Es ging nur noch darum, das Auto auf Platz fünf ins Ziel zu bringen", betont er und gesteht: "Am Ende hat uns heute einfach die Pace gefehlt." P5 wäre also so oder so "das Maximum gewesen."
Auch Toto Wolff betont daher: "Das war unsere bislang schlechteste Performance in diesem Jahr." Man müsse jetzt "unsere Performance analysieren, herausfinden, warum das so war und schnell Verbesserungen finden."
"Auch das nächste Rennen in Miami findet auf einer heißen Streckenoberfläche statt, also müssen wir besser sein als heute, wenn wir eine Wiederholung vermeiden wollen", betont der Teamchef.
Sauber: Einfach nicht schnell genug
Bortoleto selbst blieb als 18. und Letzter heute ebenfalls ohne Punkte. "Ich wollte ihm etwas Angst machen", grinst er im Hinblick auf die Alonso-Situation und erklärt: "Ich habe ihn nicht gesehen." Zum Glück sei nicht mehr passiert.
Im Rennen war für ihn dann nichts zu holen, weil er direkt nach dem Start hinter dem Safety-Car auf harte Reifen wechselte und diese Strategie nicht aufging. Teamkollege Nico Hülkenberg fuhr einen konventionelleren Einstopper.
Er kam am Ende aber auch nicht über P15 hinaus. "Wir hatten einfach nicht das Tempo, um weitere Plätze gutzumachen oder um Punkte zu kämpfen", gesteht der Deutsche und betont: "Die Balance meines Autos war nicht ideal."
Dadurch habe er Probleme mit dem Reifenverschleiß gehabt. Teamchef Jonathan Wheatley ergänzt: "Es war ein zermürbender Triple-Header für das Team, aber wir werden uns neu formieren, uns neu konzentrieren und uns für Miami in zwei Wochen in die beste Form bringen."
Seit Hülkenbergs P7 beim Auftakt in Melbourne kam Sauber in keinem Rennen mehr über den 14. Platz hinaus.
Alonso witzelt über Fast-Crash
Der Spanier überstand heute eine heikle Szene, als ihn ausgerechnet Gabriel Bortoleto in Kurve 1 fast in die Mauer gedrückt hätte. Dazu muss man wissen, dass Alonso gleichzeitig Manager des Rookies ist.
Übel nimmt er seinem Schützling die Aktion aber nicht. "Wir werden zusammen zurückfliegen", kündigt er an und antwortet auf die Frage, ob Bortoleto noch einen Platz in seinem Flieger bekomme, mit einem Grinsen: "Ja, aber vielleicht bekommt er kein Abendessen."
Sportlich blieb Alonso auch im fünften Rennen des Jahres ohne Punkte. Er hoffe nun auf Updates, betont er noch einmal und erklärt: "Momentan sind wir nicht da, wo wir sein wollten." Zumindest blieb ihm aber ein Crash erspart ...
Auch Hamilton ohne Redebedarf
Nicht nur Max Verstappen ist heute schmallippig unterwegs, auch Lewis Hamilton hat nach P7 kein großes Interesse, über das heutige Rennen zu sprechen. Im Interview mit Sky sind die Fragen länger als seine Antworten.
"Nein, es gab keine Sekunde", antwortet er zum Beispiel auf die Frage, ob er sich heute im Rennen irgendwann einmal wohl im Auto gefühlt habe? Auch woran das gelegen habe, wisse er nicht.
"Das Auto ist eindeutig in der Lage, auf P3 zu sein, und Charles hat heute einen großartigen Job gemacht, so dass ich dem Auto keine Schuld geben kann", so Hamilton. Mehr sagt er dann auch nicht.
Wohl kein Protest von Red Bull
Nur weil Horner der FIA die Aufnahmen vorlegen will, heißt das übrigens nicht, dass man auch Protest einlegen wird. Der Teamchef erklärt: "[Die Rennkommissare] glauben, dass es eindeutig war."
"Das Problem ist also, wenn wir dagegen protestieren, dann werden sie höchstwahrscheinlich bei ihrer Linie bleiben", so Horner. "Wir werden eine Diskussion führen", kündigt er zwar an.
Man werde der FIA die Aufnahmen zeigen, er halte es aber "für sehr unwahrscheinlich", dass es tatsächlich zu einem Protest kommen werde.
Zum Vorfall selbst sagt er noch einmal: "Wir haben die Position nicht aufgegeben, weil wir nicht glaubten, dass er etwas falsch gemacht hatte." Das sahen die Rennkommissare anders.
Horner bringt Aufnahmen mit
Mein Kollege Ronald Vording war eben in der Medienrunde von Christian Horner - und hat unter anderem dieses Bild mitgebracht. Der Red-Bull-Teamchef war nämlich bestens vorbereitet, um den anwesenden Journalisten zu beweisen, dass Max Verstappen "unschuldig" war.
Diese Beweise will er übrigens auch bei der FIA vorlegen.
Foto: Ronald Vording
Keine Strafe bei Gasly/Tsunoda
Auch der Startunfall wurde von den Rennkommissaren noch untersucht, dort gab es aber keine Strafe mehr. Auch hier das Urteil im Wortlaut:
"Wagen 22 [Tsunoda] und Wagen 10 [Gasly] kämpften in der ersten Runde um die Position auf der Strecke. Sie durchfuhren vier Kurven ohne Zwischenfall, kollidierten jedoch in Kurve 5."
"Beide Parteien stimmten darin überein, dass es sich um einen Runde-1-Zwischenfall handelte, bei dem keiner der beiden Fahrer die Hauptschuld trug. Wir zogen in Erwägung, ob es sich tatsächlich um einen typischen Runde-1-Zwischenfall handelte oder eher um einen Vorfall zwischen nur zwei Fahrzeugen (und keinen anderen) in der ersten Runde."
"Letztlich führten die enge Streckenführung und die Tatsache, dass Wagen 55 [Sainz] sich direkt vor Wagen 22 befand, dazu, dass wir uns der Einschätzung beider Fahrer anschlossen und den Vorfall als normalen Runde-1-Zwischenfall ohne weitere Konsequenzen betrachteten."
Offizielle Begründung
Spannend: Die FIA hat inzwischen die offizielle Begründung für die Verstappen-Strafe veröffentlicht. Und in dieser heißt es, dass der Weltmeister eigentlich sogar eine Zehn-Sekunden-Strafe bekommen hätte. Hier das Urteil im Wortlaut:
"Die Sportkommissare überprüften Daten des Positionierungs-/Streckensicherungssystems, Videoaufnahmen, Zeitmessung, Telemetrie und Onboard-Aufnahmen und stellten fest, dass sich der Wagen 81 [Piastri] mit seiner Vorderachse mindestens auf Höhe des Spiegels von Wagen 1 [Verstappen] befand, sowohl vor als auch am Scheitelpunkt von Kurve 1, als er versuchte, Wagen 1 auf der Innenseite zu überholen. Tatsächlich war Wagen 81 am Scheitelpunkt auf gleicher Höhe mit Wagen 1."
"Gemäß den Richtlinien für das Fahrverhalten war es daher die Kurve von Wagen 81, und ihm hätte Platz gelassen werden müssen."
"Wagen 1 verließ anschließend die Strecke und verschaffte sich dadurch einen dauerhaften Vorteil, den er nicht wieder zurückgab. Er blieb vor Wagen 81 und versuchte, den Vorteil auszubauen."
"Normalerweise beträgt die Standardstrafe für das Verlassen der Strecke mit anschließendem Vorteil zehn Sekunden."
"Da es sich jedoch um einen Vorfall in Runde 1 und Kurve 1 handelte, werteten wir dies als mildernden Umstand und verhängten stattdessen eine Zeitstrafe von fünf Sekunden."
Fünfter Sieg für Piastri
Noch eine Kleinigkeit aus unserer Statistikecke: Oscar Piastri holte heute seinen fünften Grand-Prix-Sieg. Damit hat er jetzt unter anderem gleichgezogen mit Keke Rosberg, Nino Farina - und Lando Norris.
Obwohl der Brite bereits seit 2018 und Piastri erst seit 2023 in der Königsklasse fährt, haben die beiden McLaren-Teamkollegen für den Moment also einmal gleich viele Siege auf dem Konto.
Zudem ist Piastri der erste Fahrer, der in diesem Jahr zwei Rennen nacheinander gewinnen konnte - und überhaupt der einzige Pilot, der 2025 mehr als ein Rennen gewann.
Verstappen: Darum will er nichts sagen
Und noch einmal geht es um den "Maulkorb", den sich Verstappen hier selbst auferlegt hat. Er erklärt, dass es unter anderem auch damit zu tun habe, dass seine Worte häufig verdreht oder aus dem Zusammenhang gerissen werden.
Schuld daran seien zum Beispiel die sozialen Medien. "Ich denke, das ist einfach die Welt, in der wir leben", zuckt er die Schultern und erklärt, viele Leute seien "super sensibel" oder könnten die Wahrheit nicht verkraften.
Und dann ergänzt er noch einmal in Richtung der FIA, dass die Fahrer aktuell "sowieso nicht kritisch sein" dürften.
Verstappen: Will keine Strafe bekommen
In der PK wird der Weltmeister natürlich auch noch einmal auf seine Strafe angesprochen. Auch dort blockt er ab und stellt klar: "Das Problem ist, dass ich meine Meinung nicht sagen kann, weil ich dann vielleicht bestraft werde."
Moderator Tom Clarkson hakt noch mehrfach nach, bekommt aus Verstappen aber nichts heraus. "Alles was ich dazu sage, könnte mich in Schwierigkeiten bringen", stellt er noch einmal klar.
Wie eben schon gesagt: Ein klarer Gruß in Richtung FIA.
Piastri: WM-Führung spielt keine Rolle
In Saudi-Arabien läuft gerade die Pressekonferenz der Top 3. Auf die Frage, ob die WM-Führung für ihn einen Unterschied mache, antwortet Oscar Piastri dort: "Nein." Er wolle weiterhin jedes Rennen gewinnen.
Er sei allerdings "stolz" auf die Gründe, aus denen man die WM jetzt anführe. Man habe im Winter hart gearbeitet, und das zahle sich jetzt aus. Auf seine Herangehensweise habe das aber keine Auswirkung.
Brown: Strafe war korrekt
Wenig überraschend erklärt McLaren-Boss Zak Brown bei Sky: "Meiner Meinung nach war eine Strafe definitiv verdient. Oscar war ganz klar auf der Innenseite, hatte den besseren Start, und man muss auf der Rennstrecke bleiben."
"Ich fand es also durchaus angemessen. Es war Oscars Kurve, und irgendwann muss man sich einfach geschlagen geben", findet er. Ebenso wenig überraschend ist, dass Christian Horner das natürlich anders sieht.
"Ich weiß nicht, wo Max in der ersten Kurve hätte hinfahren sollen", zuckt der Red-Bull-Teamchef die Schultern.
Verstappen: Weiter keine Aussage zu Kurve 1
Auch im ORF möchte der Niederländer nichts zum Start sagen. "Ich habe natürlich meine eigene Meinung, aber das ist egal, da dürfen wir nicht drüber reden", sagt er vermutlich mit einem kleinen Gruß in Richtung FIA.
Davon abgesehen sei das Wochenende übrigens "positiv" gewesen, weil er im Rennen vorne mitkämpfen konnte. "Das hatte ich nach Freitag nicht erwartet", betont der Weltmeister.
Auf ein Statement zum Start müssen wir aber weiter warten. Denn auch gegenüber Sky sagt er lediglich: "Um ehrlich zu sein, halte ich jedes Wort in dieser Richtung für Zeitverschwendung für alle."
Als dann noch einmal nachgehakt wird, ob Red Bull protestieren könne, antwortet er: "Nein, das interessiert mich nicht. Das Einzige, was mich interessiert, ist, wie sehr ich mich darauf freue, nach Hause zu kommen."
Norris: Mehr war heute nicht drin
Der Brite hat das Podium knapp verpasst, ist aber zufrieden. "Ich denke, das ist das Beste, was wir heute hätten tun können", sagt er bei Sky, auch wenn es natürlich "schade" sei, nicht auf dem Treppchen zu stehen.
Letztendlich habe er sich das Leben selbst schwer gemacht, gesteht er und erklärt zudem, dass er nicht überrascht gewesen sei, dass er Charles Leclerc am Ende nicht mehr überholen konnte.
"Ich weiß nicht, warum die Leute so überrascht sind", sagt er und erklärt, dass Ferrari meistens so schnell wie McLaren sei. "Wir glauben nicht, dass wir so weit vorne sind", stellt er klar.
"Ich denke, Max war heute wahrscheinlich der Schnellste, wenn er nicht diese Fünf-Sekunden-Strafe gehabt hätte", so Norris.
Marko: Rennen am Start verloren
"Ich glaube, das Rennen ist am Start verloren gegangen", sagt Helmut Marko zu diesem Thema bei Sky und ergänzt: "Wo hätte Max hinfahren sollen?" Beim Formel-2-Rennen sei zuvor "bei zwei oder drei Fahrern das Gleiche passiert."
"Da hat es Verwarnungen gegeben. Also die fünf Sekunden waren schon etwas harsch", findet Marko und erklärt: "Anfangs war Piastri vorn, aber am allerletzten Bremsbereich war dann wieder Max vorn. Aber es ist, wie es ist."
"Das Positive ist, der Speed war da", so Marko, "aber man hat wieder gesehen: Überholen ist unglaublich schwierig und nachdem wir diese Strafe gehabt haben, haben wir nur mehr geschaut, den zweiten Platz nach Hause zu fahren."
Auf die Frage, ob Verstappen das Rennen ohne Strafe hätte gewinnen können, antwortet er unmissverständlich: "Ja."
Piastri: Hinterherfahren war schwierig
Die Frage lautet natürlich auch, ob Max Verstappen ohne die Strafe vor Oscar Piastri geblieben wäre? Beim Australier hört es sich zumindest danach an, dass das gar nicht so unwahrscheinlich gewesen wäre.
Das Hinterherfahren sei "wirklich schwierig" gewesen, sagt er und gesteht: "Ich konnte am Ende des ersten Stints nicht wirklich mit Max mithalten. Ich habe meine Reifen aufgefressen."
Erst bei freier Fahrt nach dem Stopp sei es dann besser gewesen. "Max war für unseren Geschmack etwas zu nah dran. Aber es war ein tolles Rennen und ein tolles Wochenende", so der neue WM-Leader.
Jetzt Fahrer bewerten!
Auch in diesem Jahr habt ihr bei uns wieder die Möglichkeit, die 20 Piloten für ihre Leistung am Wochenende zu bewerten. Wer waren eurer Meinung nach die besten Fahrer in Saudi-Arabien? Jetzt abstimmen!
Zum offiziellen Fahrer des Tages wurde übrigens Max Verstappen gewählt. Aber bei uns fällt das Ergebnis häufig anders aus.
Verstappen hat keine Lust auf Interview
Wie immer werden die Top 3 unmittelbar nach dem Rennen um ein kurzes Statement für die TV-Kameras gebeten. Verstappen hat darauf nach seiner Strafe aber gar keine Lust. Wörtlich sagt er lediglich:
"Ich werde es ganz kurz machen. Ich möchte mich nur bei den Fans hier in Dschidda bedanken. Es war ein tolles Wochenende. Ich liebe die Strecke. Und der Rest ist, wie er ist. Ich freue mich auf Miami, wir sehen uns also dort."
Dann geht er einfach weg. Im Laufe des Abends werden wir von ihm sicher noch ein ausführlicheres Statement bekommen. Aber gerade hat er überhaupt keine Lust, über das Rennen zu sprechen.
War die Strafe gegen Verstappen berechtigt?
Der ehemalige Formel-1-Rennleiter Niels Wittich erklärt bei Sky: "Für mich ist ganz klar, dass Max zurückfallen muss. Wir haben das Thema lange, lange besprochen, schon vor Jahren, mit allen Teams und mit den Fahrern."
Es war laut Wittich "immer ganz klar, wenn man die Strecke verlässt und quasi damit einen Vorteil hat, und das hat er, weil er hat die Position behalten, muss die zurückgegeben werden."
Das tat Verstappen nicht, und daher ist die Fünf-Sekunden-Strafe seiner Meinung nach absolut berechtigt.
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Ihr vermisst die Formel-1-Autos aus den Zeiten von Jackie Stewart, Niki Lauda und Co.? Dann ab zum Hockenheimring zur ADAC Hockenheim Historic! Zur 20. Austragung des Events vom 9. bis zum 11. Mai haben sich in diesem Jahr mehr als 500 Teilnehmer angekündigt.
Allein die Baujahre der teilnehmenden Formel-1-Boliden umfassen sechs Jahrzehnte. Nach einjähriger Pause ist auch die britische Organisation "Masters Historic Racing" wieder mit gleich vier Rennserien am Start.
Die "Masters Racing Legends for 1966 to 1985 F1 Cars" bildet hier die Königsklasse. Die Kategorie ist jenen Formel-1-Boliden vorbehalten, die von einem 3-Liter-V8-Saugmotor angetrieben werden.
Und während in der "Historic Grand Prix Car Association" Rennwagen aus der Frühzeit des Grand-Prix-Sports, also von den 1920ern- bis hinein in die 1960er-Jahre, zur Austragung kommen, schlägt die BOSS-GP-Serie die Brücke zur Neuzeit.
Neben den Boliden der Formel Renault sowie der GP2 stehen auch Formel-1-Renner von Benetton, Toro Rosso oder Lotus aus der Zeit nach der Jahrtausendwende im Teilnehmerfeld.
Wochenendtickets gibt es bereits ab 54 Euro, Tageskarten sogar schon ab 17 Euro. Für alle Familien gibt es ein besonders attraktives Angebot, denn Kinder unter 14 Jahren haben sogar freien Eintritt.
Alle Informationen zum Event und den Ticketshop findet ihr hier!
Foto: Hockenheim-Ring GmbH
Übersicht
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt der fünfte Grand Prix des Jahres und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach der Zieldurchfahrt geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen aus Dschidda.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 an diesem Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Alle im Grid
Keine peinlichen Zwischenfälle, alle 20 Autos stehen in der Startaufstellung. Die Bedingungen sind übrigens ganz ähnlich wie gestern im Qualifying. Und Regen ist auch heute nicht in Sicht. Damit ist dann alles angerichtet.
Piastri: Entscheidet sich nicht alles beim Start
Das Überholen ist in Dschidda schwierig. Oscar Piastri will deshalb beim Start aber trotzdem nicht direkt "All in" gehen. "Es ist ein kurzer Weg bis Kurve 1", erinnert er bei Sky und betont: "Unser Auto wird schnell sein."
"Auch im weiteren Verlauf des Rennens sollten wir noch Chancen haben", stellt er daher klar und erklärt: "Ich bin zuversichtlich, dass wir ein starkes Auto haben, und der Reifenabbau scheint im Moment eine unserer Stärken zu sein."
"Ich erwarte nicht, dass [Verstappen und Red Bull] langsam sind, aber hoffentlich sind wir trotzdem im Vorteil", so der Australier.
Aus der Boxengasse ...
... muss heute übrigens keiner starten. Weil es sich bei sämtlichen getauschten Komponenten um baugleiche Teile handelt, erfolgt der Wechsel jeweils ohne Strafe.
Damit werden sich gleich alle 20 Piloten auf den Weg in die Startaufstellung machen. In fünf Minuten öffnet in Dschidda nämlich die Boxengasse.
Viele neue Teile bei Norris
Wir haben ja eben schon darüber gesprochen, dass der McLaren von Lando Norris nach dem Qualifying repariert werden musste. Gefühlt wurde dabei das halbe Auto getauscht. Hier einmal die bei der FIA angemeldete Liste der Teile, die getauscht wurden:
-Gearbox assembly and associated control hydraulics
-LHS and RHS rear outboard suspension assemblies
-LHS and RHS rear internal suspension assemblies
-LHS and RHS rear brake duct assemblies
-LHS front outboard suspension assembly
-Front torsion bar
-Front heave damper
-Front anti roll bar and associated drop links
-RHS front pullrod
-Front wing / nose assembly
-Steering column and rack assemblies
-Rear wing assembly
-Headrest
-Front brake friction material
-Rear brake friction material
-Floor assembly (excluding plank and skids)
-Seatbelts and associated chassis mounts
-Chassis to nose catch pins
-Exhaust tailpipe
-Parameter changes associated with the above listed components’ replacement
Auch bei anderen Piloten wurden nach dem Qualifying vereinzelt Teile gewechselt. Die komplette Liste findet ihr hier!
Brundle: Verstappen aktuell der beste Fahrer
Martin Brundle erklärt bei Sky, dass Max Verstappen mit seiner Pole gestern ein Ausrufezeichen gesetzt habe. "Er ist brillant gefahren, und deshalb gilt er derzeit einstimmig als der beste Fahrer und wird zusammen mit einigen anderen als der beste aller Zeiten gehandelt", so der Experte.
"Max hat abgeliefert und die McLarens geschlagen, die in der Startaufstellung auf den Plätzen eins und zwei hätten stehen sollen", so der ehemalige Formel-1-Pilot. Die komplette Startaufstellung für das Rennen könnt ihr euch übrigens hier ansehen.
Die ersten Bilder des Tages ...
... aus Saudi-Arabien findet ihr jetzt auch bereits in unserer Fotogalerie. Schaut im Laufe des Abends immer mal wieder rein, dort findet ihr nachher dann auch die besten Schnappschüsse von Rennen, Siegerehrung und Co.
Fahrerparade
In zwei Stunden geht es los in Dschidda und das bedeutet, dass jetzt erst einmal noch die traditionelle Fahrerparade auf dem Plan steht. Die könnt ihr euch hier kostenlos anschauen:
Von: Ruben Zimmermann