Dürfte Perez in Mexiko vor Verstappen gewinnen? Horner macht wenig Hoffnung

Müsste sich Sergio Perez bei seinem Heimrennen einer möglichen Teamorder beugen? Teamchef Christian Horner äußert sich relativ deutlich

Dürfte Perez in Mexiko vor Verstappen gewinnen? Horner macht wenig Hoffnung

Müsste Sergio Perez im Fall der Fälle am Sonntag seinen Heimsieg in Mexiko opfern, um Teamkollege Max Verstappen per Stallorder die 25 Punkte im WM-Kampf zu ermöglichen? Perez selbst hoffte im Vorfeld des Wochenendes, dass es nicht dazu kommen würde. Doch Teamchef Christian Horner schließt ein solches Vorgehen explizit nicht aus, eher im Gegenteil.

"Unser Hauptziel ist es, beide Meisterschaften zu gewinnen, und beide Fahrer kennen ihre Aufgabe, um das zu erreichen", sagt Horner, schränkt jedoch ein: "Aber natürlich gibt es so viele Szenarien, die passieren können, und es hängt davon ab, wo unsere Gegner stehen."

Inklusive Mexiko stehen noch fünf Saisonrennen auf dem Programm, in beiden WM-Wertungen ist von einer Vorentscheidung nichts zu sehen. Verstappen führt in der Fahrer-WM zwölf Punkte vor Lewis Hamilton, bei den Konstrukteuren konnte Red Bull den Rückstand auf Mercedes zuletzt auf 23 Punkte verringern.

Horner: Es geht um das Team, nicht um die Fahrer

Um den Erfolg zu sichern, müssen die Fahrer auch Opfer bringen. Stallorder sind in der Formel 1 nichts Neues, ein zwischenzeitliches Verbot wurde inzwischen mangels Überprüfbarkeit wieder aufgehoben.

"In der Formel 1 geht es nicht nur um die Fahrer. Die Fahrer sind nur ein Teil des Teams. Ihr Vertrag ist der Vertrag für das Team", sagt Horner auch mit Blick auf die Aussagen von Sebastian Vettel, der eine Teamorder in der Formel 1 generell ablehnt.

Diese seien aber nicht nur im WM-Kampf ein Thema, hebt Horner hervor. Auch bei anderen WM-Platzierungen und damit bei der Verteilung einiger Millionen an Preisgeld seien diese "manchmal notwendig, um die Interessen des Sports zu wahren. Und ich habe keinen Zweifel daran, dass man das in den verbleibenden fünf Rennen immer öfter sehen wird", sagt er.

Horner: Perez-Heimsieg wäre toll, aber ...

Schlechte Aussichten also für Perez. Zwar betont Horner, dass er es vorziehen würde, "wenn Checo in der Lage wäre, sein Heimrennen zu gewinnen, denn es gibt kein besseres Ergebnis für einen Heimfahrer".

Allerdings müsse das Team "diese beiden Meisterschaften im Auge behalten und wissen, was auf dem Spiel steht. Und dieses Rennen hat wie jedes andere die gleiche Anzahl von Punkten, die ihm zugerechnet werden, und deshalb behandeln wir es wie jedes andere Rennen", erklärt er.

Heißt: Sollte der Fall eintreten, dass Perez das Rennen vor Verstappen anführt, müsste Hamilton wohl schon sehr weit hinten liegen oder bereits ausgeschieden sein, damit Perez auch gewinnen darf - wenn überhaupt. Zu groß ist der Punkteunterschied zwischen dem Sieger und Platz zwei.

Horner: Können keinen einzigen Punkt verschenken

Wichtig sei es laut Horner, vor dem Rennen die Szenarien bereits durchzusprechen. "So weiß jeder, wie der Plan aussieht und was das Ziel ist. Aber das Ziel hier ist die maximale Punktzahl. Denn an diesem Punkt der Meisterschaft können wir es uns nicht leisten, auch nur einen einzigen Punkt zu verschenken", stellt er unmissverständlich klar.

Und da Perez selbst keine Chance mehr auf den Fahrertitel hat, ist die Situation relativ eindeutig. "Es ist ein Mannschaftssport, und jeder spielt seine Rolle im Team. Wenn wir unsere Punkte maximieren müssen, dann müssen wir das auch tun", sagt er.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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