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Eddie Irvine: Hamilton als Racer "viel besser" als Schumacher und Senna

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Eddie Irvine: Hamilton als Racer "viel besser" als Schumacher und Senna
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16.11.2019, 09:37

Lewis Hamilton ist "der beste Racer, den es je gegeben hat", findet Eddie Irvine, und er habe im Gegensatz zu Michael Schumacher auch noch eine "weiße Weste"

Eddie Irvine, der 1999 beinahe vor Michael Schumacher erster Ferrari-Weltmeister seit Jody Scheckter 1979 geworden wäre, findet, dass Lewis Hamilton der beste Rennfahrer ist, den es in der Geschichte der Formel 1 je gegeben hat: "Ich glaube nicht, dass er der schnellste Fahrer ist. Aber als Racer, im Rad-an-Rad-Kampf, da ist er der Beste."

Hamilton sei wahrscheinlich "der beste Racer, den es je gegeben hat", sagt Irvine in einem Interview auf der Internetseite des Sportwettenanbieters 'Betway' - und unterstreicht: "Viel besser als Michael war, viel besser als Senna!"

"Er wird ganz selten in Unfälle verwickelt, weil er so darauf fokussiert ist, sein Auto zu fahren", analysiert Irvine - und kann sich einen kleinen Seitenhieb gegen Schumacher, dessen "weiße Weste" Flecken wie Adelaide 1994, Jerez 1997 oder Monte Carlo 2006 aufweist, nicht verkneifen: "Lewis ist vielleicht auch der sauberste Fahrer, den es seit sehr langer Zeit gegeben hat."

Gleichzeitig unterstreicht Irvine, vielen Fans bekannt aus der YouTube-Serie "Ein Drink mit Eddie Irvine", dass er "nie ein Problem" mit Schumacher hatte, obwohl er bei Ferrari vier Jahre lang in dessen Schatten stand. Das, weiß der heute 54-Jährige, hatte nämlich einen guten Grund: "Michael war einfach schneller als ich!"

"Ich habe das Beste aus mir rausgeholt, aber vom Speed her gab es nie einen, der Michael das Wasser reichen konnte. Er hat viele Fehler gemacht, aber er war so verdammt schnell. Damals war es auch noch so, dass du abgeflogen bist, wenn du einen Randstein zu hart getroffen hast, oder zumindest war deine Runde kaputt. Es war leichter als heute, Fehler zu machen, und die Strafe war größer."

"Aber vom schieren Speed her war Michael einmalig. Es war unglaublich, sein Teamkollege zu sein. Manchmal hatte ich seine Telemetriedaten in der Hand und konnte nur darüber staunen, wie er so schnell sein konnte", schwärmt Irvine. "Wir hatten nie ein Problem. Alle haben versucht, Probleme zwischen uns zu erfinden, weil es gut für die Presse war. Aber wir hatten nie ein Problem."

Übrigens: Genau wie Irvine ist auch Gerhard Berger, zwischen 1990 und 1992 Teamkollege von Ayrton Senna bei McLaren, der Ansicht, dass Hamilton als sechsmaliger Weltmeister fahrerisch in neue Sphären vorgedrungen ist.

"Ich werde oft gefragt, ob ich einen neuen Senna in jungen Fahrern sehe. Da sage ich immer: 'Nein, Senna war anders, den kann man mit niemandem vergleichen.' Aber so, wie Lewis jedes Mal seine Leistung bringt, erinnert er mich schon sehr an Ayrton", sagt der heutige DTM-Chef in einem Interview mit dem 'Guardian'.

"Unter schwierigen Bedingungen, auf Stadtkursen, auf schnellen Rennstrecken, im Regen, im Trockenen, beim Lesen des Rennens, Fitness, Politik: Lewis ist wie Ayrton - einfach komplett", lobt Berger.

"Und er hat eine besondere Persönlichkeit. An Ayrtons Charme reicht niemand heran, aber so, wie Lewis den Sport weltweit promotet, besonders in Amerika und bei einem neuen Publikum, das ist schon auch außergewöhnlich."

Mit Bildmaterial von LAT.

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