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Ein Jahr nach der Teamorder: Piastri würde Norris wieder vorbeilassen

Oscar Piastris Saison kippte nach Monza 2025, und ein Jahr später erklärt er, warum er die umstrittene Teamorder für Lando Norris trotzdem nicht bereut

Ein Jahr nach der Teamorder: Piastri würde Norris wieder vorbeilassen

Oscar Piastri würde nichts anders machen, könnte er in einer Zeitmaschine zurückreisen

Foto: LAT Images

Vor genau einem Jahr kam Oscar Piastri als Titelfavorit nach Monza. Nach dem Ausfall seines Teamkollegen Lando Norris in Zandvoort führte er mit 34 Punkten Vorsprung auf den Briten - doch von diesem Wochenende an begann die Formel-1-Saison 2025 für ihn schiefzulaufen. Piastri verlor letztlich die WM und beendete die Saison nur auf Rang 3, hinter Norris und Max Verstappen.

Während ihn mehrere schwache Auftritte und Fehler eine beträchtliche Anzahl an Punkten kosteten, schadeten möglicherweise auch einige Entscheidungen von McLaren den Titelchancen des Australiers. Eine der meistdiskutierten fiel in Monza, als Piastri aufgefordert wurde, Norris auf der Strecke vorbeizulassen, nachdem ein langsamer Boxenstopp den Briten Zeit gekostet hatte.

Die beiden hatten in diesem Rennen um den zweiten Platz gekämpft, wobei Norris über weite Strecken vor Piastri lag. Doch ein Problem bei seinem Boxenstopp hielt ihn auf und kostete ihn faktisch die Position an Piastri. Die anschließende Teamorder, der der Australier Folge leistete, löste im Fahrerlager eine Debatte darüber aus, ob das Team Norris bevorzugt behandelte.

Teamchef Andrea Stella erklärte damals zwar, die Entscheidung habe im Einklang mit McLarens internen "Papaya-Regeln" gestanden. Dennoch waren einige der Meinung, Piastri hätte der Anweisung nicht Folge leisten sollen.

Wie Piastri Monza 2025 heute bewertet

Doch mit einem Jahr Abstand ist Piastri immer noch der Meinung, dass er damals richtig gehandelt hat: "Ich glaube nicht, dass es eine einzelne Sache war, die dazu geführt hat, dass die Schlussphase des vergangenen Jahres schwierig war", sagt er. "Es waren von Woche zu Woche verschiedene Dinge, und ja, man denkt immer drüber nach, welche anderen Entscheidungen man hätte treffen können. Aber was mich betrifft, würde ich nichts dran ändern, wie ich reagiert habe und wie ich mit dem vergangenen Jahr umgegangen bin. Also ja, es gibt nichts zu ändern."

Piastri hat seitdem kein weiteres Formel-1-Rennen gewonnen. Nachdem er im vergangenen Jahr den Titel verpasst hatte, fehlte ihm in dieser Saison im Vergleich zu Norris zudem eindeutig die Pace. Es wird angenommen, dass viele der Probleme, mit denen der Australier derzeit zu kämpfen hat, mit seinem Fahrstil zusammenhängen.

Teamchef Andrea Stella hat bereits vor Wochen erklärt, Piastri müsse einige Techniken anwenden, die ihm nicht von Natur aus liegen. Zudem hatte er auf Strecken mit wenig Grip Schwierigkeiten. Da die Autos von 2026 weniger Anpressdruck produzieren, scheint sich dasselbe Muster fortgesetzt zu haben.

Piastri: Seit Zandvoort spürt er Fortschritte

Piastri selbst sagt, so einfach sei es nicht. Er glaubt jedoch, zunehmend mehr Pace freizusetzen, und verweist dabei auf die Fortschritte, die er vor zwei Wochen im Qualifying in Zandvoort gemacht hat: "Es ist nicht so, dass immer wieder dasselbe Problem auftritt", sagt er. "Es ist eher so, dass wir immer etwas ein bisschen anderes suchen. Und ja, wir müssen versuchen, es etwas schneller zu finden - sowohl ich selbst als auch das Team um mich herum."

"Aber ich denke, das Positive an Zandvoort war, dass zumindest das Qualifying deutlich besser aussah und wieder auf dem Niveau war, auf dem es sein sollte. Und bei dem Prozess, den wir gerade durchlaufen, geht es einfach darum, zu versuchen, das auch auf die Rennen zu übertragen."

"Natürlich verhält sich das Auto in einem Rennen ganz anders als über eine einzelne Runde, aber ich habe das Gefühl, dass wir einige ziemlich gute Antworten drauf haben, warum insbesondere Zandvoort schwierig war. Also ja, ich denke, dass wir dabei gute Fortschritte machen. Wir brauchen einfach Zeit und einige Experimente, um Dinge zu finden, die uns schneller machen werden. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir die richtigen Antworten und einen Weg nach vorne finden werden."

Vor dem Rennen in Monza liegt Piastri mit 104 Punkten auf dem siebten Platz der Formel-1-WM 2026, 55 Zähler hinter seinem Teamkollegen Norris, der mit 159 Punkten Vierter ist.

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