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Ein letzter Gruß: Formel-1-Fahrer nehmen Abschied von Eddie Jordan

Wie sich frühere Jordan-Fahrer in Silverstone vom kürzlich verstorbenen Ex-Teamchef Eddie Jordan verabschiedet haben und wie dieser vor Ort geehrt wurde

Ein letzter Gruß: Formel-1-Fahrer nehmen Abschied von Eddie Jordan

Gedenken an Eddie Jordan beim Formel-1-Rennwochenende in Silverstone 2025

Foto: Getty Images

Das Formel-1-Rennwochenende in Silverstone 2025 stand im Zeichen des Gedenkens an den verstorbenen Eddie Jordan: Frühere Jordan-Fahrer wie Heinz-Harald Frentzen, Damon Hill und Johnny Herbert gingen gemeinsam mit der Familie auf die Bühne, um vor Publikum Abschied zu nehmen vom ehemaligen Formel-1-Teamchef - und auf der Rennstrecke drehten frühere Jordan-Rennautos einige Demorunden.

Jordan war Gründer und Teamchef des Jordan-Rennstalls, der von 1991 bis 2005 in der Formel 1 startete. Er war eine prägende Figur im Fahrerlager und arbeitete später auch als Kommentator für BBC und Channel 4. Zuletzt moderierte er zusammen mit dem ehemaligen Formel-1-Fahrer David Coulthard den Podcast "Formula For Success".

Jordan verstarb am 20. März 2025 nach einem Kampf mit einer aggressiven Form von Prostata- und Blasenkrebs. (Wie das Formel-1-Fahrerlager auf den Tod von Eddie Jordan reagierte.)

Ehemalige Jordan-Autos gehen auf die Strecke

Beim ersten Großbritannien-Grand-Prix nach seinem Tod ließen etliche frühere Wegbegleiter die Erinnerung an Jordan aufleben. Der ehemalige Jordan-Fahrer Martin Brundle - heute TV-Kommentator im englischsprachigen Fernsehen - etwa setzte sich selbst ans Steuer seines Formel-3-Autos von 1983. Der Ralt RT3 wurde damals von Jordan betreut.

Ebenfalls auf die Strecke gingen der Reynard 89D von 1989, mit dem Jean Alesi die damals oberste Nachwuchsserie Formel 3000 gewann, und der Jordan 194 von 1994, mit dem Rubens Barrichello einst das erste Jordan-Podium in der Formel 1 erzielte.

Eine Ausstellung würdigte mit anderen historischen Jordan-Fahrzeugen die weiteren Meilensteine des Privatteams: Herberts Reynard-Meisterauto aus der britischen Formel 3 1987 stand dort neben einem Jordan 191, wie ihn Michael Schumacher bei seinem Formel-1-Debüt 1991 in Spa-Francorchamps bewegte. Und, natürlich: Auch ein gelber EJ10 von 2000 im markanten "Buzzin'-Hornets"-Design durfte nicht fehlen.

Auch das letzte Jordan-Siegerauto ist da

Besonders emotional aus Jordan-Sicht dürfte das letzte Siegerauto gewesen sein: der EJ13, mit dem Giancarlo Fisichella beim Abbruchrennen 2003 in Brasilien den ersten Platz belegte - nachträglich, weil vor Ort zunächst Kimi Räikkönen im McLaren zum Sieger ernannt worden war.

Das Formel-1-Team Jordan erreichte in seinen 250 Rennen bis Ende 2005 insgesamt vier Siege, zwei Polepositions, zwei schnellste Runden und 291 Punkte (mehr dazu in der Formel-1-Datenbank!). Zwischendurch war der Rennstall sogar WM-Außenseiter: Mit zwei Saisonsiegen galt Frentzen 1999 bis kurz vor Schluss als ein Titelkandidat. Am Ende belegten er und Jordan jeweils Platz drei in der WM.

Bekannt ist Jordan außerdem dafür, dass es beiden Schumacher-Brüdern den Formel-1-Einstand ermöglichte: Auf Michael Schumacher 1991 in Spa folgte 1997 Ralf Schumacher in Melbourne (mehr dazu in unserer Jordan-Fotostrecke!).

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