Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Für Dich empfohlen

Motor ist Schuld: So erklärt Lance Stroll seinen Unfall in Monaco

Formel 1
Monaco
Motor ist Schuld: So erklärt Lance Stroll seinen Unfall in Monaco

Formel-1-Liveticker: Russell schreibt WM-Titel noch nicht ab

Formel 1
Formel-1-Liveticker: Russell schreibt WM-Titel noch nicht ab

Marini analysiert Top-5-Resultat: "Ohne die Stürze wäre es P9 gewesen"

MotoGP
Balaton Park
Marini analysiert Top-5-Resultat: "Ohne die Stürze wäre es P9 gewesen"

Infos DTM Lausitzring 2026: TV, Livestream, Zeitplan u.v.m.

DTM
Infos DTM Lausitzring 2026: TV, Livestream, Zeitplan u.v.m.

24h Le Mans 2026: Der komplette Zeitplan inklusive Rahmenprogramm

WEC
24h Le Mans
24h Le Mans 2026: Der komplette Zeitplan inklusive Rahmenprogramm

Yamaha in Ungarn: Miller sieht Fortschritt, Quartararo verzweifelt

MotoGP
Balaton Park
Yamaha in Ungarn: Miller sieht Fortschritt, Quartararo verzweifelt

Kimi Antonelli: Monaco-Sieg endet mit ausgelassener Hafenparty

Formel 1
Kimi Antonelli: Monaco-Sieg endet mit ausgelassener Hafenparty

Leclerc frustriert nach Monaco-GP: Ferrari spricht Klartext zur Strategie

Formel 1
Leclerc frustriert nach Monaco-GP: Ferrari spricht Klartext zur Strategie
Feature

Ein Mercedes-AMG GT3 aus 5.466 Teilen: Das Klemmbaustein-Experiment

Wie realistisch ist ein Klemmbaustein-Modell im Maßstab 1:8 und wie viel "echter Rennwagen" ist darin verbaut? Wir haben es ausprobiert!

Ein Mercedes-AMG GT3 aus 5.466 Teilen: Das Klemmbaustein-Experiment

Der Klemmbaustein-Mercedes in einer KI-generierten "echten" Boxengasse

Foto: CaDA/KI-generiert CaDA/KI-generiert

Ein Rennwagen aus Klemmbausteinen. Da werden bei mir sofort Kindheitserinnerungen wach: Wie ich als Grundschüler mit viel Elan versucht habe, den Formel-1-Ferrari von Michael Schumacher nachzubauen - und wie ich bald feststellte, dass sich die Realität nicht so einfach mit Klemmbausteinen nachahmen lässt.

Das war in den 1990er-Jahren. 2026 habe ich einen neuen Versuch gestartet: Dieses Mal nicht "frei Schnauze", sondern nach Plan - mit dem Mercedes-AMG GT3 des chinesischen Klemmbaustein-Herstellers CaDA.

Das Auto kommt im Maßstab 1:8 und mit 5.466 Teilen daher, außerdem mit offizieller Mercedes-Lizenz und großen Vorschusslorbeeren: Das Set sei "Ingenieurskunst zum Anfassen", verspricht die Sternmarke. Unter der Haube stecke "pure Mechanik" und ein "aufwändig konstruiertes 8-Gang-Getriebe". Und das alles für derzeit rund 375 Euro (zum Angebot bei Amazon!).

Was man kriegt für das viele Geld

Bei dem Preis muss man natürlich erst mal schlucken. Aber: Man stellt auch schnell fest, dass man es hier nicht einfach mit einem Haufen Plastik zu tun hat, sondern mit einem in der Tat hochwertigen Set - das zeigt allein die optische Aufmachung der Boxen und wie darin alles portioniert ist: wie in der wohlsortierten Werkstatt ihres Vertrauens.

Edle Boxen und zwei Anleitungs-Booklets bilden das Mercedes-Set

Edle Boxen und zwei Anleitungs-Booklets bilden das Mercedes-Set

Foto: Ehlen/Motorsport Network

Mein zweiter Blick ging zur Anleitung: Mal schauen, was da so geboten ist. Und ich staunte nicht schlecht: Es sind zwei dicke Booklets mit je 400 Seiten. In diesem Moment wurde mir die wahre Dimension dieses Bauprojekts erst so richtig bewusst.

Der erste Eindruck zum CaDA-Mercedes

Zum Einstieg habe ich aber nicht vorne angefangen, sondern mir etwas aus der Mitte rausgepickt: Weil ich früher zwar auch mal Technik-Sets gebaut, mich aber hauptsächlich mit "City"-Produkten beschäftigt habe, fiel meine Wahl auf den Fahrersitz - weil da viele traditionelle Klemmbausteine dabei sind.

Ich finde generell: Bei "normalen" Steinen merkt man sofort, was sie können. Wenn es nicht die Steine vom dänischen Marktführer sind, spürt man häufig einen Unterschied. Das ist hier anders: Die CaDA-Steine riechen nicht, sie sitzen gut, wackeln nicht und sind mit normalem Aufwand wieder sauber voneinander zu trennen. Ein guter erster Eindruck.

Zur Sicherheit habe ich mir aber noch einen Experten dazugeholt: meinen 6-jährigen Sohn, der Klemmbausteine noch mehr liebt als ich. Und auch er kam gut zurecht mit dem Material, obwohl sich das Set natürlich an viel ältere Baukünstler richtet - in erster Linie an Erwachsene (die offizielle Herstellerempfehlung lautet "ab 14 Jahren").

Verständliche Anleitung, keine Aufkleber

Die Anleitung aber ist allgemein verständlich und gut aufbereitet, sinnvoll portioniert und mit praktischen Größenhinweisen versehen. Abends im Dämmerlicht fiel es mir einzig schwer, zwischen Teilen in Dunkelgrau und Schwarz zu unterscheiden. Da könnte der Kontrast im Druck der Anleitung etwas besser ausfallen.

Die Anleitung ist verständlich, Sortierboxen helfen

Die Anleitung ist verständlich, Sortierboxen helfen

Foto: Ehlen/Motorsport Network

Ein paar kleine Ungereimtheiten haben sich auch eingeschlichen: Pfeile zeigen manchmal in die falsche Richtung, wenn Teile auf andere Teile aufgesteckt werden müssen. Aber das war kein großes Problem, weil am Ende trotzdem zusammenfindet, was zusammengehört.

Dabei fiel mir auf: Es gibt keine Aufkleber - anders als beim Marktführer aus Dänemark, wo es bei manchen Sets sehr viel zu kleben gibt. Hier sind es Prints. Das wirkt natürlich edler und sieht auch deutlich besser aus.

Sortierschachteln helfen beim Überblick

Damit bei der schieren Menge an Teilen (die sinnvoll in "Portionsbeuteln" vorsortiert sind) aber nicht der Überblick verloren geht, rate ich dringend zu Sortierhilfen wie Schachteln oder Boxen. Die sind nicht enthalten, aber bei erfahrenen Baumeistern ohnehin im Haushalt vorhanden. Und die braucht es hier, wenn man vor allem bauen und nicht hauptsächlich suchen will. Aber jedem das seine: Beides hat seinen Reiz.

Wie also ist das Bauen? Man ahnt es vielleicht anhand der zwei Anleitungsbücher: zeitintensiv. Ich habe mich problemlos einige Abende lang in den Klemmbausteinen verloren und über etliche Stunden gebaut, um ungefähr ein Viertel des ersten Booklets zu schaffen. Man kann also lange Freude haben an so einem Set.

Die Liebe zum Detail ist bemerkenswert

Beim Bauen habe ich auch sofort gemerkt, dass Hersteller und Lizenzgeber nicht übertrieben haben: Die Liebe zum Detail ist bemerkenswert. Denn nach dem Sitz habe ich tatsächlich vorne in der Anleitung angefangen - mit dem komplexen Getriebe. Und was soll ich sagen? Zahnräder, Riemen und Hebel - da ist alles dran, ein kleines technisches Wunderwerk, aufgebaut aus hunderten von Klemmbausteinen in allen Formen und Größen.

Das Klemmbaustein-Getriebe ist äußert komplex aufgebaut

Das Klemmbaustein-Getriebe ist äußert komplex aufgebaut

Foto: Ehlen/Motorsport Network

Erbauerstolz ist auch dabei, wenn man sieht, wie die beweglichen Teile ineinandergreifen und zusammen funktionieren - hoffentlich funktionieren! Denn eine nachträgliche Fehlerkorrektur ist eher nicht vorgesehen. Dafür stecken am Ende zu viele Teile zu sehr ineinander, als dass man leicht an eine bestimmte Stelle zurückkäme. Ich habe es (notgedrungen) versucht ...

Ein echter Hingucker im Regal

Ein Versuch ist das Bauprojekt auch weiterhin: Ich habe es in den zurückliegenden Wochen nämlich nicht geschafft, das komplette Auto aufzubauen. Aber das ist auch nicht schlimm: An diesem Set kann man immer wieder viel Freude haben, denn da kommt noch viel: der Motor, das Chassis, die Lenkung und sogar ein Mechanismus zum Aufbocken des Autos. Selbst die Scheinwerfer kann man hier leuchten lassen.

Irgendwann einmal wird der Klemmbaustein-Mercedes rund 60 Zentimeter lang, 25 breit und 17 hoch und ein echter Hingucker sein - und dann einen Ehrenplatz im Regal in meinem Arbeitszimmer erhalten. Ganz sicher. Und mit einem halben Auge schiele ich ja auch schon auf den Formel-1-Alpine mit 2.170 Teilen ...

Aber jetzt entschuldigt mich, bitte - ich muss zurück in meine Boxengasse, ein Rennauto aufbauen ...

Transparenz-Hinweis: Das Klemmbaustein-Set wurde uns von Hersteller CaDA kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme von CaDA auf den Artikel fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links von Amazon, über die Produkte käuflich erworben werden können. Kommt über einen solchen Link ein Einkauf zustande, werden wir mit einer Provision beteiligt. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten.

Vorheriger Artikel "Wird einige Monate dauern": Warum Sainz die Williams-Euphorie bremst
Nächster Artikel "Grenzwertig": Wie Andrea Moda mit dem Leben von Perry McCarthy spielte