"Ein Witz": Kevin Magnussen kritisiert Benzinspar-Formel

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Co-Autor: Jonathan Noble
10.02.2019, 16:10

Auf Benzinsparen und Reifenschonen hat Kevin Magnussen keine Lust mehr, Romain Grosjean befürchtet aber, dass sich 2019 nicht viel ändern wird

Es ist in der Hybrid-Ära zur Gewohnheit geworden, dass die Fahrer Benzin sparen und Reifen schonen müssen. Das nahm 2018 teilweise Ausmaße von mehreren Sekunden pro Runde an - ein untragbarer Zustand, wie Kevin Magnussen findet: "Benzinsparen so, wie es in den vergangenen paar Jahren war, ist ein Witz", kritisiert der Haas-Pilot.

In diesem Zusammenhang freut er sich über die Regeländerung für 2019, wonach am Start 110 statt wie bisher maximal 105 Kilogramm Benzin im Tank sein dürfen: "Wir bekommen ein bisschen mehr Benzin. Das Frustrierendste ist, wenn du so viel Benzin sparen musst." Dabei sieht er grundsätzlich ein: "Ein bisschen ist okay. Das war immer schon so in der Formel 1."

"Die Reifen", nörgelt Magnussen weiter, "sind auch so eine Sache. In Mexiko haben sie für uns einfach nicht funktioniert. Wir waren phasenweise um acht Sekunden langsamer als mit neuen Reifen möglich gewesen wäre! Das ist sehr frustrierend."

 

"Ich hoffe, dass es diese Extreme, in denen du effektiv nicht mehr Rennen fährst, nicht mehr geben wird. Schon okay, wenn du mal ein bisschen haushalten musst. Das ist so in der Formel 1. Aber so extrem haushalten zu müssen, wie es ein paar Mal der Fall war, ist einfach dumm. Ich hoffe, dass sich das ändert."

Teamkollege Romain Grosjean teilt diese Meinung. Angesprochen auf die neuen Reifen, die Pirelli für die Saison 2019 entwickelt hat, macht er sich keine großen Hoffnungen auf eine spürbare Besserung der Haltbarkeit: "Ich glaube nicht dran. Die Reifen, die sie vergangenes Jahr entwickelt und die wir in Abu Dhabi getestet haben, waren nicht gut. Und ich habe seither nichts von großen Änderungen gehört."

"Die Autos", analysiert der Franzose, "sind um 150 Kilo schwerer als noch vor ein paar Jahren. Das macht's nicht einfacher." Gleichzeitig hält Grosjean fest: Pirelli-Sportchef Mario Isola ist nicht das Problem. Der Italiener sei ausdrücklich sehr bemüht, Lösungen zu finden.

Gelungen ist das aber bisher nicht ...

Mit Bildmaterial von LAT.

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