"Einfach zu schwach": Ralf Schumacher sieht Ricciardos Zukunft gefährdet

Daniel Ricciardo ist seinem McLaren-Team im Kampf gegen Ferrari keine große Hilfe, sodass Ralf Schumacher die Gefahr sieht, dass sich das Team Gedanken macht

"Einfach zu schwach": Ralf Schumacher sieht Ricciardos Zukunft gefährdet

Ralf Schumacher hat Daniel Ricciardo für seine Leistungen in dieser Formel-1-Saison kritisiert und ihn als "Problem" für sein McLaren-Team bezeichnet. McLaren kämpft aktuell gegen Ferrari um Platz drei bei den Konstrukteuren und liegt derzeit 15 Punkte vor der Scuderia. Das ist allerdings vor allem dem starken Lando Norris zu verdanken, der bereits 113 Punkte beigesteuert hat.

Ricciardo holte nur deren 50, was ihn auf Rang acht in der Fahrerwertung bringt. Nur ein einziges Mal konnte der Australier in diesem Jahr ein Rennen vor seinem Teamkollegen abschließen. "Der ist seiner Performance nach wie vor hinterher", sagt Schumacher bei 'Sky' und zählt Ricciardo an.

"Wenn's so weitergeht, tippe ich, dass sich McLaren spätestens in der Sommerpause Gedanken machen muss, wie sie nächstes Jahr weitermachen", so der Deutsche, der knallhart sagt: "Ricciardo ist einfach zu schwach. Da bin ich mal gespannt, wie sich das regeln wird und wie Andi Seidl (Teamchef; Anm. d. Red.) das handhabt."

Zuletzt in Silverstone gab es für ihn jedoch einen kleinen Aufwärtstrend. Zwar war er erneut das ganze Wochenende über schwächer als Norris, dennoch konnte er zum ersten Mal 2021 in die Top 5 fahren. "Ich bin definitiv glücklich mit der ersten Top 5 des Jahres", sagt er.

Doch Ricciardo wundert sich weiter über die Probleme, die vor allem im Rennen auftauchen. Im Qualifying sieht es mit 3:7 im teaminternen Duell etwas besser aus zur Duellübersicht, und da fehlten ihm in Silverstone auch nur zwei Tausendstelsekunden. Im Rennen am Sonntag verlor er jedoch 14 Sekunden auf Norris.

"Normalerweise würde man denken, dass ich auf einer Runde mehr Probleme habe, wenn man das Auto wirklich ans Limit bringt, aber wir haben das Gegenteil erlebt", sagt er. Ricciardo habe mehr Probleme, wenn das Auto vollgetankt ist und sich später etwas mehr bewegt. "Ich kann das Auto nicht konstant an das Limit bringen."

Ricciardo gibt zu, dass es manchmal frustrierend ist, auch wenn er vermutlich über den Punkt der Frustration hinaus sei. "Mittlerweile denke ich, dass es einfach Realität ist, dass ich noch etwas mehr finden muss und eins mit dem Auto sein muss", so der McLaren-Pilot. "Das ist nicht neu für mich. Ich weiß in gewisser Weise, dass es ein Prozess sein wird."

Zumindest gab es in Silverstone für ihn einen Schlüsselmoment, als Carlos Sainz im Ferrari einen Großteil des Grand Prix hinter ihm hing: "Er hat mich unter Druck gesetzt und mich gezwungen, ein paar Kurven in gewisser Weise zu überfahren. Dadurch konnte ich etwas besser fühlen, wo die Grenze ist."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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