Endlich Jubel statt Buhrufe: Max Verstappen über Rolle als Underdog
Trotz der Niederlage im WM-Kampf 2025 genoss Max Verstappen die Saison: Der Red-Bull-Pilot über die neue Fan-Liebe und warum er Dominanz dennoch bevorzugt
Max Verstappen wird 2026 vom Gejagten zum Jäger auf den WM-Titel
Foto: Red Bull Sauber Petronas
Nach einer Phase absoluter Dominanz in der Formel 1 fand sich Max Verstappen im Jahr 2025 in einer ungewohnten Rolle wieder. Er musste als Außenseiter um die Weltmeisterschaft kämpfen. Trotz einer Leistungssteigerung nach der Sommerpause verpasste er den Fahrertitel am Ende um lediglich zwei Punkte gegen Lando Norris.
Auch wenn er lieber eine Saison wie 2023 wiederholt hätte, in der er 19 von 22 Grand Prix gewann, gab Verstappen zu, dass die veränderte Reaktion der Fans eine willkommene Abwechslung war. Statt Buhrufen erlebte er mehr Enthusiasmus von den Zuschauerrängen.
"Ehrlich gesagt habe ich mich als Person nicht verändert", erklärte er bei einem Auftritt im Podcast The Fast and The Curious. "Man ist natürlich in einer anderen Rolle, weil man nicht mehr so viele Rennen gewinnt wie zuvor. Aber am Ende des Tages ist für mich wichtig: Habe ich mich verändert? Nein, habe ich nicht. Das ist das Einzige, was ich dazu wirklich sagen kann."
Auf die Frage, ob er 2025 mehr Positivität von den Fans gespürt habe, ergänzte der viermalige Weltmeister: "Ja, ich schätze, wenn man ein bisschen der Underdog ist, passiert das wahrscheinlich auf natürliche Weise. Aber es ist nett. Es ist nett, wenn die Leute jubeln, anstatt zu buhen oder was auch immer."
Verstappen bevorzugt weiterhin die Dominanz von 2023
Trotz der Sympathiebekundungen bleibt der sportliche Ehrgeiz des Red-Bull-Piloten ungebrochen. "Manchmal war es [der Außenseiter zu sein] angenehm. Die zweite Hälfte hat mehr Spaß gemacht als die erste Hälfte. Aber für mich ist 2023 immer noch meine Lieblingssaison", stellte Verstappen klar.
Er trat zudem der Wahrnehmung entgegen, dass Dominanz zu Nachlässigkeit führe. "Es war für mich nicht langweilig, weil ich mich immer selbst herausgefordert habe. Das ist immer die Sache. Die Leute sagen: 'Ja, du bist der Führende und schaltest ab', aber ich schalte nicht ab. Ich bin immer noch voll fokussiert, und es gehört viel dazu, um zu versuchen, solche Ergebnisse zu erzielen."
Der Niederländer bereitet sich nun auf seine zwölfte Saison in der Formel 1 vor. Diese wird auch ein neues Reglement für die Meisterschaft einführen. Nach dem Shakedown in Barcelona folgen vor dem Saisonstart in Australien vom 11. bis 13. Februar und vom 18. bis 20. Februar die offiziellen Tests in Bahrain.
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